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Ist Jesus wirklich auferstanden?

Warum Christen seit 2.000 Jahren überzeugt sind, dass die Auferstehung ein reales Ereignis war – und welche frühen Spuren dafür sprechen.

Von Professor Matthias Clausen

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Der Schriftsteller Oscar Wilde hat einmal geschrieben: „Ich glaube nicht an Wunder. Ich habe zu viele davon gesehen.“ Genauso denken manche Menschen über die Auferstehung: Das sei doch „sicher“ nur symbolisch gemeint? Und „natürlich“ nicht historisch?

Doch das Neue Testament beharrt darauf: Die Auferstehung hat Hand und Fuß, ganz wörtlich. Man konnte mit dem auferstandenen Jesus reden, ihn anfassen, mit ihm essen. Sehr real.

Alles andere hätte auch nicht funktioniert. Die Auferstehung war ja der Startschuss des Christentums. Am Anfang stand keine Gremiensitzung mit Mehrheitsentscheid: „Wer ist für die Auferstehung? Für die Jungfrauengeburt?“ Sondern am Anfang standen einzigartige Ereignisse.

Wie kann man das also glauben?

Dass jemand von den Toten auferstanden ist? Manche sagen: Das kann man eben nicht – denn es widerspricht ja den Naturgesetzen. Wir wüssten heute ja viel mehr über die Naturwissenschaft als die Menschen damals.

Aber Moment: An die Auferstehung zu glauben heißt ja nicht, dass man die Naturgesetze nicht kennt. Dass Tote normalerweise nicht auferstehen, wussten auch die Jünger von Jesus. Sie waren davon genauso überrascht wie wir. Sie haben nur zusätzlich damit gerechnet, dass Gott außergewöhnlich eingreifen kann.

Denn wenn es Gott gibt – wenn wir auch nur die Möglichkeit einräumen –, dann hat er auch die Naturgesetze gemacht. Er könnte also in den normalen Gang der Ereignisse eingreifen. Das ist denkmöglich. Die Frage ist also:

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Gibt es historische Indizien?

Die gibt es. Ich beschränke mich auf wenige Highlights:

Teil 1: Das leere Grab

Die ersten Augenzeugen am leeren Grab waren Frauen, so berichtet es Markus. Das Zeugnis von Frauen hatte in der Antike aber für sich keine Geltung. Es musste immer noch durch andere bestätigt werden. (Das tut mir auch leid, aber das war damals so.) Gerade das zeigt: Die Berichte sind glaubwürdig. Sie überliefern ein Detail, das aus damaliger Sicht problematisch war – hier wurde also nichts konstruiert. Dass das Grab von Jesus leer war, haben übrigens auch die Gegner der Christen nicht bestritten. Sie hatten dafür nur andere Erklärungen. Doch spielen wir ein paar dieser anderen Erklärungen einmal durch.

Eine lautet: Jesus sei gar nicht wirklich am Kreuz gestorben, sondern nur in ein Koma gefallen. Hm! Das verkennt, wie gründlich die Römer bei einer Kreuzigung vorgingen. Zudem wäre der eben noch komatöse Jesus in der Grabhöhle erwacht, hätte den tonnenschweren Türstein zur Seite gerollt, die Wache vor dem Grab überwältigt … Mit jeder weiteren Annahme wird die Theorie unwahrscheinlicher.

Eine weitere Erklärung: Jemand habe den Leichnam entwendet. Die Frage ist nur: Wer? Die Römer oder die religiöse Führung der Zeit? Wozu? Und sie hätten doch später nur den Leichnam vorzeigen müssen: „Was wollt ihr denn? Hier ist er.“ Das ist nicht geschehen.

Wer noch hätte den Leichnam entwenden sollen – die Jünger von Jesus selbst? Wozu? Natürlich kommt es vor, dass fromme Menschen sich in etwas hineinsteigern, von dem sie sich wünschen, es möge wahr sein. Man kann sich aber schlecht in etwas hineinsteigern, von dem man weiß, dass es falsch ist, weil man persönlich dabei war, als man es erfunden hat.

Zumal der Glaube an die Auferstehung im „Repertoire“ der Jünger so gar nicht vorkam. Als gläubige Juden haben sie zwar erwartet: Am Ende der Zeiten werden alle Menschen auferweckt. Sie haben aber nicht damit gerechnet, dass ein einzelner Mensch schon vorher in dieser Weise aufersteht.

