Trost gehört zu den großen Themen der Bibel und ist ein wesentlicher Auftrag der Gemeinde Jesu. Der Heilige Geist spielt dabei eine zentrale Rolle.
Von Swen Schönheit
Als Jesus beim letzten Abendmahl von seinen Jüngern Abschied nimmt, hat er eine Gruppe zutiefst verunsicherter Männer vor sich. „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst!“ – und „Was meint er, wenn er zu uns sagt: […] Ich gehe zum Vater?“ (Joh 14,5; 16,17). Offenbar haben die Schüler von Jesus jegliche Perspektive verloren. Sein bevorstehendes Leiden verängstigt und lähmt sie.
Doch der Meister öffnet vor ihnen einen neuen Horizont: „Es ist besser für euch, wenn ich gehe. Sonst käme der Helfer nicht, der an meiner Stelle für euch da sein wird. Wenn ich nicht mehr bei euch bin, werde ich ihn zu euch senden“ (Joh 16,7 HFA). Mit dem Kommen des Heiligen Geistes schlägt der Gott der Bibel ein neues Kapitel auf: Sein Sohn, der „Gott-mit-uns“ (Immanuel) kommt den Menschen so nahe, dass er künftig in ihnen „wohnen“ will (Mt 1,23; 28,20; Joh 14,23).
Vom Heiligen Geist verspricht Jesus seinen Jüngern: Er wird „für immer bei euch bleiben“ und er wird „in euch sein.“ Erst im „Geist-Modus“ kann der Mensch gewordene Gottessohn den Menschen zusagen: „Ich komme zu euch“ (Joh 14,16-18) – bleibend, zu jeder Zeit, an jedem Ort und unter allen Umständen!
Der Stellvertreter Christi
Als Jesus seinen Jüngern das Kommen des Geistes ankündigt, gebraucht er einen eigentümlichen Namen. Gleich viermal finden wir in seiner Abschiedsrede die griechische Bezeichnung parakletos, wörtlich „der Herbeigerufene“. Man kann auch übersetzen: „Tröster, Beistand, Helfer, Ratgeber, Fürsprecher“ (Joh 14,16.26; 15,26; 16,7). Als Berufsbezeichnung ist der Parakletos ein Anwalt, ein Rechtsbeistand. Wenn Jesus von einem „anderen Helfer“ spricht, bedeutet dies: Der Geist wird euch nicht fremd sein, er ist von derselben Art wie ich selbst (vgl. 1 Joh 2,1).
„So könnte man sagen, dass der Heilige Geist für den einzelnen Glaubenden der Stellvertreter Christi ist, in dem Christus selbst gegenwärtig ist.“ (Elberfelder Studienbibel mit Sprachschlüssel (2005), Wuppertal: R.Brockhaus, 2224.) Paulus erlebte diese neue Existenzweise und erinnerte die Gemeinden daran, dass „Christus in euch ist“, weil „wirklich der Geist Gottes in euch wohnt“ (Röm 8,9-11). Der Heilige Geist trägt in sich alle Wesensmerkmale Gottes, denn er ist selbst Gott. Aber dies scheint sein herausragender Titel, sein „Beruf“ zu sein: Tröster, Beistand, Ratgeber.
Trost in der Gemeinde
Seit die Gemeinde unterwegs ist und wächst, zieht sich durch ihre Geschichte eine Spur der „Tröstung“ hindurch. Bereits die ersten Zeugen bekannten sich zu Jesus als Messias und Herr unter dem Einsatz ihres Lebens. Zeichen und Wunder, Verfolgung und Martyrium lagen oft dicht beieinander – wie auch heute in vielen Ländern der Erde.
Doch Lukas weiß von den Gemeinden „in ganz Judäa und Galiläa und Samaria“ zu berichten, dass sie furchtlos ihren Weg gingen und „durch den Beistand des Heiligen Geistes“ wuchsen (Apg 9,31). Das griechische Stichwort paraklesis („Beistand, Zuspruch“) war also ein Qualitätsmerkmal der frühen Christenheit (Apg 13,15; 15,31).
