Der Kölner Pfarrer Sebastian Baer-Henney kennt sich gut aus mit digitalen Medien, betreibt seit Jahren seinen eigenen Blog #RLVNZ. Doch aktuell hinterfragt er in der Coronakrise seine Rolle als Pfarrer, „weil ich merke, dass ich die Menschen meiner Gemeinde an vielen Orten eben nicht erreiche.“ Baer-Henney fühlt sich – müde.

Weiterlesen im Blog #RLVNZ.

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6 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Gott ist immer größer Hallelujah zur Ermutigung lese es tägl tut so gut Gott ist mit Ihnen ! Amen Werft euer Vertrauen nicht weg welches eine große Belohnung hat
    CfaN
    IMMUN GEGEN ANGST
    Tag 31

    Der lange Arm Gottes

    ganz egal, wie gewaltig dir dein Problem im Moment auch erscheinen mag, sei gewiss, dass es im großen Gesamtbild gesehen eher von kleinerer Bedeutung ist. Warum sollte der allmächtige, allgegenwärtige, allwissende, ewige Gott überhaupt in unsere Angelegenheiten eingreifen? Weil unser Leben der Bereich ist, in dem Gott Seine Größe zeigt. Vom Tag unserer Geburt an bis hin zu unserem Tod existiert unser Leben letztlich nur für eins – Gottes Herrlichkeit zu zeigen.

    Nehmen wir z. B. Petrus‘ Gefangenschaft in Apostelgeschichte, Kapitel 12. Es war eine Krise, die entweder in einer Katastrophe oder in einem Sieg hätte enden können. Für die Gläubigen, die sich in Marias Haus versammelt hatten und für seine Freilassung beteten, war dies ein unmittelbares, dringendes Anliegen. Sie hatten Angst, einen großen Apostel zu verlieren, der gleichzeitig ihr Freund und Leiter war. Sie fühlten mit Petrus in seinem Leiden und der brutalen Hinrichtung, die ihm bevorstand. Aber es stand noch etwas anderes auf dem Spiel – die ewige Ehre Gottes. Die Beter hatten wahrscheinlich keine Ahnung, dass sie durch ihr Gebet Seine Kraft auf solch außergewöhnliche Weise freisetzten, dass man noch in den kommenden Generationen – inklusive unserer – darüber reden würde. Wie viel Tausende wurden durch die einzigartigen Ereignisse des Entkommens von Petrus inspiriert? Es hätte sich um eine in der Gesamtgeschichte völlig bedeutungslose Tragödie gehandelt, wäre da nicht das Gebet der Beter gewesen, die in die Bresche traten.

    Gott geht es in erster Linie darum, durch unser Leben geehrt zu werden. Vielleicht sind deine gewaltig erscheinenden Probleme der Raum, in dem Gott Seine mächtigen Wunder einer ungläubigen Welt präsentieren möchte.

    „Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.“ (2. Chr 16:19a)

    Er möchte sich in deiner Krankheit als zu ehren erweisen. Er möchte sich in unserer finanziellen Notlage als zu loben zeigen. Er möchte auch in unserer familiären Situation der gute Hirte sein.

    Ruf zu dem Herrn! Frage nach Ihm. Frage Ihn, was Er denkt und was Er sich wünscht. Verlass dich nicht auf das, was fleischlich ist. Nimm Ihm nicht die Möglichkeit „deine gegenwärtige Hilfe in der Not“ zu sein. Komme zu Ihm mit der Situation, der du dich heute gegenübersiehst und Er wird Seine Ehre in und durch dein Leben zeigen!

    Es ist Zeit zu beten. Nichts ist zu schwer für den allgegenwärtigen Heiligen Geist.

    „Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub geworden, sodass er nicht hören könnte …“ (Jes 59:1)

    Obwohl Petrus auf der anderen Seite der Stadt gefangen gehalten wurde, wurden durch das Gebet im Namen Jesu die Fesseln von seinen Händen gelöst und alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Wenn du betest, dann hast du die Macht, die Unterdrückten zu befreien. Du kannst Veränderung bewirken, die bis an die Enden der Erde reicht, ohne das Haus zu verlassen. Was du auf Erden bindest, wird im Himmel gebunden sein – was du auf Erden loslöst, wird im Himmel freigesetzt. Keine Tür, keine Ketten, kein Hindernis und keine Entfernung sind zu groß für den langen Arm des Herrn.