Teil 2: Die Begegnungen mit dem Auferstandenen

Der auferstandene Jesus erschien seinen Jüngern, einzeln oder in Gruppen, zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten. Diese Begegnungen sind zu unterschiedlich, um sie mit einer Kettenreaktion von Halluzinationen zu erklären. Die Beteiligten haben sich teils erst danach darüber ausgetauscht.

Auch sind die ältesten Berichte zeitlich ganz nah dran: Der 1. Korintherbrief von Paulus zum Beispiel ist rund 20 Jahre nach den Ereignissen verfasst. In Kapitel 15 nennt Paulus Augenzeugen des Auferstandenen und betont: Viele davon leben noch.

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Die Begegnungen sind auch zu überraschend, um sie psychologisch zu erklären. Hätten die Jünger „nur“ Halluzinationen gehabt, hätten sie diese anders gedeutet: zum Beispiel als Vision eines Verstorbenen. Solche Visionen waren in der Antike „normal“, nur galten sie gerade als Beleg dafür, dass jemand tot ist.

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Wie erklären wir das alles also?

Als ich selbst Christ wurde, als Jugendlicher, habe ich mich gefragt: Ist das Ganze wahr? Gibt es Gott wirklich, ist Jesus wirklich auferstanden? Und es waren Gründe wie diese, die mich überzeugt haben.

Es geht also nicht um historischen Denksport. Weil Jesus auferstanden ist, kann ich sicher sein: Er ist wirklich da, unsichtbar, aber real. Und: Seine Versprechen gelten: „Wer an mich glaubt, wird leben, selbst, wenn er stirbt“ (Johannesevangelium, Kapitel 11, Vers 25). Meine Freundschaft mit Jesus geht nach dem Tod weiter. Darauf freue ich mich, und das beflügelt mich schon jetzt.

Matthias Clausen ist evangelischer Theologe, Professor an der Evangelischen Hochschule Tabor (Marburg) und Redner für das Institut für Glaube und Wissenschaft (IGUW).

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20 Kommentare

  1. Ich beziehe mich auf den Text, und zitiere daraus :

    “ Gibt es historische Indizien? “ ,

    „Teil I : Das leere Grab “
    Die Ereignisse sprechen für sich.

    “ Teil 2: Die Begegnungen mit dem Auferstandenen “
    Zitat:
    “ Auch sind die ältesten Berichte zeitlich ganz nah dran: Der 1. Korintherbrief von Paulus zum Beispiel ist rund 20 Jahre nach den Ereignissen verfasst. In Kapitel 15 nennt Paulus Augenzeugen des Auferstandenen und betont: Viele davon leben noch. „

  2. Wie viele Christen glauben an die leibliche Auferstehung?

    Viele sind es nicht:

    28 % der Katholiken
    23 % der evangelischen Christen

    Selbst bei den Freikirchen ist es nur eine knappe Mehrheit von 55 %

    So viele Deutsche glauben an die Auferstehung Jesu – katholisch.de https://share.google/nit4koCv0MbVBmmYi

  3. Lieber Roland, danke dass du deine Gedanken teilst und so ehrlich bist. Meine Beobachtung ist, dass dich das Thema/der Gedanke an Jesus, Gott nicht loslässt.
    Mein Tipp wäre folgender: Bevor Sie in der Bibel lesen, beten Sie zu Gott, bitten Sie ihn, dass er Ihnen persönlich sein Wort schenkt und Sie den Geist Gottes spüren können.
    Meine Erfahrung ist, dass Gott sich nicht lumpen lässt. Sorry für die saloppe Ausdrucksweise. Ich meine damit, dass Gott – wenn man Gutes von ihm erbittet – Freude, Vertrauen, Nähe, Liebe, Erkenntnis, Glauben, Geduld – es gerne und reichlich schenkt. Er liebt Sie und er liebt mich. Morgen ist Karfreitag – es gibt keinen größeren Beweis für Jesu Liebe.
    „So ihr mich von ganzem Herzen suchet, so will ich mich finden lassen.“ Jeremia 29, 13-14
    Ich werden für Sie beten und bin sicher, dass Gott dieses Gebet erhört!
    Herzlichst, Sabine

  4. Ich habe mich als 14-jähriger zu Jesus bekannt. Und da war etwas außergewöhnliches. Ich konnte Glauben, dass Jesus auferstanden war. Heute über 50-Jahre später, ist mein Glaube nicht mehr da. Nur noch Zweifel. Und das hat nichts mit der Situation der Kirchen zu tun. Vielmehr mit damit, dass ich Jesus nicht mehr wahrnehme. Und mit der grausamen Welt in die ich blicke.
    Ich frage mich sehr oft, wie Menschen es trotz dieser Lebensrealitäten schaffen, ihren Glauben nicht zu verlieren.
    Ich lese fast täglich in der Bibel, aber nichts spricht mich an. Ich kann den Geist Gottes nicht mehr spüren.