Für uns heißt das: Gemeinde wird nur in dem Maß heilende Gemeinschaft sein und seelsorgerliche Kompetenz entwickeln, wie sie dem Wirken des Heiligen Geistes in ihrer Mitte Raum gibt.
Seit die Gemeinde unterwegs ist und wächst, zieht sich durch ihre Geschichte eine Spur der „Tröstung“ hindurch.
„Ich bin es, der euch tröstet!“
Die Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel, aber auch die Lebensbilder der Bibel geben uns eine Vorstellung davon, was „Trost“ in der Tiefe bedeutet. Als Israel durch sein Exil in Babylon einen historischen Tiefpunkt erlebt, sprechen die Propheten Mut zu: „Tröstet, ja, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet zum Herzen Jerusalems. Sagt ihm, dass seine Leidenszeit vorüber ist und dass seine Sünden bezahlt wurden.“ Wo Gottes Volk nur Mauern vor sich sieht, öffnet Gott neue Wege – buchstäblich „durch die Wüste“ (Jes 40,1-3 NLB). Gottes Trost ist Ausdruck seines Erbarmens, über sein geliebtes Volk und sogar über die „Trümmerstätten Jerusalems“ (Jes 49,13; 52,9). „Ich, ich bin es, der euch tröstet“ (Jes 51,12).
Gottes Geschichte mit seinem Bundesvolk zeigt uns exemplarisch, welche Tiefe an Trost er für uns Menschen, für Familien, Gemeinden und ganze Nationen bereithält: Er vergibt und rechnet unsere Schuld nicht an. Er schenkt Neuanfänge, souverän und ohne Vorleistung. Trost heißt manchmal aber auch: Es kommt am Ende anders – doch es wird alles gut.
Dies erlebte vor allem Jakob am Ende einer dramatischen und durchaus tragischen Familiengeschichte: „Gott, der mein Hirt war mein Leben lang, […] hat es zum Guten gewendet“ (Gen 48,15; 50,20). Gottes Trost geht so weit, dass er Emotionen heilen und von der Last der Erinnerungen befreien kann. Wenn sein heilendes Licht berührt, weichen die Schatten der Vergangenheit. „Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen“, betet König Hiskia, „denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück“ (Jes 38,17 LUT).
In seinem Trost begegnet Gott seinem Volk geradezu mütterlich: „Wie einen seine Mutter tröstet, so werde ich euch trösten, und getröstet werdet ihr in Jerusalem“ (Jes 66,13). Damit sind wir wieder dem Heiligen Geist nahe. Übrigens ist das Wort für „Geist“ (ruach: Wind, Hauch, Atem) in der hebräischen Sprache ebenfalls weiblich. Der Heilige Geist trägt alle Wesenszüge Gottes, des Vaters und des Sohnes in sich. Und er trägt sie in unser Leben hinein!
Trost ist nicht alles!
Schauen wir uns nun genauer das griechische Wort paraklesis an, von dem der Heilige Geist seinen „Titel“ hat (parakletos). Das entsprechende Verb parakaleo bedeutet zunächst „herbeirufen, an die Seite rufen“. Die griechische Übersetzung des Alten Testaments (Septuaginta) übersetzt damit das hebräische Wort für „trösten“. Im klassischen Griechisch außerhalb der Bibel jedoch bedeutet parakaleo durchweg „bitten“ und „ermahnen“. Vielleicht ist dies kein Zufall, sondern „Ausdruck für die auf dem Hellenismus lastende Trostlosigkeit“ und andererseits für einen Trost, wie ihn nur die Bibel kennt. (Coenen, L. (Hrsg.) (1977): Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament, Wuppertal: R.Brockhaus, Band 1, 274-276.)
