Eine Studie der Universitäten Freiburg und Heidelberg zeigt: KI kann in Gesprächen mehr emotionale Nähe erzeugen als Menschen – unter einer Bedingung.
Menschen können in bestimmten Situationen mehr emotionale Nähe zu einem Chatbot empfinden als zu anderen Menschen. Das zeigt eine neue Studie von Forschern der Universitäten Freiburg und Heidelberg, die in der Fachzeitschrift „Communications Psychology“ erschienen ist. Demnach berichteten Teilnehmer vor allem dann über ein Gefühl von Verbundenheit, wenn sie nicht wussten, dass sie mit Künstlicher Intelligenz kommunizieren, wie die Universität Freiburg am Mittwoch mitteilte.
In zwei Online-Studien mit fast 500 Teilnehmern reagierten sowohl Menschen als auch KI-Modelle auf persönliche Fragen zu Lebenserfahrungen oder Freundschaften. In normalen Gesprächen fühlten sich die Versuchspersonen mit KI gleichermaßen verbunden wie mit einer echten Person. Der entscheidende Unterschied betraf die Gespräche mit explizit emotionalem Schwerpunkt. Die Studie sprach dabei von „einem besonders starken Nähegefühl“, vor allem durch ein höheres Maß an Selbstoffenbarung. Wurde sie hingegen vorab als KI identifiziert, sank die empfundene Verbundenheit deutlich.
KI: offener als Menschen
Mögliche Gründe dafür erklärt Dr. Tobias Kleinert, einer der Autoren der Studie: „Die KI zeigte in ihren Antworten ein höheres Maß an Selbstoffenbarung. Menschen scheinen bei unbekannten Gesprächspartnern zunächst vorsichtiger zu sein, was die Entwicklung von Nähe anfangs bremsen könnte.“
Die Forscher sehen darin Chancen für psychologische Beratung oder Pflege in Bereichen der niedrigschwelligen Gesprächsangebote. „Gerade für Menschen mit wenigen sozialen Kontakten könnten KI-Chatbots daher positive, beziehungsähnliche Erfahrungen ermöglichen.“, erläutert Dr. Heinrichs, einer der Publikatoren. Auf der anderen Seite jedoch warnen die Forscher vor der gezielten Manipulation eines Menschen durch KI und fordern klare ethische und rechtliche Regeln für den Einsatz sozialer KI-Systeme.
Die komplette Studie ist als PDF (Englisch) auf der Homepage des Magazins nature.com verfügbar.
Weiterlesen:

KI ahmt menschliche Empathie nach, tritt mit keinerlei Erwartungshaltung auf, insofern gefällt es vielen Menschen besser, als wenn man sich auf lebendige und / oder kritische Menschen einlassen müsste.
Manipulation ?
Ist s.z.s. vorprogrammiert.
Verkauft die Menschen nicht für dumm.
P.S. Bernd Hehner ,
ich habe Ihren Kommentar gelesen, aus Neugier, wie Sie dazu stehen,
aber ist stelle fest, dass sich unsere Ansichten diesbezüglich kaum unterscheiden.
“ Kaum jemand erhielt so viele Liebesbriefe wie Adolf Hitler und die Nazis haben sie akribisch gesammelt. “
Sehr gut, dass Sie das betonen, denn es zeigt deutlich, wie „normal “ Sympathien oder Sympathisanten für alle Richtungen des Lebens sind. Kein Grund also auf das Warum all zu viele Gedanken zu verschwenden, zumindest nicht, wenn man keine ausdrückliche Ursachenforschung betreiben will.
Paulus war ein kluger , weiser Mensch.
„Gerade für Menschen mit wenigen sozialen Kontakten könnten KI-Chatbots daher positive, beziehungsähnliche Erfahrungen ermöglichen.“,
“ Beziehungsähnliche Erfahrungen “ sind eine Illusion. Das ist eine absolut schwache Leistung im Umgang mit Menschen, die auf Hilfe, menschliche Unterstützung und Empathie angewiesen sind.
KI kann Menschen nur behelfsmäßig ersetzen.
Der Blick in die Augen schafft Sympathie
KI ist was sie ist – eine technische Intelligenz, deren Nutzung Risiken birgt, aber auch Chancen. Ein modernes Problem moderner Techniken scheint auch mit dem hohen Risiko einer SUCHT behaftet zu sein. Heute geht so mancher, aber nicht nur der junge Mensch, so vertieft in sein Smartphon über Straßen, dass er die Umwelt und seine Gefahren übersehen kann. Gaststätten, Cafe`s und ähnliche Örtlichkeiten werden für gegenseitiges Gespräch genutzt, aber leider gibt es Menschen die stundenlang nur Blicke haben für ihr Handy. Eine KI kann das Gefühl von Empathie simulieren, sie kann manipulieren und sie wird auch zu Manipulationen benutzt. Wie jede Technik wäre sie dringend zu regulieren. Echte Empathie entsteht, wenn sich Menschen gegenseitig in das Weiße ihrer Augen sehen. Wem ich ein Lächeln schenke, der wird selten hierauf nicht reagieren. Allerdings gibt es leider nicht nur die simulierte Empathie von Technik(en), sondern auch eine negative Sympathie, eigentlich ein Widerspruch in sich, wenn wir unsere Tyrannen wunderbar finden. Kaum jemand erhielt so viele Liebesbriefe wie Adolf Hitler und die Nazis haben sie akribisch gesammelt. Das Böse in uns verkleidet sich in den Wolf im Schafspelz und manche Tyrannen oder andere Unmenschen ohne Maskierung definieren das Böse in das Gute um. Sinnvoll ist der Rat des Apostel Paulus, alles zu prüfen und das Gute zu behalten. Aber dazu brauchen wir immer unser Gewissen. Christlich ist für mich alles, „was mich unbedingt angeht“! Aber dazu brauche ich eine Seele, in der ich eigentlich immer mit Gott im Gespräch bin.