    • Hallo Roland,
      mir ist nicht klar, wie weit Deine Zweifel gehen. Betreffen sie nur Jesus, sprich Trinität, betreffen sie auch Gott generell, sprich ist da derzeit nichts?

      Mein Tipp wäre: Da Du (als Bibelleser) ja immer noch am Glauben interessiert bist. Nutze diese Offenheit und schaue Dich einfach mal um. Siehst Du Dich noch als Christ, dann in der christlichen Welt (ich würde da z.B. mal die Mennoniten empfehlen). Sonst auch darüber hinaus (besuch vielleicht mal einen Kabbalat Schabbat in einer (liberalen, da verständlicher) jüdischen Gemeinde, schau mal, ob es bei Euch vielleicht überreligiöse Kreise (oft Islam-Judentum-Christentum) gibt.

      Und generell: Such Dir eine Gemeinschaft (kann auch Hauskreis o.ä. sein). Es kann dauern, bis man eine gefunden hat, wo es passt, aber wenn man nicht sucht, kann man nicht finden.

    • Lieber Roland,

      sich zu Jesus zu bekennen, das ist etwas, was sich aus seiner Geburt ergibt, sodass sie der Ewigkeit entnommen, einzig der Ewigkeit gilt. Leichter ist es da, sich zu einer Kirche zu bekennen, (Menschen, die das Leben von Jesus in seinem Sinn fortsetzen), sodass jede:r seinen Beitrag dazu leisten kann.

      In dem Netzwerk, dem ich mich verbunden fühle, weil es mich im Glauben an Gott stärken konnte, fand ich eine Aufgabe, die mir Jesus näher brachte, sodass ich ihm als Lebensinhalt nachfolgen kann. Das tue ich, indem sich mein Herz für die Mutter geöffnet hat, der ich meine Kinder nicht mehr anvertrauen konnte, da ich ihre Taufe erst durch einen Priester verstehen lerne. Diese Männer, die sich im Leben für Jesus entscheiden und dafür alles in Kauf nehmen, das sie einer biologischen Vaterschaft entzieht, aus der sie selbst bereits hervorgetreten sind, um an der geistigen Herausforderung der Mutter dienen zu können, die das mit sich bringt, die haben mich wirklich überzeugt.

      Heute kann ich damit leben, dass Menschen untreu, lieblos, verschlagen u. v. m. sind, doch ich weiß, sie sich auch selbstlos, treu und hingebungsvoll, sodsas es an mir liegt, wessen Herz ich für mein Leben einsetze.

      Vielen Dank Roland, für Ihre Zweifel, die Sie hier einbrachten, sodass sie auf mich treffen konnten, in dem, der sie in ihnen auslöst. Ich glaube, das ist nicht Jesus, sondern die Art, wie uns Gott in ihm seine Liebe zu zeigen vermag, indem er sie für uns auf den Weg brachte, sodass wir ihrer Bedingungslosigkeit ausgeliefert nichts anderes tun können, als sie in unserem Verständnis so zu leben, bis es sich täglich an ihr erneuert, da sie immer mehr vom Leben erreicht.

  5. Nach vielen Pastoren in der EKD: Nein!

    @
    „Übrigens gab und gibt es immer schon viele Christen, die die Auferstehung sinnbildlich sehen. Und das seit Beginn des Christentums.“
    Haben Sie dazu ein paar Quellen?

    • Die bekanntesten dürften die Arianer sein.

      Ansonsten nein. Ich hatte vor dem post dazu gegoogelt. Da kam einiges. Stichworte sind ja klar.

  6. Das leere Grab und die Auferstehung sind nicht historisch sondern Aussagen in einem Glaubenswerk, der Bibel, Jahrzehnte später nicht von Augenzeugen niedergeschrieben.

