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Studie: Viele Deutsche denken rassistisch

Eine neue Studie zeigt, dass viele Deutsche an „naturgegebene“ Unterschiede zwischen den Ethnien glauben. Rassistische Vorurteile seien verfestigter, als bisher angenommen.

Viele Menschen in Deutschland glauben einer Umfrage zufolge an vermeintlich naturgegebene Unterschiede zwischen verschiedenen Ethnien und Kulturen. So stimmten zwei von drei Befragten der Aussage zu, dass bestimmte Kulturen „fortschrittlicher und besser“ seien als andere, wie aus der am Donnerstag vorgestellten Erhebung des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) hervorgeht. Knapp die Hälfte vertrat die Ansicht, dass gewisse Gruppen „von Natur aus fleißiger“ seien als andere. Obwohl sie wissenschaftlich widerlegt sind, stimmen 36 Prozent der Befragten der Aussage zu, es gäbe verschiedene menschliche „Rassen“.

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Es ergebe sich das Bild einer „sehr hartnäckigen Verfestigung“ solcher Einstellungen, sagte Frank Kalter, der Direktor des DeZIM. Die Umfrage zeige auch, dass rassistische Diskriminierung für viele Menschen Alltag sei. Allerdings werde das Thema Rassismus und Diskriminierung in der politischen Debatte „vermehrt wegrelativiert“, kritisierte er.

Ataman: Regierung muss „klare Kante“ zeigen

Die unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, forderte die Regierung zum Handeln auf. Es brauche „eine Bundesregierung, die klare Kante zeigt und das Thema anpackt“, sagte sie auf der Pressekonferenz in Berlin.

Für die Studie wurden von Oktober 2025 bis Januar 2026 rund 8.200 Menschen mithilfe eines Online-Tools befragt. Sie ist Teil des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa). Dieses langfristig angelegte Forschungsprojekt erhebt und analysiert im Auftrag der Bundesregierung Daten zur Situation von Menschen, die von rassistischen Zuschreibungen betroffen sind.

>>>>>> zur Studie

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7 Kommentare

  1. Ein Kommentator schreibt hier: „Rassismus ist angeboren“ – er formuliert seine Ansicht als eine absolute Aussage, die schlicht nicht stimmt, denn es gibt genug Forschungen, die belegen, das es eben nicht so ist. Kinder z.B. – wenn sie nicht negativ von Erwachsenen beeinflusst sind – gehen ganz unbefangen auf andere zu, egal welcher Kultur oder so weiter. Gruppendenken ist anerzogen, Vorurteile, Feindbilder sind anerzogen, nicht vererbbar.
    Das was einzelne oder auch Gruppen von Muslimen in krimineller Art verübt haben muss natürlich bestraft werden, aber das dann als Generalverdacht auf alle Muslime zu übertragen ist völlig unzulässig und ungerecht und an der Wirklichkeit drastisch vorbei.
    Aber solche Klarstellungen scheinen dann als „Relativierungen“ umgedeutet zu werden.
    Annäherungen wird es da kaum geben.
    Was ich aber außerdem besonders traurig finde: diese erschreckende Bandbreite innerhalb der Christen. Alle Meinungen, Verirrungen, Fehleinschätzungen von außen finden sich in der christlichen Welt wieder. Da wird jemand aus der Distanz vielleicht sagen: Wo ist der Unterschied? Der Glaube scheint ja wenig zu helfen. – Wie erschreckend muss es sein, wenn jemand z.B. in seiner ersten Berührung mit dem Christentum auf solche Einstellungen stößt.

    • Rassismus ist sicherlich nicht angeboren.

      Das Menschen grundsätzlich Vorurteile haben allerdings schon. Machen wir im Einzelfall schlechte Erfahrungen, verallgemeinern wir das auf größere ähnliche Gruppen. Das war in Urzeiten überlebenswichtig. Beißt ein Löwe, werden es wohl auch die anderen tun.

      Oder ist eine Spinne giftig, könnten es alle sein ( was ja nicht stimmt).

      Wir tragen eben noch vieles aus der Steinzeit mit uns rum.

      Allerdings haben wir auch den Verstand, das zu erkennen und eben nicht so zu handeln. Zumindest theoretisch.

