Die knapp eine Million konfirmierten Mitglieder der badischen Landeskirche erhalten in den kommenden Monaten regelmäßig Post aus dem Oberkirchenrat. Das Ziel sei eine Stärkung der Mitgliederbindung, so Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und Synodalpräsident Axel Wermke in einer Pressekonferenz.

Bis zur Kirchenwahl am 1. Advent soll es insgesamt dreimal „Kirchenpost“ geben: Zunächst am 1. Oktober eine Postkarte, anschließend einen Brief und im November schließlich die Briefwahlunterlagen. Texte und Bilder seien auf vier Altersgruppen abgestimmt. Postkarte und Briefe griffen jeweils Themen auf, „die in den unterschiedlichen Lebensphasen Bedeutung haben.“

Landesbischof Cornelius-Bundschuh rief zu einem Perspektivwechsel auf: Weg vom „Erschrecken über die Kirchenaustritte“ hin zum „Aufbruch in die kleinen Schritte, die den Glauben ins Leben ziehen und in das Vertrauen in die Zukunft Gottes“. Einerseits gelte es, „das Ausmaß der Ferne zu vielen Menschen, sorgfältig, nüchtern und realistisch wahrzunehmen“. Zugleich dürfe man sich nicht von Prognosen gefangennehmen lassen. Kirche dürfe sich nicht zurückziehen, sondern müsse deutlich machen, „wie hilfreich und befreiend der christliche Glaube für unsere Gesellschaft ist.“

Kirche lebt vom Engagement der Ehrenamtlichen

Die Kirchenwahl am 1. Dezember sei eine gute Gelegenheit für die Kirche, die Bindung ihrer Mitglieder zu stärken, erklärte Synodalpräsident Axel Wermke. „Kirchenwahl macht deutlich, dass unsere Kirche nicht nur aus den hauptamtlich tätigen Pfarrerinnen und Pfarrer besteht, sondern vom Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die sich und ihre Talente einbringen.“ Bei der anstehenden Wahl können erstmals auch 16-Jährige in die Gremien gewählt werden.

Neben der „Kirchenpost“ gibt es auf regionaler und lokaler Ebene mehrere Pilotprojekte zur Mitgliederbindung. So werden zum Beispiel in der Südlichen Kurpfalz Zugezogene mit einem Brotbeutel, Gutscheinen für Brot und Salz und den Kontaktdaten der kirchlichen Einrichtungen vor Ort begrüßt.

Link: Kirchenwahlen

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Wieviel Kritik an Israel ist erlaubt, vom März 2019.
    Hallo Sabine,
    die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag ist geschlossen. Hier meine verspätete Antwort auf Ihre Frage:
    Israel stiehlt einem Volk, den Palästinensern, sein Land. Getrieben von Gier und/oder religiösem Fanatismus und/oder politischer Unbelehrbarkeit. Das ist jammerschade und unheimlich schwer zu verstehen, wenn man bedenkt, was viele Bewohner Israels an Erbarmungslosigkeit hinter sich haben.
    In Israel ist es anstrengend zu leben: der internationale Druck, die Angst vor Gewalt, die Hetzreden der Religiösen, bis zu sechzig Prozent Steuern an den Staat, die Militarisierung der Gesellschaft, die vielen harten Gesichter, die nur Feinde wahrnehmen, nur noch auf Rache und Vergeltung pochen.
    Man kann nicht „die Juden“ lieben, auch nicht die „Araber“, ja, „die Deutschen“ auch nicht. Man kann Einzelne lieben, das geht. Mit einem wachen Herz. Aber man kann viele andere respektieren. Immerhin es versuchen, beharrlich und entschieden.
    Herzlich, Dieter.

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