    Wenn man das als historisch (was für mich ‚belegt tatsächlich passiert‘ bedeutet), dann wären auch die von Engeln Herrn Smith überreichten goldenen Tafeln historisch, da es so im Buch Mormon steht.

    Es ist Glauben! Und das ist ja nichts minderwertiges sondern etwas für Menschen wichtiges wertvolles.

    Ich finde diese Versuche, Glauben durch angebliche Beweise ersetzen zu wollen, immer einfach nur schade. Denn damit entwertet man den Glauben und macht ihn auch widerlegbar.

    Übrigens gab und gibt es immer schon viele Christen, die die Auferstehung sinnbildlich sehen. Und das seit Beginn des Christentums.

    • Wer Fakten nicht akzeptieren will, (er)findet immer Gründe, die dagegen sprechen. Der Terror z.B. der Nationalsozialisten ist bewiesen und belegt und trotzdem gibt es Zeitgenossen, die sich vehement dagegen sträuben, dies anzuerkennen.

      • Nur dass es bei Jesus keine Fakten in diesem Sinn gibt.

        Ansonsten: Ich finde Deinen Vergleich ziemlich daneben. Da hattest Du mit ein bisschen Nachdenken auch etwas anderes finden können.

        Aber Nazis machen sich halt immer gut, wenn man keine Argumente hat.

    • Liebe(r) Chey,

      auch im Glauben suchen wir nach Erkenntnissen darüber, woher er kommt und wohin er gehen mag, sind wir gestorben. Da Glaube etwas sehr persönliches ist, geht es dabei wohl bereits seit seinem Ursprung (Urknall) bei Gott (Personifikation des Urknalls) um eine Weitergabe dessen, was durch ihn erkennbar wurde, auch wenn es nicht alle erkannt haben. Das wiederum nimmt Erkenntnis in die Pfllicht, sich aus ihrer Komfortzohne, dem privaten Bereich (Glaube) an die Öffentlichkeit (Gott) zu richten, sodass er in ihr immer sichtbarer wird und zwar durch Selbsterkenntnis im Umgang mit deren Tradition (Weitergabe) an die, die nach ihr kommen (Auferstehen) und auch die, die vor ihr gingen (Wiedergeburt).

      Eines dürfte für die ganze Menschheit sicher sein, sie geht nicht verloren, wie sollte sie auch, denn der Raum verliert nichts, er bringt es vielleicht in anderer Form hervor, was mir irgendwie Gott erklärt, der am Anfang menschlicher Erkenntnis bis zu ihrem Ursprung zurückreicht, sodass letztendlich alles darin enthalten sein muss, was als Ursubstanz gilt und sich durch Naturgesetze entfaltet hat, die aufeinander abgestimmt, ineinander greifen, sodass letztendlich dabei eine Gegenwart sichtbar wird, aus der ein Mensch hervortritt, dessen Erkenntnis aus Gott erschöpft, ihre Tradition als Mann mit seinem Leben, als Frau, mit seinem Namen fortsetzen kann. Die Frau ist deshalb eine Ausnahme, da ihrem Werden eine Mutterschaft zugrunde liegt, die durch Gott auf das gesamte Leben (Eva) verweist und sich aus einem Teil von dem ergibt, was daraus als Mensch (Adam) hervortritt.

      Mir gelang es durch den Glauben eines Priesters, der mich von Jesus überzeugen konnte, indem dieser Name aus einer Mutter erwachsen ist, deren Existenz unbestritten ist, jedoch die Geburt infrage stellen lässt, die den Vater mit sich bringen muss, ohne den die biologische Erklärung fehlen würde. Um Mutter (Maria) und Vater (Ziehvater Joseph) von Jesus dem Leben nicht abzusprechen, fängt sich Gott zu erklären an, indem er Jesus (Mensch) verkörpert und sein Leben auf sich nimmt, das für ihn am Kreuz geendet hat und von Priestern weitergeführt wird, die sich durch ihn berufen fühlen! Diese Priester fühlen, dass es bei Jesus um einen ganz besonderen Menschen gehen muss, da er sie an die Grenzen ihres geistigen Vermögens führt, sodass daraus ein Wissen erwächst, dem nicht widersprochen werden kann, da es auf Naturgesetze gebaut, ihre Gegenwart aufzeigt und damit auch den Menschen (Jesus) auf ganz eigene Art inkludiert.