    Nach einem Text aus dem Buch „Das Übernatürliche freisetzen“ von Daniel Kolenda

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    Gemeinsam in der Ernte

    Daniel Kolenda
    Evangelist Daniel Kolenda
    Christus für alle Nationen

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  2. Mein erster Gedanke: „Als evangelischer Pfarrer würde ich mir diese Frage auch stellen“!
    Das habe ich mir als erste Frage gestellt und es liegt wohl daran das mich der große Glaubensverlust innerhalb der evangelischen Kirche sehr betrübt macht.
    Wenn die Politik und der Zeitgeist wichtiger wird als Jesus macht Religion keinen sinn mehr.

    • Welcher große Glaubensverlust ?

      Lieber „EinFragender“:
      Es gibt sicherlich in jeder Konfession, Kirche oder christlichen Gemeinschaft aufs Ganze gesehen viel Licht und auch viel Schatten. Einen Verlust an Glauben kann man als generalisierende Behauptung nicht stehen lassen. Richtiger oder falscher Glaube, oder ein durch den Zeitgeist verwässerter Glaube könnte (auch) dadurch suggeriert werden, daß andere Menschen einen anderen Frömmigkeitsstil und/oder eine andere Tradition pflegen. Jesus hatte auch sehr unvollkommene Jünger und man muss erinnern, daß Petrus ebenso kein Glaubensheld war, als er seinen Herrn drei mal verleugnete. Was auf jeden Fall zutrifft ist ein sich verstärkender Traditionsabbruch in größeren Stadtgemeinden beispielsweise durch nur wenige oder nicht vorhandene Kerngemeinden. Den Traditionsabbruch beklagen nicht nur die beiden großen Kirchen, sondern meist auch die Freikirchen. Es gibt viele Gemeinden im Dornröschenschlaf und man hat noch nicht den Knall gehört. Die weltweite christliche Kirche, bestehend aus den Menschen in allen Kirchen, Konfessionen und Gemeinschaften, braucht dringend eine Neuevangelisation. Wichtig wäre dabei mE, dies auch im Dialog zu betreiben, wie Jesus an die Hecken und Zäune zu gehen und die größte Botschaft des Universums so in die heutige Zeit zu übersetzen, daß sie jeder verstehen kann, ohne daß sie inhaltlich banal wird. Es ist nicht überall, aber mancherorts eine geistliche Müdigkeit festzustellen. Nur der Heilige Geist kann bewerkstelligen, daß wir Zugang finden zu anderen Menschen. Zu beherzigen wäre, daß wir „allzumal Sünder sind und an dem Ruhm mangeln, den Gott von uns erwartet“. Es geht also in aller Bescheidenheit darum, daß wir uns mit anderen Menschen auf den Weg machen in der Nachfolge Jesu, ohne uns selbst zu verkündigen oder uns als die allwissenden
      Glaubenshelden darzustellen. Im übrigen geht es beim Christsein um Vertrauen in Gott und vorallem um Liebe und nicht um Moral. Wenn wir mit dem Finger – bildlich gesehen – auf die Moral anderer Menschen zeigen, zeigen die gleichen Finger auf uns zurück. Denn bei mir und uns geht es immer darum, erst den Balken aus dem eigenen Auge zu ziehen. Ich halte übrigens Christen, die Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgrenzen und als sündig bezeichnen, nicht sehr von der Liebe Christi inspiriert. Zum Zeitgeist-Thema passt die Auffassung des Apostel Paulus, grundsätzlich alles zu prüfen, ob es gut ist. Aber dies ist immer eine persönliche Angelegenheit. Ich bin immer für meine eigene Ethik selbst verantwortlich. Und da man über ethische/moralische Fragen auch als Christ unterschiedlich denken kann, darf es weder Denkverbote geben und es ist Toleranz erforderlich, andere Überzeugungen zwar nicht zu teilen, aber sie zu akzeptieren. Was wirklich richtig ist, werden wir erst im Himmel erfahren. Im übrigen muss das Evangelium immer politisch werden, wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken müssen oder Rassissmus und Antisemitismus wüten. Übereinstimmung mit politischen Meinungen ist hier ausdrücklich erlaubt. Daß die Bibel nicht nur ausgelegt werden darf – sondern muss – und zwar vom Neuen Testament her, war schon Martin Luthers Auffassung. Ich befürchte, meine Aussagen sehen einige als ein Wehen des Zeitgeistes und Unglaubens.

