Klaus Gerth: Amazing Grace

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Die Biografie „Amazing Grace“ von Klaus Gerth liest sich teilweise wie ein „Märchen“. Er selbst spricht von „erstaunlicher Gnade“, die ihm zuteilwurde. Unglaublich, wie er sich entwickelt hat: Vom verletzten, einsamen Jungen der Nachkriegszeit zum erfolgreichen Topmanager, der die Welt erobert, dem alles zu Füßen liegt. Aber der auch erleben muss, wie seine Ehe zerbricht. Weil der Erfolg nicht nur seinen Preis hat, sondern auch dazu verführen kann,  falsche Prioritäten zu setzen.

Klaus lernt in dieser tubulenten Zeit seine heutige Frau kennen. Gemeinsam machen sie sich auf die spirituelle Suche nach Gott und der Wahrheit. Faszinierend, wie beide allein durch das Lesen der Bibel die Wahrheit erkennen und Gott nachfolgen, wobei sie anfangs glauben, die einzigen Christen zu sein. Ihre Suche nach anderen Christen, ihre Erlebnisse, ihr Durchhaltevermögen, ihre Begeisterung dabei sind faszinierend.

Die totale Abkehr von der steilen Karriere als Topmanager zum Geschäftsführer eines hochverschuldeten christlichen Verlags lässt einem den Atem stocken. Seine Kämpfe, Erfolge, Mißerfolge, das manchmal von anderen Unverstandensein, all das musste durchlebt und durchlitten werden. Er erlebt Wunder und das Eingreifen Gottes in vielen brenzlichen Situationen. Irgendwann kommt eine tiefe Glaubenskrise, das Familienleben bröckelt – im Leben von Klaus Gerth ist von allem etwas zu finden.

Und – am Ende seines Arbeitslebens angekommen hat Gott noch eine besondere Überraschung für ihn. Er genießt sein Dasein als Rentner, bis er erneut eine Entscheidung mit weitreichenden Veränderungen trifft. Er lässt alles hinter sich und zieht in die USA. Hier darf er erleben, wie seine Tochter mit der ganzen Familie zu Gott findet – und Gott ihm nochmals eine neue Aufgabe schenkt.

Von Christa Keip

Verlag: fontis - Brunnen Basel
ISBN: 978-3-03848-125-6
Seitenzahl: 252
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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