      Die Frage ist, seit wann ist der Mensch als Ganzes (Mann und Frau, Mutter und Vater, Staat und Gesellschaft) in dem Leben enthalten, das Gott hervorbrachte, ohne den es keine Fortsetzung finden kann, da ein Herz für ihn offen bleiben muss, das sich in neuer Erkenntnis am Menschen (Jesus) erschließt.

      Wie sollten Menschen (geteilt in Mann und Frau) zu der Einheit zurückfinden, die für sie und ihn nur ein Herz besitzt, sodass sie als Mensch immer teilen müssen, was daraus erwachsen ist, um damit das Leben fortsetzen zu können, dessen Urknall in einer Ursubstanz endet, die sich einzig von ihm (Jesus), kommunizieren lässt, sofern er ihr nicht den Tag ihrer Geburt (Gott) nimmt?

      So besteht der Mensch im Grunde aus zwei Daten (Geburt und Tod) und aus der Substanz, die einzig das Leben aus seinem Ursprung (Gott) mit sich bringt. Über viele Jahrtausende suchten Menschen nach Möglichkeiten, sich an den zu binden, dem sie sich in ihrer Selbsterkenntnis anvertrauten (Gott) und damit das Leben fortzuführen, das nicht enden wollte. Mit der Zeit gewannen wir einen Überblick über das Vergangene und konnten uns dadurch auf die Gegenwart einstellen, da wir wissen, dass Zukunft in Gott verborgen liegt, jedoch an uns Menschen ergangen wird.

      Wie können zwei Daten (Geburtstag der Mutter/Geburtstag des Vaters) durch einen Namen (in diesem einzigartigen Fall Jesus) zusammenfallen, sodass daraus ein Mensch hervorgeht, der für immer bleibt, da er sich aus den Naturgesetzen ergibt, aus denen sein Herz besteht?

      Mit dieser Frage habe ich mein Leben konfrontiert, als ich Mutter wurde und feststellen musste, dass das in unserer Zeit kein Privileg ist, was es jedoch sein sollte, da es bei Leibe nicht selbstverständlich ist! Daraus erwachsen sind für mich Kirche und Staat als Vater und Mutter im Dialog, der sich aus Menschen ergibt, die sich daran, mehr oder weniger konstruktiv, beteiligen. Dieser Dialog zwischen Kirche und Staat ermöglicht es den daraus entstanden Rollen an einer Erkenntnis zu wachsen, die einzig der Mensch mit sich bringt. In einer Zeit, in der digitaler (zwei Zahlen 0/1 oder zwei Daten Geburt/Tod) für die Kommunikation Ausschlag gebend sind, gehen die meisten Menschen nicht auf die Herkunft dieser Daten oder Zahlen ein, sie versuchen ihren Profit daraus zu schlagen. Das ist sehr schade und braucht nichts anderes als eine Kraft, deren Energie der Erkenntnis dient, indem sie an Gott im Bewusstsein für den Vater (Staat) wächst, an dem Jesus geboren wurde und dessen Mutter (Kirche) Gott anvertraut bleibt, sodass Erkenntnis nie mehr am Dialog zwischen den Menschen scheitern kann, sondern einzig am guten Willen derer, die von Erkenntnis nichts wissen wollen, die sie nicht selbst hervorbringen können.

      Auch das jedoch ist wichtig, denn andernfalls gäbe es in der Natur keine Barrieren (Grenzen), die wichtig sind für ihre weitere Entwicklung. Wir wissen nie, was auf uns zukommt, doch wir wissen, es erwächst an dem, der es im Anfang an sich gebunden hat, ohne zu wissen, was dabei herauskommt.

      Meine Ausführungen zur Auferstehung sind sehr umfangreich! In einen Satz zusammengefasst, bedeuten sie einzig, dass der Glaube etwas ist, was außerhalb der Natur stattfindet, die durch ihre Gesetze sichtbar, ohne ihn niemals in eine weiterführende Erkenntnis führen könnte, insbesondere in der Medizin.

      • Ich habe nicht alles verstanden, was Du geschrieben hast, aber ich gehe gern auf 3 Punkte ein.

        Dass alle Materie erhalten bleibt, das ist, soweit ich das naturwissenschaftlich verstehe, richtig, wobei Materie und Energie wohl auch ineinander übergehen können. Das ist auf eine Weise tröstlich, aber irgendwie ist dafür kein Glaube nötig. Zumal die Seele, das Bewusstsein, keine Materie ist.