Parakaleo kommt im Neuen Testament über 100-mal vor und hat vielfältige Bedeutungen: „aufrufen, auffordern, bitten, trösten“ (Lk 3,18; 7,4; 8,31; 15,28; 16,25). Paulus verwendet das Verb häufig in seinen Briefen: „Ich ermahne euch nun …“ (Röm 12,1; 15,30; 16,17). Man könnte genauso gut übersetzen: „Ich ermutige euch …“ Im Blick auf die Bedeutung prophetischer Rede in der Gemeinde wird dieser aufbauende Aspekt besonders deutlich (1 Kor 14,3.31). Bei seiner Auflistung der Charismen erwähnt Paulus die paraklesis als geistliche Gabe (Röm 12,8). Die Übersetzungsvarianten reichen von „Ermahnung“ über „Ermutigung“ bis zu „Tröstung“.
Vielleicht würde Paulus heute einfach von „Seelsorge“ sprechen. Dabei dürfen wir unser menschliches Bedürfnis zu trösten nicht davon abkoppeln, dass Korrektur gesucht und Umkehr vollzogen wird. Das Alte Testament erinnert uns daran, dass es ohne Anerkennung von Gottes Gerechtigkeit keine Vergebung und Versöhnung gibt. Gnade und Gericht sind die zwei Seiten derselben Medaille: Wenn Gott richtet, will er aufrichten, zurechtbringen und Neuanfänge schenken.
Der Heilige Geist vermittelt all das: „Wenn er kommt, wird er die Welt überführen und aufdecken, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist“ (Joh 16,8). Das ist ganzheitliche Seelsorge! „Die ungeschminkte Sicht der Wirklichkeit ist Voraussetzung für ein Leben in der Freiheit der Kinder Gottes“ (Peter Zimmerling). (Zimmerling, P. (2022): Hirte, Meister, Freund. Überrascht von der Seelsorge Jesu, Gießen: Brunnen, 13-14.) Damit Seelsorge in der Kraft des Geistes geschehen kann, braucht es entsprechende Gabenträger, die sich in unseren Gemeinden mit der Bereitschaft zur Verfügung stellen, anderen zu dienen.
Echter Trost in tiefer Bedrängnis
Nach dem ersten Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth war offenbar noch ein weiterer Brief fällig. Der zweite Korintherbrief steckt voller Spannungen und Klärungsbedarf durch den Apostel. Dabei wird Paulus sehr transparent und öffnet gleichsam sein Tagebuch: Verfolgung, Haft und Misshandlungen begleiteten seinen Dienst der Verkündigung. In keinem anderen Brief ist so häufig von „Druck, Bedrängnis“ (griechisch thlipsis) die Rede wie hier (2 Kor 6,4). Jesus hatte dies seinen Jüngern angekündigt: „In der Welt werdet ihr hart bedrängt (Luther: „habt ihr Angst“). Doch ihr braucht euch nicht zu fürchten: Ich habe die Welt besiegt“ (Joh 16,33 NGÜ).
Roland Werner zeichnet den Weg der Christen im Römischen Reich nach und belegt anhand von zahlreichen Originaltexten, worin die Faszination der frühen Christen lag. Es war nicht nur ihr alternativer Lebensstil und ihre spürbare Liebe, klare Überzeugungen und konsequente Ethik. Auch „die Verfolgungswellen der ersten drei Jahrhunderte, die auf der einen Seite immer großes Leid, Verängstigung und Abschreckung mit sich brachten“, konnten „dennoch die frühchristliche Bewegung nicht auf Dauer stoppen.“ (Werner, R. (2025): Faszination frühe Christen und ihre Strahlkraft für unsere Zeit, Basel: Fontis, 183.) So bezeugten die frühen Kirchenväter ihren Verfolgern, dass selbst Folter und Hinrichtung „eher ein Verbreitungsmittel unserer Gemeinschaft“ werden (Tertullian). „Die Christen nehmen, wenn sie mit dem Tode bestraft werden, von Tag zu Tag zu“ (Brief an Diognet). (Ebd., 46, 184.)
