Der Global Imams Council fordert ein Ende der weltweiten Christenverfolgung – und ruft zu interreligiöser Zusammenarbeit auf.
Der Global Imams Council (GIC) hat eine Erklärung gegen die weltweite Verfolgung von Christen veröffentlicht. Dies berichten die Bonner Querschnitte. Die islamische Organisation zeige sich „zutiefst besorgt“ über die alarmierende Zunahme von Gewalt, Diskriminierung und Vertreibung. „Es gibt keinen Zwang in der Religion“ zitiert der Rat Sure 2:256 aus dem Koran und betont die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Laut Berichten sind mehr als 380 Millionen Christen weltweit von starker Verfolgung betroffen, 310 Millionen leben unter extremer Bedrohung. Besonders dramatisch ist die Lage in Nigeria, heißt es.
Die Imame verurteilen diese Verbrechen als „schwerwiegende Verzerrung der wahren Lehren des Islam“. Sie rufen muslimische Führer weltweit auf, den interreligiösen Dialog zu stärken und gemeinsam gegen Extremismus vorzugehen. Auch Regierungen sollen den Schutz religiöser Minderheiten garantieren.
Der GIC ist eine unabhängige NGO mit Sitz in Nadschaf (Irak) und Toronto (Kanada). Er vertritt über 1.500 Imame verschiedener Lehrschulen und setzt sich für Frieden und Einheit ein. Zu den Initiativen gehören die erste Fatwa gegen die Hamas sowie Kampagnen gegen weibliche Genitalverstümmelung. Der Global Imams Council war die treibende Kraft hinter der ersten und einzigen Fatwa gegen die Hamas, die für Gerichte in der gesamten muslimischen Welt bindend ist und erklärt, dass die Hamas für Korruption und Terror gegen palästinensische Zivilisten im Gazastreifen verantwortlich ist.
Weiterlesen: Stellungnahme des GIC (Englisch)

„Es gibt keinen Zwang in der Religion“. Das ist schön und sinngemäß auch die Lehre des Neuen Testaments.
Wenn das im Koran steht, dann hat sich der „Prophet“ Muchammad in seiner Praxis aber stark selbst widersprochen.
Und in der islamischen Welt hört man auf manche Imame gewiss ebensowenig wie in der christlichen auf manche Pfarrer.
Zwangsmissionierung ist dem Christentum auch nicht gerade fremd, oder? Geschichtlich sowieso, aber
Wenn man im sozialen Bereich arbeitet, kommt man in vielen Regionen selbst in Deutschland kaum an einer Kirchenmitgliedschaft vorbei.
Oder psychischer Druck, wenn mit ewiger Verdamnis für Nichtchristen gedroht wird.
Es waren früher auch bestimmt nicht 90 % und selbst heute noch fast 50 % Kirchenmitglieder, weil Deutschland so gläubig war oder ist. Oder wie erklärst du das?
Prima … nur solche Aktivitäten und Bewegungen tun unsrer verkorksten Welt mehr als gut … HERR schenke, dass immer mehr Menschen aufwachen und erkennen, daß wir eine große Familie sind und alles tun damit wir uns ggs. so annehmen, wie wir gerade sind … nur so entsteht prakt. Liebe und Wahrheit untereinander …
Nicht schlecht, vielleicht eine Keimzelle, … allerdings, ein sehr kl. Tropfen auf den heissen Stein:
„Der Global Imams Council (GIC) hat etwa 1.500 Mitglieder, während die geschätzte Gesamtzahl der Imame weltweit im niedrigen siebenstelligen Bereich, also von mehreren Millionen, liegt. Das bedeutet, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz, wahrscheinlich weit unter 1%, der Imame weltweit Mitglied im GIC ist oder diesen anerkennt. Die Bindung an den GIC erstreckt sich somit nur auf eine kleine Minderheit der muslimischen Geistlichkeit global.“
LG Joerg
Vielleicht ein Versuch medienpolit. Gegengewichtes, wegen der momentan ueberbordenden Anschlaege in Nigeria auf Christen (7.000 Christen wurden allein in den ersten Monaten des Jahres 2025 ermordet, viele weitere entführt)?
So wie: „seht mal, nicht alle Muslime sind schlimm“?
> So wie: „seht mal, nicht alle Muslime sind schlimm“?
Traurig, wenn das nötig wäre. Denn es sind ja wirklich nicht alle Muslime schlimm. Die überwiegende Mehrheit ist friedlich. Und wohl kaum mit verantwortlich für Verbrechen in Nigeria.