        Ich denke, fast solange es die Menschheit gibt, versucht der Mensch, göttlich zu werden. Einzelne Menschen wie Pharaonen oder römische Kaiser riefen sich selbst zu Göttern aus, die Mythologie ist voller Halbgötter wie Herakles. Das besondere am Judentum ist, es gibt einen einzigen Gott und er ist für uns Menschen erfahrbar, aber nicht verstehbar (kein Bild machen). Das Christentum geht hier wieder auf alte Pfade mit Gott als Mensch. Ich finde das falsch.

        Kirche und Staat als sich ergänzende gleichgewichtige Teile? Ein klares Nein! Ich möchte keine solch mächtige Kirche. Ich gehöre ihr nicht mal an. Sie soll ihren Platz in der Gesellschaft haben. Unterhalb des Staates als ein Teil von diesem. Mit anderen Teilen, die genauso oder gar gewichtiger sind. Wir hatten es in der Geschichte, dass Staat und Kirche eins waren. Es ließ den Menschen keine Luft zum Atmen.

        • Ich denke, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, ich will ihn Offenbarung nennen, ist Glaube existenziell, sodass aus ihm und damit will es erklären, was aus seiner Substanz hervortritt, einig das Leben besteht, dem wir innewohnen, sodass wir uns überlegen müssen, wie wir diese Substanz über unseren Tod hinaus kommunizierbar machen, sodass sie eben nicht an eine Person gebunden bleibt, sondern sich auf die ganze Menschheit vereilen kann. Das hat etwas mit Vernetzung und der Erkenntnis zu tun, deren Gesetzmäßigkeiten dadruch nicht aufgehoben werden, jedoch Zeit benötigen, um sich in uns Menschen aufzulösen. Erst durch ihre Auflösung in einem (Gesundheits)Wesen, werden Erfolge sichtbar, die ohne Mensch, in seiner dafür relevanten Form, unmöglich wären.

    • Ihr Einwand ist kein historisches Urteil, sondern ein klassischer Zirkelschluss: Sie setzen die Unmöglichkeit von Wundern voraus, um die Berichte darüber als „Glaubenswerk“ abzutun. Das ist methodisch unsauber.

      Nach den Regeln der juristischen Beweislehre (vgl. John Warwick Montgomery / Simon Greenleaf) ist die Faktenlage erdrückend:

      Authentizität: Die neutestamentlichen Dokumente bestehen die Ancient Documents Rule: Sie sind zeitnah, unverfälscht und stammen aus verlässlicher Quelle. Wer sie ablehnt, muss konsequenterweise die gesamte antike Geschichtsschreibung als Fiktion verwerfen.

      Zeugenbeweis: Menschen sterben für eine Überzeugung, aber niemand stirbt wissentlich für eine Lüge, die er selbst erfunden hat. Dass die Apostel trotz Todesdrohung bei ihrer Aussage blieben, ist juristisch ein maximaler Wahrheitsbeweis für ihre Aufrichtigkeit.

      Beweislast: Das Grab war leer. Weder Römer noch jüdische Behörden konnten den Leichnam präsentieren, obwohl das die Bewegung sofort beendet hätte. Dieses Schweigen ist ein dokumentiertes Eingeständnis der Tatsachen.

      Ihr Vergleich mit Joseph Smith hinkt gewaltig: Die „goldenen Tafeln“ waren eine private Vision ohne öffentliche Überprüfbarkeit. Die Auferstehung Jesu hingegen fand im Zentrum der damaligen Welt statt, mit einem leeren Grab, das für jeden Gegner in Jerusalem begehbar war. Das ist kein Mythos, das ist ein öffentliches Ereignis.

      Zu Ihrem Argument, Beweise würden den Glauben „entwerten“: Das Gegenteil ist wahr. Ein Glaube ohne Faktenbasis ist kein Glaube, sondern bloßes Wunschdenken. Wenn die Auferstehung nicht historisch real ist, dann ist das Christentum laut dem Apostel Paulus selbst „sinnlos“ (1. Korinther 15,14).

      Wer Beweise ignoriert, nur weil sie nicht in sein vorgefasstes Schema passen, handelt nicht intellektuell, sondern ideologisch. Manche lehnen die Auferstehung nicht aus Mangel an Belegen ab, sondern aus schlichtem Stolz, um die eigene Autonomie vor Gott zu retten. Wer Wunder vorab ausschließt, hat kein Problem mit den Belegen, sondern ein Problem mit der Realität.