Genau diese übernatürliche Erfahrung finden wir bei Paulus: „Ganz getröstet bin ich und voll überschäumender Freude in all unserer Bedrängnis.“ Er empfand sogar einen verborgenen Segen unter der „Last unserer jetzigen Bedrängnis“, denn sie „bringt uns eine … unendliche Fülle an Herrlichkeit“ (2 Kor 7,4; 4,17)! Der Schlüsselbegriff paraklesis findet sich bei Paulus rund 20-mal, davon zur Hälfte im 2. Korintherbrief. So wurde ausgerechnet dieser Konflikt-Brief zu einem Trost-Brief. Man spürt in ihm den Windhauch des Geistes, des „Trösters“, und Paulus eröffnet ihn mit einem geradezu überschwänglichen Intro:
„Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes. Er tröstet uns in all unserer Bedrängnis, so dass auch wir andere in all ihrer Bedrängnis zu trösten vermögen mit dem Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. Denn wie wir überschüttet werden mit dem Leiden Christi, so werden wir durch Christus auch überschüttet mit Trost“ (2 Kor 1,3-5).
Wo brauchen wir heute Trost?
In den 38 Jahren meines Dienstes als Pfarrer bin ich immer wieder Menschen begegnet, die ungetröstete Anteile in ihrer Biografie hatten, oder die einfach nur bedürftig waren nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe. Dann waren da ungezählte Gespräche anlässlich von Beerdigungen, in denen ich der Kriegsgeneration begegnete: Menschen hatten als Kinder Bombennächte oder Flucht erlebt, Frauen wurden vergewaltigt, Männern kamen körperlich versehrt und emotional verstört aus dem Krieg zurück.
Heute erleben wir eine junge Generation, die zu seelischer Instabilität neigt. Corona ließ ungetröstete Menschen zurück. Die Weltnachrichten sind einfach zu viel, und die Seele erträgt den permanenten Krisenmodus nicht mehr. Nicht weit entfernt von uns toben Kriege, die nicht nur Trümmerlandschaften, sondern auch einen gewaltigen Bedarf an Trost bei den Menschen hinterlassen.
Dann sind leider allzu viele Gemeinden mit sich nicht „rund“: Machtkämpfe, missbräuchliche Strukturen, ethische Konflikte, all das zehrt an der Substanz. Ungetröstete Gemeinden verlieren ihren Glanz und die Ausstrahlungskraft, von der Jesus sprach (vgl. Mt 5,13-16).
Ungetröstete Gemeinden verlieren ihren Glanz und die Ausstrahlungskraft, von der Jesus sprach.
Komm, Heiliger Geist
Heil und Heilung werden in unserer Gesellschaft eher von Coaching oder Therapie erwartet als von Seelsorge oder gar im Beichtstuhl. Doch genau dieses Bedürfnis nach Trost und Beratung meinte Jesus mit der Verheißung: Ich sende euch den Heiligen Geist: „Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Joh 14,26). Und Paulus lehrt über den Geist: Er „ergründet alles, auch die Tiefen Gottes. […] Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott kommt, damit wir verstehen, was uns von Gott geschenkt worden ist“ (1 Kor 2,10-12).
Der Geist ist der große Kommunikator zwischen Gott und Menschen, aber auch der Sprachhelfer im Blick auf das Innenleben (vgl. Röm 8,26). Darum dürfen wir den Heiligen Geist in jeder Lebenslage anrufen (parakaleo: „herbeirufen“): Komm, Heiliger Geist, erfülle uns neu! Komm mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe! Wärme uns, heile uns, tröste uns, reinige uns … und berühre besonders diesen Bereich, diese Erinnerung, diese Wunde aus der Vergangenheit …!
Der Dienst des Tröstens ist gerade in unserer Zeit gefragt. Es ist ein kostbarer Dienst, weil in ihm der „Tröster“, Gottes Heiliger Geist wirksam ist. Und er steht unter der großartigen Verheißung: „Ihre Trauer werde ich in Freude verwandeln, und ich werde sie trösten und glücklich machen, frei von ihrem Kummer“ (Jer 31,13).
Swen Schönheit ist Pfarrer i. R. (Berlin-Reinickendorf) und Vorsitzender der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung Deutschland (GGE).
Bibelverse sind, wenn nicht anders angegeben, nach der Zürcher Bibel (2007).

