Verlag: Adeo
Seitenzahl: 271
ISBN: 9783863343064

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Sven Plöger & Christoph Waffenschmidt: Besser machen!

Was passiert, wenn zwei Freunde sich vier Mal treffen? Beim bekannten Meteorologen Sven Plöger und Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland, ist daraus ein Buch entstanden. Ihre Gespräche hat Autor Mirko Kussin notiert und mit erzählenden Randbemerkungen versehen.

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Die Veränderungen des Klimas haben weltweite Auswirkungen. Lebensräume werden zerstört, Menschen müssen weichen: soziale Ungerechtigkeit und Armut sind die Folge. Thematisch ist so die Grundlage gelegt für ein spannendes Gespräch zwischen Wetterfrosch und Kinderhilfswerk-Vorsitzendem.

Mit ihrem Buch und den zahlreichen Beispielen, wie auch im Kleinen Veränderung vorgelebt (und damit nicht diktiert) wird, zeigen Waffenschmidt und Plöger eine hoffnungsvolle Perspektive auf. Geschichten, wie die vom inzwischen weltberühmten Tony Rinaudo oder einem digitalen Bildungsprojekt im Senegal, sind Funken der Hoffnung: „Wir brauchen nicht noch mehr Vorbilder, wir brauchen Vorleber, Menschen, die vorangehen und eben nicht darauf warten, dass ‚die Anderen‘ doch erstmal machen sollen.“

Total dankbar bin ich für die eingestreuten „Infoboxen“, die teils komplexe Sachverhalte erklären: Ob Purpose Economy, Geoengineering oder Nachhaltigkeitsziele – mit diesen Infos bleibt es nicht bei unbekannten Fachbegriffen!

Viele Fakten reichern das Buch an. Man spürt beiden Experten ab, dass sie ein großes Interesse an klaren Infos über den Klimawandel und dessen Folgen haben.

Für mich die klare Schwäche des Buches: Inhaltlich geht es munter von einem Thema zu nächsten – so wie bei einem Gespräch. Deshalb wäre ein Video-Format oder Podcast aus meiner Sicht geeigneter gewesen – auch weil die Beschreibungen des Autors (unter anderem zu Körperhaltung, Gestik und Mimik der Protagonisten oder dass sich Plöger noch etwas Salat nimmt und Waffenschmidt eine FFP2-Maske aufsetzt) für mich nicht so recht ins Konzept passen und unnötig wirken. Die Struktur und den berühmten „roten Faden“ konnte ich daher nicht immer erkennen. Und ob Religionen von ihrer „eigentlichen“ Funktion her als „Friedensstifter und humanitäres Wertesystem“ zu bezeichnen sind, würde ich ebenfalls bezweifeln.

Von Andreas Schmierer

Leseprobe (PDF)

ZUSAMMENFASSUNG

Wer ein unterhaltsames Fachgespräch zweier Freunde und Experten für Armut und Klimawandel lesen will und mit der etwas ungelenken Form drum herum leben kann, wird hier gewiss fündig.