Filmregisseur und Christ: Wim Wenders wird 75

1
Wim Wenders
Wim Wenders bei der Hamburg-Premiere seines Films "Desperado", Foto: picture alliance / Markus Scholz / dpa
Werbung

Eigentlich wollte er Priester werden, doch dann entschied er sich doch über Umwege für den Film: Heute (14. August) wird Regisseur Wim Wenders 75 Jahre alt. Für seine filmischen Werke hat er bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter mehrere Oscar-Nominierungen, den Deutschen Filmpreis für den Dokumentarfilm „Pina“ oder den Preis für die Beste Regie bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für „Der Himmel über Berlin“. Der Durchbruch gelang dem Künstler bereits 1974 mit dem Film „Alice in den Städten“.

2018 veröffentlichte Wenders den Dokumentarfilm „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“. Er selbst ist aus der Katholischen Kirche ausgetreten, konvertierte anschließend zum Protestantismus. Heute bezeichnet er sich als „ökumenischen Christen“. „Wir sind ja auch einsamer als je zuvor. Die Sozialen Medien machen uns ja auch einsamer. […] Religion ist eine ziemlich tolle Alternative, um da aus diesem Zirkus soziosus herauszukommen“, sagte er in einem Interview mit dem Filmkritiker Robert Hofmann. (nate)

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Christliche Medien sind seit ich denken kann, hinter „frommen“ Promis her. Von Cliff Richards, zu Jane Fonda, über Justin Biber zu Wim Wenders. Eine beinahe endlose Liste frommer Sportler, Kulturschaffende und Politiker.
    Nur zu oft musste die gläubige Öffentlichkeit dann Rückschläge wegstecken, der gepriesene Promi entpuppte sich als alles andere als fromm. Zumindest haben viele dieser Leute eine ganz eigene Art ihren Glauben zu leben, man frägt sich dann, ist der Schaden größer als der „Nutzen“. Denn Einfluss haben die Berühmten auf das normale Volk allemal, soviel ist sicher !
    Mir geht das in der Regel etwas zu schnell mit der „Blutsbrüderschaft“, ein zweideutiger Satz zur Religion und schon wird aus der Person ein lieber Bruder. Ich frage mich, steckt da ein “ Minderwertigkeitskomplex“ dahinter, versucht man den zu kompensieren indem man den Promi als Aushängeschild benutzt. Das Evangelium hat da eine andere Sichtweise. „Seht doch, Brüder und Schwestern, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme sind berufen.  Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist,  auf dass sich kein Mensch vor Gott rühme. “
    Ich freu mich auch, wenn ein allseits bekannter Mensch öffentlich eine Lanze für den Glauben bricht, aber machen wir nicht aus jedem christlich angehauchtem einen Glaubensbruder, das Wort Gottes hat doch ziemlich klare Maßstäbe für einen Nachfolger Christi !

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Bitte gib deinen Namen ein