Dieser Artikel ist in der Zeitschrift P&S, Magazin für Psychotherapie und Seelsorge erschienen. P&S ist Teil des SCM Bundes-Verlags, zu dem auch Jesus.de gehört.

Interessant finde ich, dass es mehrere Verständnisse zum heiligen Geist gibt.
Im jüdischen, wo dieser Begriff herkommt, meint es eine niedere (nicht negativ gemeint) Form der Prophetie.
Hier im Text ist es die Verbindung zu Gott.
Mir am nächsten ist die Bedeutung als Verbindung zwischen Menschen im Glauben.
Mich hat dieser Tröster erreicht!
In seinem Unterfangen, in mir etwas auszulösen, dem ich auch dann gewachsen bin, wenn es das übliche Maß überschreitet, das heißt, im Menschen ist etwas angesiedelt, dem sich der Geist anvertrauen will, sodass an ihm wachsen kann, wer dieses Vertrauen auslöst. Dafür danke ich weder Gott noch Jesus, denn es waren Menschen, Priester sowie Eltern von Söhnen und Töchtern, die mich mit ihrer ganzen Würde an Jesus erinnerten. Sie brachten sich ein, enthaltsam und ohne Forderungen an mein Leben, dem sie einzig hofften gewachsen zu sein. Mit Festen, die von einer Liebe zeugen, an der sich insbesonder Kinder erfreuen können, sodass in ihren Augen bereits leuchtet, was uns Erwachsenen bereits wieder unwirklich erscheint. Es ist ein Mensch geboren, ein Mensch, dessen Tod nicht das letzte Wort hatte, ganz im Gegenteil, nahm Gott dem Tod von Jesus seine Endgültigkeit, indem er dafür Namen einsetzt, die seine Geschichte erzählen und damit fortführen woran ihr Leben zu wachsen begann. Ein rein geistlicher Akt, der auf die Besinnung zurückzuführen ist, die sich aus dem Tod eines über Alles geliebten Menschen ergibt, indem Liebe an dem wächst, ohne den sie auf keinen Fall sein will. Was wir als Menschen verkörpern, das ist sein Verdienst, denn in uns will etwas an jemandem erwachsen, den es auf der einen Seite über alles liebt und auf der anderen Seite noch gar nicht kennt. Zwischen diesen beiden Seiten steht Jesus, der in uns eint, was seine Geburt mit sich brachte, indem er die Angst vor seinem Tod ihrem Vater hinterlassen hat.
Das Leben ist die einzige Frage, die nach dem Tod von Jesus bleibt! Darin enthalten sind alle Fragen der Menschheit nach Gott, der sie bereits mit seinem Sohn beantwortet hat. Was uns Menschen bleibt, das ist die Gestaltung eines Lebensraumes, der unter unseren Händen seine Erfüllung finden kann.
Jeder ist unsere Hausaufgabe der Liebe
„Der HEILIGE GEIST hat die Bedeutung eines „Herbeigerufenen“. Man kann auch übersetzen: „Tröster, Beistand, Helfer, Ratgeber, Fürsprecher“ (Joh 14,16.26; 15,26; 16,7). Als Berufsbezeichnung ist der „Parakletos“ ein Anwalt, der Rechtsbeistand. Wenn Jesus von einem „anderen Helfer“ spricht, bedeutet dies: Der Geist wird euch nicht fremd sein, er ist von derselben Art wie ich selbst (vgl. 1 Joh 2,1″!. Da hat der Verfasser Swen Schönheit hier ins Schwarze getroffen. Ich habe zwar mit der Trinität so meine Probleme, aber dies liegt eher nicht im Inhalt, sondern in seiner tiefmittelalterlichen Formulierung. Der Heilige Geist ist der Geist Gottes wie auch jener von Jesus Christus, der eingesetzt und erhöht ist zum Neuen Adam, der neuen menschlichen Abbildung von Gottes Liebe. Es gibt strenggenommen keine drei Personen, die an einem himmlischen Tisch sitzen, sondern nur drei Aspekte eines unendlichen Schöpfers.. Unser Glaube ist nicht welterklärend, aber fasst Gottes- und Nächstenliebe als Grundfundament zusammen.
