Verlag: SCM Hänssler
Seitenzahl: 240
ISBN: 9783775162388

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Uwe Heimowski mit Hauke Burgarth: Mit dem Leben spielt man nicht

Was lässt sich nicht alles über Uwe Heimowski sagen: Studium der Theologie in Hamburg, Basel, Leipzig und Halle (S), Erziehungsleiter eines Jugendheimes, Dozent für Sozial- und Wirtschaftsethik an der Berufsakademie Gera, Teilzeitstelle als Pastor einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Gera, fünf Jahre in einer Leitungsposition der Heilsarmee, Referent Menschenrechte und Öffentlichkeitsarbeit beim Chemnitzer Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich, Stadtrat in Gera, Beauftragter der Deutschen evangelischen Allianz beim Deutschen Bundestag und der Bundesregierung und aktuell Vorstandsvorsitzender des christlich-humanen Hilfswerkes Tearfund. Familienvater, Buchautor, Kolumnist, Dichter und Talkshowmoderator … Was für eine Traumvita.

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Rückblende.

Ein Zweijähriger wird von seinem betrunkenen Vater, einem tyrannischen, gewaltsamen, seelisch und körperlich die Familie missbrauchenden Alkoholiker, beim Zurücksetzen mit dem Auto überfahren.  Der Junge ist monatelang im Krankenhaus, erleidet Spätschäden, die ihn sein Leben lang begleiten. Er und seine drei Geschwister erleben eine Kindheit in ständiger Fluchtbereitschaft aus der Ausweglosigkeit der nicht einzuschätzenden Verhaltensmuster eines Alkoholikers als Vater. Gedemütigt, alle kindlichen Sensoren zitternd Tag und Nacht auf Worte und Taten des Despoten gerichtet, wachsen sie in einer Kältekammer der Lieblosigkeit auf.

Die Mutter, selbst aus der Kindheit traumatisiert, gibt das, was ihr noch zu geben möglich ist. Die Abstiegsspirale der Transmission der erlebten Familienkonstellation nimmt bei allen Geschwistern den Lauf.  Das Böse bietet auf der Suche nach mehr im Leben das an, was die Löcher in den Kinderseelen nicht füllen kann.

Auch Uwe driftet trotz guter intellektueller Voraussetzungen im Sinnlosigkeitstal wandelnd in Alkohol, Drogen, Kriminalität und letztendlich in die Spielsucht ab, die zu seinem existenziellen Ruin führt.  Mit 22 Jahren beschließt der Autor, als letzte Wegzehrung eine Flasche Johnny Walker zu leeren und aus dem Leben zu scheiden … Was für eine Albtraumvita.

Dann greift Gott ein. Mehr sei nicht verraten. Das Buch hätte auch „Die zwei Leben des Uwe H.“ heißen können. Nach dem geplanten Selbstmordversuch nimmt das Leben den zuoberst beschriebenen, nur die Meilensteine schildernden, unglaublichen Verlauf. Dem Familienleben, der Ehe, den politischen und beruflichen Herausforderungen, den Momenten des Scheiterns, der Krankheit, des Leids, wird ein breiter Raum geboten. Der Weg vom Trinken aus den schmutzigen Pfützen der Welt zum Wasser des Lebens, welches Jesus schenkt, ist von Wundern gepflastert. Eine Blaupause eines Christenlebens mit allen Höhen und Tiefen. Fesselnd, authentisch, ohne christliche Schönmalerei wird ein Leben beschrieben, in dem Gottes roter Faden unverkennbar ist. Aus Düsternis wurde Licht, aus Scheitern wurde Aufstehen, aus Verbitterung Versöhnung und Vergebung, aus Fallen Neubeginn, aus Bösem Gutes. Ein wilder Ritt durch ein wildes Leben, wunderbar geschrieben, atemlos zu lesen. Wahres Leben trifft auf wahren Glauben.

Von Hans-Georg Wigge

Leseprobe (PDF)

ZUSAMMENFASSUNG

Ein Buch, welches bezeugt: Gott macht aus Scherben „Kintsugi“ (japanische Kunst Zerbrochenes wieder zusammenzusetzen). Statt wie dort mit Gold, verklebt er die Bruchstellen mit der überfließenden Gnade, die jedes Leben komplett auf den Kopf stellen kann.
Ein Buch, welches bezeugt: Gott macht aus Scherben „Kintsugi“ (japanische Kunst Zerbrochenes wieder zusammenzusetzen). Statt wie dort mit Gold, verklebt er die Bruchstellen mit der überfließenden Gnade, die jedes Leben komplett auf den Kopf stellen kann.Uwe Heimowski mit Hauke Burgarth: Mit dem Leben spielt man nicht