Nicht nur beim Auto, auch im Leben muss der Motor llaufen
SCM Bundes-Verlag / GettyImages

Lebensfragen sind Lebensbegleiter, finden Nils und Tom Laengner. Sie lassen sich nicht mal eben bei einer Tasse Kaffee beantworten. Aber wer sich auf die Suche nach Antworten macht, wird Freiheit und neue Möglichkeiten erleben.

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Und so haben sie in ihrem Buch „UNTERWEGS. 52 Impulse für Alltagsreisende und Lebensbeweger“ viele Fragen gestellt und Gedankensplitter aufgeschrieben. In dieser Woche haben wir fünf Lebensfragen daraus vorgestellt. Die letzte Frage lautet:

Frage 5:

Wie halte ich mein Leben instand?

In Ruanda gibt es Unmengen von meist jungen Männern, die mit dem Lastenrad unterwegs sind. Im Land der tausend Hügel ist das mehr als eine sportliche Herausforderung. Die Jungs kämpfen auf dem Rad um ihren Lebensunterhalt.

Feuerholz, Bananen, Touristen und Möbel werden für kleines Geld in Bewegung gesetzt. Da werden nicht nur Sehnen und Muskeln äußerster Belastung ausgesetzt. Auch das Material wird müde und matt. So versteht es sich von selbst, dass die Fahrer ihre Räder instand halten so gut es eben geht. Was sie alleine nicht hinbekommen, übernimmt ein Mechaniker.  Eine Bremsbacke erneuert sich gewöhnlich nicht allein durch leidenschaftliche Gebete. Und auch Absichtserklärungen reichen nicht aus. Sie bringen schließlich kein Schmierfett auf die Kette. Nicht einmal ein kleines bisschen.

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Wir kennen das. Deshalb gönnen wir unseren Autos eine freundliche Inspektion und unserem Rechner eine leistungsstärkere Grafikkarte. Es ist wie in Ostafrika. Für gute Wünsche, religiöse Übungen oder den guten Willen gibt es bei keinem TÜV eine Plakette. Konkretes und gezieltes Handeln hilft.

Wenn es um Beziehungen zu anderen Menschen geht, verhalte ich mich oft anders. Versprechungen stehen hoch im Kurs. Ab morgen wird alles anders und ich werde mich ändern. Auch im Umgang mit mir selbst bringe ich wenig Konkretes auf den Plan. Da sollen sich die Dinge von selbst einrenken. Dann beruhige ich mich damit, es mal so stehen zu lassen und zu denken, dass es schon wieder wird. Riecht doch schwer nach Selbstbetrug, nicht wahr?

Mit dem Satz „Ich bin nun mal so!“ lenke ich noch mehr von meiner Verantwortung ab. Der klingt nur kurz recht kernig. Man fragt sich unweigerlich, wie die Person denn wohl ist. Langweilig, launisch und leichtgläubig?

Weder mich noch irgendeinen anderen Menschen kann man online neu bestellen. Das macht die Pflege und Instandhaltung umso wichtiger. Eigentlich.

Mir geht es nicht um Selbstoptimierung, damit ich im Hamsterrad besser funktioniere und meiner Firma lustige Gimmicks für die Gestaltung der neuen Zentrale erwirtschafte. Mir geht es um die geheimnisvolle Wunderwelt meines eigenen Lebens und der Beziehungen, die mir so viel bedeuten.

Wie halte ich das also instand?


Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „UNTERWEGS. 52 Impulse für Alltagsreisende und Lebensbeweger“ von Tom und Nils Laengner. Es ist im SCM Verlag erschienen. Der SCM Verlag ist Teil der SCM-Verlagsgruppe, zu dem auch Jesus.de gehört.

 

Frage 1: Hab ich es drauf?

Frage 2: Was würde ich vermissen, wenn es weg wäre?

Frage 3: Was sind meine Leitplanken?

Frage 4: Wer ist eigentlich mein Trainer?

Frage 5: Wie halte ich mein Leben instand?

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