Der Geist tröstet wirklich. Auch gegen FALSCHE alte oder neue Sichtweisen der Welt. Diese sind legitim, weil Gott uns erlaubt frei zu sein zu allem Guten, zu allem Bösen, zu jeglicher Interpretation unserer Existenz, mit (quasi) logischen Argumenten. Wäre der Himmlische Vater böser Tyrann, vergleichbar Tyrannen und Regimen mit Zensur, würde er uns den Strom unserer Gedanken einfach abstellen. Wie Geheimdienste mit den sehr
geschwärzten Dokumenten. Eben aber habe auch ein wunderbares Buch gelesen, dabei literarische Gedanken auf mich wirken lassen, diese zu reflektieren und dann zu verwerfen, (oder persönlich anzunehmen). Da wird die Geschichte des Sapiens, des Menschen, wunderbar erklärt, seit wir Sammler und gelegentlich Jäger waren, damals (vielleicht) fast im Paradies und unsere Geschichte von Gottes Kindern und Erdbürger/innen bis zum jetzigen Beginn unserer „Virtuellen Revolution“. So sehr der Autor bewundert werden darf, so ist doch von der ersten Seite sehr deutlich, dass er diese Geschichte ohne jeden Gott denkt, der nur ein Mythos ist und eine Erfindung der Evolution. Da Religion und auch alle möglichen positiven Sichtweisen nur unserem Gehirn und inneren Antrieben zu verdanken seien. Also Glaube lediglich als gutes Schmiermittel zwischen menschlichen Gruppierungen wie Völkern, Regierungen, Gemeinschaften und Familien dient. Mit meinen Worten: Religion müsste erfunden werden, wenn es sie nicht gäbe. Alle Ethik, Moral, Menschenrechte und Demokratie sind nicht wirklich vorhanden, unsere eigenen unfertigen Gedanken auch keinerlei Realitäten, und nicht jene von Gott. Es hat natürlich niemand die Welt und damit das Universum erschaffen. An anderer Stelle schrieb da einer der Wortkünstlers der Literatur, die Seele eines solchen auferstehenden Mensch würde dabei nur völlig verzweifelt nach Jesus rufen, ihn nirgendwo auf Erden oder im Universum antreffen, sondern nur die leere Kälte zwischen den Sternen. Es gäbe keinen Trost. So ähnlich wie es der Apostel Paulus sagte, wäre es wenn es Gott nicht gäbe und dann Jesus nicht gekommen und auferstanden ist. Aber es ist geradezu stets umgekehrt: Gott hatte alle Unendlichkeit erschaffen, er ist in allen Dingen und alle Dinge sind in ihm. Er ist unendlich weit weg, doch ganz nah als Schatten über meiner rechten Hand. Und er wohnt gerne in meiner Seele, also spürbar wie der beste Vater und die liebste Mutter und es fühlt sich auch wunderbar an. Es ist nicht wie für Nihilisten, Atheisten und Positivisten alles nur Aberglaube, wenn Gott völlige Liebe ist und damit pures Gegenteil unseres gefühlten Haifischbeckens dieser Welt. Der Heilige Geist tröstet mich immer, deshalb kann ich auch alle Bücher überzeugter Nichtreligiöser lesen. Um es hier aber deutlich zu sagen: Nach meiner festen Überzeugung ist jeder Mensch von Gott unendlich geliebt. Daher darf ich von niemanden schlechter denken als es der Himmel tut. Nach einem (einfachen Volks-?)Glauben ist Jesus in 3 Tagen seines Todes hinabgestiegen in dieses Reich des Todes, um auch den (dort wie im eigenen Gefängnis sitzenden) Menschen zu predigen. Gott ist jeden Tag als Heiliger Geist und Jesus auf der Suche nach dem Verlorenen Schaf. Weil alle Menschen Gottes Geschöpfe bleiben, er alle unendlich liebt, ist jeder Zeitgenossen unsere größte Hausaufgabe.