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Während des Morgengebets: Angriff auf katholische Pfarrei in Gaza

Am 17. Juli wurde die katholische Kirche in Gaza-Stadt von einer israelischen Panzergranate getroffen. Der leichtverletzte Pfarrer ruft zum Gebet und zur Hoffnung auf.

Laut dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ hat sich der Pfarrer der betroffenen Kirche, Gabriel Romanelli, in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet.

Demnach habe die Gemeinde gerade das Morgengebet beendet, als eine große Explosion zu hören war. „Ich sah Teile der Wände und der Decke herunterfallen. Schrei, Staub, Trümmer – alles passierte so schnell. Sofort bin ich zu denjenigen gelaufen, die von Granatsplittern und Trümmern getroffen worden waren“, erinnert sich Pater Romanelli, der selbst am Bein verletzt wurde. Insgesamt gab es 15 Verletzte, zwei davon befänden sich immer noch im Krankenhaus.

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Krieg und Hitze zermürben die Menschen

Die Umstände im Krankenhaus, in dem die Verletzten untergebracht sind, seien prekär. Die meisten Krankenhäuser im Gazastreifen seien zerstört worden. Zusätzlich zu den Kampfhandlungen macht den Menschen aktuell die große Hitze mit Temperaturen von 40 Grad und mehr zu schaffen, so der Gemeindepfarrer.

Einen Tag nach dem tödlichen Angriff hatte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, gemeinsam mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen, Theophilus III., die katholische Gemeinde in Gaza besucht, in der sich aktuell rund 500 bis 600 Menschen befinden. „Es ist für die Menschen ein Segen, mit ihm zu beten, ihn um den Segen zu bitten, ihm zuzuhören, seinen Trost zu empfangen“, so Romanelli. Auch Papst Leo XIV. habe bereits in der Gemeinde angerufen und seine Nähe mit der Gemeinde bekundet. „Das ermutigt uns, weiterzumachen, und erinnert uns daran, dass wir nicht allein sind, auch wenn der Schmerz groß ist.“

„Wir wollen ein Zeuge der Hoffnung sein“

Pater Romanelli ergänzt: „Beten Sie für den Frieden und für ein Ende der Gewalt! Das Leben hier ist unerträglich geworden, insbesondere für schutzbedürftige Menschen. Wir beten, dass die christliche Gemeinde weiterhin ein Zeuge der Hoffnung sein kann.“

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2 Kommentare

  1. Man muss Unrecht immer als solches benennen. Wer eine Seite ideologisch ausblendet, macht sich unglaubwürdig.

    Das gilt für das Ignorieren, manchmal sogar entschuldigen oder gar gutheißen des Angriffs der Hamas auf unschuldige Zivilisten, das ermorden, verstümmeln, vergewaltigen und verschleppen vieler Israelis.

    Das gilt aber ebenso für die jetzigen Verbrechen Israels an der palästinensischen Zivilbevölkerung. An das Töten zigtausender, davon mehr als 10.000 Kinder. An das Einsetzen von Hunger und Drust als Mittel des Krieges gegen Zivilisten, den Angriff auf Ärzte, auf Verteilzentren und weitere klare zivile Einrichtungen. Und auf die derzeit verstärkte Vertreibung und Ermordung von Palästinensern im Westjordanland durch sogenannte Siefler, oft unterstützt durch die israelische Armee.

    Zu lange habe auch ich, aus einem Gefühl der Notwendigkeit der bedingungslosen Unterstützung Israels, diese Verbrechen nicht klar benannt oder zu lange auf Grund des Angriffs der Hamas als leider notwendig erachtet. Das werde ich ab jetzt tun. Denn Unrecht bleibt Unrecht.

    Auch Ärzte ohne Grenzen bezeichnet das Verhalten Israels inzwischen als Genozid. Ich halte diese Organisation für glaubhaft.

    Unsere Hilfe in den Palästinensischen Gebieten I Ärzte ohne Grenzen https://share.google/1eyDqyXhFswiilP5y

  2. Der Nahe Osten braucht dringend Frieden

    Am 17. Juli wurde die katholische Kirche in Gaza-Stadt von einer israelischen Panzergranate getroffen. Der leichtverletzte Pfarrer ruft zum Gebet und zur Hoffnung auf. Bomben und brandgefährlicher Häuserkampf inmitten der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und die brutalen Angriffe auf Krankenhäuser oder gar Menschen selbst, die nur um Lebensmitteln anstehen, ist völkerrechtswidrig. Ebenso das mörderische Handwerk der Hamas, die Israel wie eine Mörderbande überfiel und hier sich gezielt wie Zecken in der Zivilbevölkerung in Gaza eingenisten, generieren täglich unsägliches Blut, Tränen und tote Kinder. Das Heilige Land ist extrem unheilig und die hier auf Abraham gründenden Glaubensgemeinschaften der Christen, Juden und Moslems müssen derzeit mit dem Narrativ leben, daß ihre guten Werte wie die Gottes- und Nächstenliebe sowie soziales Verhalten absurd in das reine Gegenteil verkehrt werden. Jeder weitere Tote verdoppelt den Hass und verewigt kollektive Traumatas. Ich glaube an einen Schöpfer eines unendlichen Universums, der alle Menschen erschuf und nur das Beste wollte. Aber Menschen machen daraus die Hölle.

    Wie lange will sich die UN und auch die EU diesen furchtbaren Absturz in die Unmenschlichkeit noch mit ansehen? Trotz dem selbst kriminellen US-Präsidenten Trump bleibt nun keine Zeit des Wartens mehr auf kraftvolle diplomatische Initiativen. Denn jeder Mensch, der im Krieg brutal zu Tode kommt oder schwer verletzt wird, ist einer zuviel. Der Sinn des Lebens ist Liebe, daher sind wir auf Erden und Gott wird durch uns handeln, weil nur wir Menschen Krieg und Terror veranstalten und nicht der Himmel. Jesus weinte damals über Jerusalem, heute wird er dies auch über die israelische Regierung, die Hamas, und das Aussitzen der Diplomatie tun müssen. Nicht ganz unrecht haben die ultraorthodoxen Juden, die den Staat Israel erst anerkennen wollen, wenn der Messias wiederkommt. Der wird wohl durchaus ethische Schnittmengen christlicher Vorstellungen mit denen der Juden und Moslems haben. Denn der Messias kommt als Erlöser, sehr sanftmütig, nicht als Richter und er wird hier wieder heilen, was Menschen völlig zerstörten: Den Zusammenhalt, menschliche Gemeinschaft und eine Liebe, die jeden achtsam behandelt. Krieg und Terror haben die absurde Logik, man könne durch Hass und Rache den Frieden als Mehrwert erreichen. Das wäre so, ein Krebsgeschwür mit Krebs auszurotten. Dies hätten selbst die Schildbürger nicht geglaubt, die immerhin fleißig versuchen, das Licht in Säcken einzusammeln.

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