Leitplanke
Bild von pixabay.com / Coernl

Lebensfragen sind Lebensbegleiter, finden Nils und Tom Laengner. Sie lassen sich nicht mal eben bei einer Tasse Kaffee beantworten. Aber wer sich auf die Suche nach Antworten macht, wird Freiheit und neue Möglichkeiten erleben.

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Und so haben sie in ihrem Buch „UNTERWEGS. 52 Impulse für Alltagsreisende und Lebensbeweger“ viele Fragen gestellt und Gedankensplitter aufgeschrieben. In dieser Woche stellen wir fünf Lebensfragen daraus vor.

Frage 3:

Was sind meine Leitplanken?

Im Gebirge sind sie zu finden. Und an Autobahnen zieren sie die Ränder. Leitplanken sind aus Stahl und allen bekannt, die schon einmal länger auf europäischen Straßen unterwegs waren.

Was war die Idee hinter diesen Planken? Aus Sicht des Fahrers entsteht so ein berechenbares und optisch gut erkennbares Hindernis. Im Falle eines Unfalles bildet das Geländer aus Metall eine Sperre. Es schützt Fahrer und Fahrzeug vor schwererem Schaden.  Von einer Leitplanke gestoppt zu werden ist eben besser als in einen Abgrund zu stürzen.

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In mein Leben lasse ich mir ehrlich gesagt nicht ganz so gerne reinreden. Allerdings bin ich auch froh, dass ich nicht alle meine wirschen Ideen in die Tat umgesetzt habe. Leitplanken des Lebens haben unterschiedliche Gestalt. „Du sollst nicht morden“, ist beispielsweise eine meiner Leitplanken. Das scheint nicht sehr originell zu sein. Klingt ja auch recht schlicht! Doch obwohl dieser Gedanke bereits paar tausend Jahre alt ist, muss er so überzeugend gewesen sein, dass er seinen Weg aus den Zehn Geboten in die deutsche Gesetzgebung gefunden hat.

Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass Leitplanken kein Korsett gegen die freie Entfaltung menschlicher Kreativität sind. Sie sind als Schutz gedacht. Außerhalb ihrer Grenzen haben es sich Tod und Zerstörung gemütlich gemacht. Dort tanzt das Leben nicht mehr.

Als Mensch setze ich mir meine Leitplanken in der Regel selbst. Ich habe die Wahl: zum Beispiel zwischen höher-schneller-weiter und glauben-hoffen-lieben.

Die Frage bleibt: Was sind meine Leitplanken?


Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „UNTERWEGS. 52 Impulse für Alltagsreisende und Lebensbeweger“ von Tom und Nils Laengner – illustriert mit vielen starken Reportagefotos, zum großen Teil aus der Radfahrwelt.
Der Titel ist im SCM Verlag erschienen. Der SCM Verlag ist Teil der SCM-Verlagsgruppe, zu der auch Jesus.de gehört.

 

Frage 1: Hab ich es drauf?

Frage 2: Was würde ich vermissen, wenn es weg wäre?

Frage 3: Was sind meine Leitplanken?

Frage 4: Wer ist eigentlich mein Trainer?

Frage 5: Wie halte ich mein Leben instand?

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Meine Leitplanke ist Jesus Christus

    ich meine allerdings, daß das Gebot nicht zu töten sich nicht darauf reduzieren lässt, nicht zu morden. Denn dann gibt es den gerechten Krieg, den in der Regel jede Seite für sich beansprucht. Auch der ganz normale (Nichtatom-)Krieg ist das absolute Grauen. Irgendwelche Regeln wie das Völkerrecht, das den Krieg regulieren soll, versagen zumeist kläglich. ich lese nicht, dass jemand die beiden Atombomben, die 1945 auf die Zivilbevölkerung in Japan abgeworfen wurden, wirklich offiziell beklagt und offen kritisiert . Margot Käsmann sagt zurecht in ihren Vorträgen, daß die 10 Gebote in jedem Krieg immer
    (automatisch) ausser Kraft gesetzt sind. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat nach 1945 sehr nachdrücklich ihr Bekenntnis geäußert, dass jeder Krieg gegen den Willen Gottes ist. In meinen sehr weit zurückliegenden Tagen meines Bundeswehrdienstes (Wehrpflicht) wurde uns gesagt, wir hätten im Krieg in den Busch zu schießen, in dem jemand furchtbar stöhnt uind jammert: Denn wer das nicht tue, sei vielleicht zuerst tot. Ich schreibe so, weil dies leider die Logik des Krieges ist, sieht man von Atomkriegen ab, wo sich diese Gedanken erübrigen. Obwohl ich nach meiner Wehrdienstzeit endlich als Wehrdienstverweigerer anerkannt wurde, habe ich dort beim Bund tolle Leute getroffen, eher sogar bei den Vorgesetzten mehr als bei den Kameraden. Ich will also fair sein. Die Jesusfreunde in der Urgemeinde, wenn sie Römische Soldaten waren, warfen wirklich ihre Waffen weg. Das änderte sich schnell, als der Glaube an die Liebe Gottes Staatsreligion wurde. Was will ich sagen: Jesus Christus ist meine Leitplanke, weil er mich mit meinem Unvermögen, meinem häufig fehlenden Vertrauen, aller Lieblosigkeit und mit meinem inneren Abgrund trägt und ich wegen der Vergebung am Kreuz von der Schuld meiner Sünde freigesprochen bin. Ich kann also nur in die geöffneten Hände Gottes fallen. Eine größere innere Freiheit, Freude und Dankbarkeit kann es nicht geben – auch wenn sie mir bisweilen abhanden kommt. Aber da schließt sich der Kreis. Selbstverständlich sind die 10 Gebote wichtig gegenüber all dem, was man nicht tun sollte und doch permanent praktiziert. Wir können, wenn unseres Gottesbeziehung Dankbarkeit erzeugt, an unserer Verbesserung arbeiten. Am besten ist es dabei, zuerst immer den Balken aus dem eigenen Auge zu ziehen, als den Splitter im Auge des Mitmenschen schon vorschnell zu kritisieren. Der Glaube an die ganz andere Sichtweise Gottes, die uns Jesus zeigt, hat mE wenig mit Moral zu tun, eher aber mit Ethik und ganz viel mit Liebe für Gott, den Mitmenschen – und was häufig vergessen wird auch die Einsicht sich selbst lieben zu dürfen und zu müssen. Griesgrämige sowie moralisierende Christinnen und Christen, die zum Lachen in den Keller gehen, sind keine Reklame dafür, daß wir alle Mitarbeiter am Reich Gottes sind. Es ist in uns. Um die Ehre der Bundeswehr zu retten würde ich vorschlagen, sie konsequent als Polizei umzuorganisieren. Noch mehr als die Polizei benötigen wir weltweit Entwicklungshilfe bzw. soziale Arbeit. Afghanistan beweist, daß fast alle heutigen Konflikte auch mit Gewalt nicht zu lösen sind. Jeder erschossene Mensch verstärkt den Hass und jeder Hass gehört zum Gegenmodell gegen Jesus.

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