Die Gebetswoche für die Einheit der Christen endete am Sonntag mit einem Appell zu Einigkeit und friedvollem Miteinander. Gastland war in diesem Jahr Armenien.
Der Abschlussgottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen fand in der Armenisch-Apostolischen Diözesankirche St. Sahak-St. Mesrop in Köln statt. Er wurde von traditionellen armenischen Hymnen und Gebeten wie dem Lichthymnus untermalt, heißt es in einer Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).
Der anglikanische Geistliche und ACK-Vorsitzende Christopher Easthill rief dazu auf, gemeinsam „Lichtbringer“ zu sein. Er warnte in seiner Predigt vor Uneinigkeit, Konflikten und Spaltungen, denn diese führten dazu, dass die Botschaft des Lichtes verdunkelt würde. „Überall auf der Welt haben Eigennutz, Machtliebe, Gier, Ab- und Ausgrenzung, sowie Angst- und Hassbotschaften gerade Konjunktur.“ Er ergänzte: „Wir sind Zeugen des Wortes und der Tat! Es gibt keinen Glauben ohne Handlung.“ Die Kölner Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger sagte, dass die Gebetswoche für ein friedvolles Miteinander über Konfessionen, Herkunft und Grenzen hinweg stehe.
Jedes Jahr stellt ein ausgewähltes Gastland theologische Inhalte für die Gebetswoche zur Verfügung, sucht Lieder aus und gestaltet das Programm nach nationalen Kultureinflüssen in Absprache mit einem ökumenischen Theologen-Team. In diesem Jahr war dies Armenien – das erste Land, in dem das Christentum zur Staatsreligion erklärt wurde (301 n. Chr.). Im Jahr 2027 wird Irland das Gastland der Gebetwoche sein, wie die ACK mitteilte.
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