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Warnung vor linkem Antisemitismus

Linke glaubten häufig, sie könnten keine Antisemiten sein, sagt Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner (Die Linke). Dieses Selbstbild werde jedoch von der Realität widerlegt.

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner (Die Linke) hat linken Kreisen mangelnde Auseinandersetzung mit eigenem Judenhass vorgeworfen. Während rechter Antisemitismus häufig offen aggressiv auftrete, komme er links «oft in der Form moralischer Empörung daher», sagte Büttner der «Berliner Zeitung» (Dienstag): «Man kämpft für Menschenrechte, gegen Rassismus, gegen Unterdrückung.» Dies mache linken Antisemitismus schwerer erkennbar, auch für die, die ihn reproduzieren.

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In linken Selbstbildern sei sehr tief verankert, dass wer sich gegen rechts engagiert, nicht antisemitisch sein könne, sagte Büttner. Wer sich als links verstehe und für Antirassismus, Minderheitenschutz und Menschenrechte eintrete, glaube dann, «Antisemitismus sei per Definition ausgeschlossen».

Brandanschlag auf Wohnhaus

Antisemiten seien in diesem Verständnis Neonazis, Rechtsextremisten, die AfD, sagte Büttner. Dadurch werde Antisemitismus in linken Kontexten oft gar nicht erkannt. Wer glaubwürdig gegen Rechtsextremismus kämpfen wolle, müsse jedoch auch bereit sein, Antisemitismus in den eigenen Reihen zu benennen.

Kritik an israelischer Politik werde antisemitisch, wenn Israel das Existenzrecht abgesprochen werde, Juden weltweit für Israels Handeln verantwortlich gemacht würden oder jüdische Selbstbestimmung insgesamt als illegitim gelte, führte der Antisemitismusbeauftragte aus.

Im Januar hatte es einen Brandanschlag auf Büttners Haus gegeben. Seit seinem Amtsantritt erhielt er zudem zahlreiche Morddrohungen.

Quelleepd

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4 Kommentare

  1. Er hat größtenteils Recht, allerdings ist auch der linke Antisemitismus durchaus gewalttätig. Wenn in Hamburg ein Kino gewaltsam gestürmt wird, wenn sich jüdische Studenten auf dem Campus nicht mehr sicher fühlen u.v.m., dann ist das linke antisemitische Gewalt.

    Wobei bei Antisemitismus sowieso die Grenzen verschwimmen. Ich habe selbst erlebt, wie Rechtsextreme Palästinenserfahnen mitschwingen. Die werden aber kaum zu Moslemfans geworden sein.

    • Bedenke, islamische Staaten waren begeistert von Hitler, da ihr gemeinsamer „Feind“ die Juden waren.

      Statt zwischen rechts und links (auf der x-Achse) zu unterscheiden, sollte man in diesem Fall die y-Achse (extrem/antisemitisch freiheitlich demokratisch) beachten. Und da können extreme Rechte wie Linke auf einer Wellenlänge sein.

      • Auch das funktioniert bei Antisemitismus nicht, weil es diesen ja auch in der bürgerlich-demokratischen Mitte gibt, wenn auch etwas versteckter.

      • Über unheiliges „Heilige Land“ muss Jesus neu weinen

        Jesus forderte in seiner Bergpredigt, selbst die Feinde zu lieben und sich ihnen anzunähern. Gott heilt auch alle Völker nur mit der Liebe.
        Israel ist faszinierend, ich liebe Land und Leute. Dort gibt es, weltweit bezogen auf die Einwohnerzahl, die mächtigste Friedensbewegung global. Aber heute mit 30 Parteien in der Knesset leider eine rechtsradikale Regierung. 1975 bei meiner ersten von drei Studienreisen war der legendärer Bürgermeister Jerusalems, Teddy Kollek , sehr friedensbewegt. Da wurde er wirklich bewundern, weil sein Rathaus leider von vielen armdicken Einschusslöchern durchlöchert und Terroristen sehr bemüht, ihn brutal zu ermorden. Der 1948 gegründete Staat Israel war von Feinden nur so umgeben, wie heute nach Friedensverträgen mit Nachbarn, sowie der Existenz der brutal antisemitischen Hamas. Es wurden in den in letzten 3000 Jahren nicht alle Israeliten in alle Welt zerstreut, sondern sie wohnten oftmals völlig unerkannt friedlich mit anderen Bewohnern zusammen. Palästinenser aber wünschten definitiv bei Staatsgründung Israels keinen eigenen Staat. Heute gibt es Nachbarländer wie etwa Ägypten, auch mit dem guten Friedensvertrag, auf allen Seiten gibt es zahlreiche Traumata von meist unaufgearbeiteter erlebter Gewalt. sowie die Araber, die bereits Kinder rund um die israelischen Grenzen, tiefgründig zum Hass das Gehirn waschen. Als bösartigste Terrororganisation will die Hamas, als eine verkörperte Unmöglichkeit einer Versöhnung, dass ein riesiger Elefant nie durch ein Nadeloer geht, also sich hier auch Hamas niemals entwaffnen lassen will. Leider sind die Israelis in jene böse Falle getappt, dass sie nach dem brutalen Überfall, sowie der Verschleppung und Ermordung vieler Juden, in Gaza Häuserkampf führten, so leider ebenso gegen die Zivilbevölkerung als die installierten menschliche Schutzschilde. Damit sind sie dem bösartigsten Plan jener Terroristenspezialisten zum Opfer gefallen. Also wurde erneut Hass auf allen Seiten produziert. Auch ist das israelische politische System destabilisiert von Anfang an, weil bei 30 Parteien derzeit nur eine israelische Regierung zustande kommt mit politisch Rechtsradikalen als Zünglein an der Waage. In Israel treffen arabische auch mit sehr unvereinbarer stereotypischer Kultur der Palästinenser zusammen. er Status quo bleibt, eine notwendige Versöhnung ist derzeit unmöglich, die meisten herzlichsten Feinde bleiben es auf Dauer. Sinnbildlich beschreibt dies auch jenes seit Jahrhunderten vom Islam zugemauerte Stadttor Jerusalems, damit ein bald wiederkommender Messias der Juden und/oder Christen dort (mit seiner Bergpredigt und einem göttlichen Frieden) niemals wird einziehen können. Darauf hoffen viele: Jüdische Menschen, die arabische Frauen bei der Ernte schützen. Oder früher deutsch-arabisch-jüdischer guter Schüler-Austausch.

        Aber diesen himmlischen und irdischen Frieden, wo Schwerter zu Pflugscharen und alle Kriege geächtet sind, muss kommen. Aber nur dann, wenn wir uns vom Heiligen Geist ebenso bewegen lassen und nicht von Antisemitismus sowie hier rechtsradikalen/linksradikalen Narrativen, oder jenes krankhafte sich Aufblasen eines psychopathischen Donald Trump. Der Nahe Osten ist sehr explosiv und nicht dazu geeignet, auch nur ein einziges Problem – wie etwa das Mullah-Regime im Iran – mit kriegerischer Logik zu befrieden. Denn unser Teufel lässt sich nie mit dem Belzebub austreiben und Jesus nicht mit militärischer Macht einen himmlischen Frieden erbringen. Dies kann nur Gott, auf den Juden und Christen sehr hoffen. Denn die Tyrannen wird Gott – oder vielmehr diese sich selbst – von ihren hohen Thronen stürzen. Wenn bildlich formulierte Raubtiere Heu fressen, werden Antisemiten reumütige Engel und aus Tyrannen die Friedensbewegte.

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