    • Sehe ich auch so.
      Zeitgeist hatte die Kirche von 1933-1945 genug.
      Im Übrigen kann ich keinen expliziten Glaubensverlust feststellen.
      Eher ein Verlust der Glaubwürdigkeit der Institutionen der beiden Staatskirchen, die im Gleichmarsch den Bedürfnissen der Gläibigen im Sinne einer politischen neuen Weltordnung davonmarschieren.
      Wer davor Schutz sucht, steht bei Amtskirchen und deren Kirchentagen vor verschlossenen Türen.
      Und das merken sich die Leute.
      Wer einmal brüskiert wurde, kehrt nie wieder zurück…..nicht zur Druckpresse, nicht zum selbsternannt „öffentlich-rechtlichen“ Fernsehen und schon gar nicht zu einer sozialistisch durchsetzten Staatskirche.

      Eigendlich DIE Chance für die vielen kleinen Kirchen, die viel stärkeren Mörtel zwischen dem Gläubigen und dem Herrn zu bieten haben.

      Oder, noch besser, zu einer Reformation 2.0.
      Luther jedenfalls wäre vor Wut zerplatzt, wenn er sehen müßte, was man aus seiner Kurskorrektur zu einer verweltlichten und durchpolitisierten Kirche wieder gemacht hat.

      • Lieber Gregor: Ich bin ja schon gewöhnt, viel sonderbares zu lesen. Aber wo wollen denn die Kirchen oder Christen eine politisch neue Weltordnung bzw. wo gibt es bei uns auch nur Ansätze einer sozialistisch durchsetzten Staatskirche? Daß das öffentlich rechtliche Fernsehen nicht
        beliebt ist bei manchen ist schon nachvollziehbar, denn der Verweis auf Fakten hemmt die Lust, mit Verschwörungstheorien zu operieren. Wenn man die Katze schon gegen den Strich bürstet, muss man dies auch in einigermaßen nachvollziehbare und verständliche Aussagen kleiden. Dann könnte so etwas wie ein Dialog entstehen. Daß sich dann alle einig sind, verlangt dann auch niemand. Kein Mensch und Christ mit einem Mindestmaß an Wissen über seinen Glauben würde normalerweise auf die Idee kommen, daß Evangelium sei unpolitisch. Dann hätte Jesus nicht die Tische der Wechsler im Tempel umgestoßen und gepredigt, daß die Friedfertigen die Erde besitzen werden. Die, welche sie ruineren, würde das sicherlich nicht freuen.

  3. Das meiste sehe ich ähnlich wie du, Gregor. Es erschreckt mich, wie systemkonform die EKD ist. Ich wünschte mir mehr kritisch hinterfragende Pastoren wie Christian Stockmann und Alexander Bierhals aus Berlin und Jakob Tscharntke aus Süddeutschland (Riedlingen). Sie geben mir Hoffnung beim „Bodenpersonal Gottes“. Ansonsten bin ich sehr enttäuscht von den meisten Kirchen und Pastoren. Man fühlt sich in keinster Weise verstanden und ist den Launen des Staates mit immer absurderen und sich ständig widersprechenden Anweisungen ausgeliefert.
    Manchmal scheint es, als wenn viele Kirchenoberen die Glaubensaussagen der Bibel überhaupt nicht mehr ernst nehmen.

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