      • Die Faktenlage ist fast Null.

        Ein Jahrzehnte geschriebenes Glaubenswerk (wohl auch nicht von Augenzeugen), Jahrhunderte später erst endgültig zusammen gestellt. Alle angeblichen Beweise gehen lediglich auf diese Schriften zurück. Ausserbiblische zeitgenössische unabhängige Quellen dazu, gleich Null.

        Und historische Werke aus dieser Zeit (was die Bibel auch nur in Teilen ist) sind tatsächlich Fiktion. Derartige Berichte sind oft Auftragsarbeiten, um jemand gut oder schlecht aussehen zu lassen. Historische Forschung wie heute gab es kaum.

        Von autobiographischen Werken wie Cäsar Gallischer Krieg ganz zu schweigen. Da stimmt sehr vieles überhaupt nicht.

        Kommen wir dazu, dass Märtyrer niemals lügen. Die Argumentation wird die islamischen Selbstmordattentäter erfreuen, aber damit dürfte Dein Argument auch schon hinfällig sein. Doch, Menschen sterben auch freiwillig für falsches.

        Smith hatte danach sein Werk Mormon vorzuweisen. Dann gibt es noch den Himmelflug Mohammeds oder vor ihren Anhängern fliegende Yogis. Auch andere Religionen sind voll von Wundern, oft vor Zeugen (zumindest wird das dann behauptet)

        Tur mir leid: Das Christentum hat hier keine beweiskräftigen Fakten. Aber es hat jede Menge Glauben, der zig Millionen Christen überzeugt. Und im Glauben kommt es auf den Glauben an.

        Ich selbst glaube an Gott (im jüdischen Sinne). Ich kann ihn trotz Tora und Tanach und Talmud aber nicht zweifelsfrei beweisen. Das tut meinen Glauben keinen Abbruch, im Gegenteil. Denn Gott erwartet Glauben (1.Gebot), kein Wissen.

      • Zur antiken Geschichtsschreibung (Quelle Google KI):
        Die Glaubwürdigkeit antiker Geschichtsschreibung ist ein komplexes Thema, da antike Autoren (wie Herodot, Thukydides, Livius oder Tacitus) andere Ziele verfolgten als moderne Historiker. Sie verstanden Geschichtsschreibung oft als Teil der Literatur oder Rhetorik, nicht primär als quellenkritische Wissenschaft. Dennoch gibt es große Unterschiede in der Zuverlässigkeit.

        Hier sind die wichtigsten Aspekte zur Glaubwürdigkeit antiker Quellen:

        Zweck der Geschichtsschreibung: Oft ging es um moralische Belehrung (Beispiele für Tugend oder Laster), politische Selbstdarstellung oder Unterhaltung, nicht zwingend um die exakte Rekonstruktion von Fakten.

        Literarische Gestaltung: Antike Historiker bauten oft fiktive Reden in ihre Werke ein, um die Motivationen der Akteure darzustellen, was die historische Exaktheit mindert.

        Unterschiede in der Qualität:
        Thukydides gilt als einer der zuverlässigsten Autoren, da er versuchte, Ereignisse methodisch sauber, kritisch und zeitnah zu dokumentieren.
        Herodot („Vater der Geschichtsschreibung“) berichtet vieles nach dem Hörensagen, was ihn ungenauer, aber oft kulturhistorisch wertvoll macht.
        Livius stellt die moralische Wirkung und die glorreiche Darstellung Roms über die Faktenprüfung, besonders in der frühen Geschichte.

        Subjektivität und Parteilichkeit: Viele römische Autoren schrieben aus der Sicht der senatorischen Elite, was die Darstellung politischer Gegner beeinflusste.

        Quellenkritik: Der Umgang mit Quellen war oft unkritisch; Nachrichten wurden tradiert, ohne sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

        Zusammenfassend lässt sich sagen, dass antike Geschichtsschreibung wertvolle Informationen liefert, aber keine Tatsachenberichte im modernen Sinne ist. Die Glaubwürdigkeit muss für jeden Autor und jedes Ereignis kritisch geprüft werden, wobei die Trennung zwischen Wahrheit und fiktionaler Ausschmückung oft fließend ist.
        (Ende Zitat)

        Überlege selbst mal kritisch, was das denn erst für ein Glaubenswerk bedeutet.

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