  2. Große Bruder von 1984 steht vor der Tür

    Eine neue Studie zeigt, dass viele Deutsche an „naturgegebene“ Unterschiede zwischen den Ethnien glauben. Die Rassistischen Vorurteile seien leider verfestigter, als bisher angenommen. Dies habe ich (eigentlich) schon sehr lange vermutet und in dieser Tatsache sehe ich auch – zumindest indirekt – einen weiteren Grund, dass jene Bereitschaft AfD zu wählen (vor allem mit einem Bevölkerungsanteil von 30-40%) die nie eher isoliert nur eine hier bürgerliche Unzufriedenheit gründen kann. Sondern nicht nur sehr selten auch braunste Gesinnung ist, gewandet aber zart blau. Will sagen: Meine Existenz als Christ hat (zumindest für mich) ebenso auch zum Inhalt ALLES WAS MICH UNBEDINGT ANGEHT. Leider geht es mich unbedingt an, wenn einige nicht mehr an diese große Liebe (Gottes) glauben. Nicht mehr an Buntheit unserer Schöpfung, die gute Individualität der Menschen. Oder jenes wertvolle himmlischen Geschenk (oder oft auch Stolperfalle), uns stets für Gut oder Böse zu entscheiden. Damals gaben so viele Menschen an jeder Wahlurne, unwissend böser Gefahr, den Nazis ihre Stimme. Sie gingen letztlich wie dümmste Lämmer selbst zur Schlachtbank, als sich Demokraten mit Mehrheitsbeschluss selbst parlamentarisch abschafften. 10% jener Christen in Deutschland hätten die Nazis rechtzeitig an ihrer Herrschaft gehindert und schwiegen. Freiheit ist unbequemste Verantwortung.
    Somit 6 Millionen brutal ermordeter jüdische Mitmenschen, viele andere wegen ihrer Nichtangepasstheit an böse Tyranneien. So alle unarischen, homosexuell, sozialdemokratisch, zu fromm, geistig und/oder psychisch krank oder sogar reformpädagogisch. So
    die Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, sogar Jugendliche mit überbordenden Pubertätsprobleme. Dem Führer aber neue Soldaten zu zeugen, war patriotische Tat. Die Nazis hatten eigen Wahllisten für Ev. Kirchenvorstände. Pfarrer die hier falsch predigten, waren oft die Kandidaten fürs KZ. Juden waren keine Menschen, hatten angeblich sogar ein anderes Gehirn.

    Was kommen kann sind mit der AfD sind keine Völkermorde mehr, nicht unbedingt eine böse Christenverfolgung. Aber steht da eine dann nichtregulierte KI vor der Tür, wacht als Gedankenpolizei gegen Falschdenken, gegen eine bunte Welt mit Menschen aus allen Nationen und Weltgegenden, sieht in jedem Migranten ein Riesenproblem, auch in einem Gott der alle Menschen hier persönlich und sogar völlig unverdient liebt. Weil Glaube bei Menschen ohne deren Liebe wertlos wird. Unsere Bergpredigt ist keine kommunistische Propaganda, aber sie bittet mich immer, den Balken zuerst aus dem eigenen Augen zu ziehen, Frieden zu stiften, versuchen über keinem Menschen den Stab zu brechen und nie unbarmherzig zu werden. Als Christ glaube ich, dass wenn es meinem Mitmenschen gut geht und mir, dann sind wir glücklich. Es ist einfach und sehr schwer, es global zu betreiben. An Gottes Volk von Juden und Christen hätte unser Himmel große Erwartungen: Nämlich der Liebe und Vergebung Vorrang zu geben. Die Welt ist nicht nur böse, weil alle böse sind, sondern eher in der Summe zumeist gleichgültig. Im Risiko völlig tatenlos.
    Zwar ist Gott Ursache unseres Wollen und Vollbringens, aber er überwacht niemals Gedanken, wirft kein Feuer vom Himmel und er beweist jedem dass er keine Gewalt ausübt, weil er Mensch wurde und an ein Kreuz genagelt wurde. Dies ist pure Liebe. Wer unsere Werte schützen möchte, Freiheit von Glauben und Gewissen, er darf keine Populisten und Hassprediger wählen. Aber leider theologisch geradezu absurd ist zu behaupten, die von Jesus gehaltene Bergpredigt könnte niemand wirklich realisieren.

  3. So wie Gott die Menschen aller Ethnien liebt, müssen auch die Christen die Menschen der Völker dieser Welt lieben!!!

    Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.
    (Johannes 3:16)

    Petrus aber öffnete seinen Mund und sprach:
    „Nun erkenne ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.“ (Apostelgeschichte 10:34-35)

    Liebe Grüße
    Aku

  4. ohje … warum müssen wir uns mit so etwas zutexten lassen?
    Rassismus ist angeboren und wird im Alltag bestätigt. Wenn Polizisten zum Beispiel hauptsächlich mit Personen zu tun haben die arabischen Hintergrund haben, dann werden die Polizisten unweigerlich eine Bestimmte Meinung bekommen.
    Oder wenn Muslime als abweisend und aggressiv wahrgenommen werden – die meisten schlimmen Attentate der letzten Jahre werden von Muslimen begangen – was für eine Meinung hat man vom Islam?
    Das verschlimmert sich, wenn man Relativierungen von der Politik hört und merkt dass einem der Staat in Stich lässt.
    Das ist ungut, aber wenn die Politik das Problem nicht wahrnimmt und irgendwelche Beauftragte sogar die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land beleidigen, dann verschlimmert das alles.
    Denn: wir haben in Deutschland in den letzten 10 Jahren 2,5 Millionen Menschen aufgenommen und das zeigt dass wir nicht rassistisch sind. Im Gegenteil!

    • Genauso wie schlechte Erfahrungen Vorurteile hervorrufen oder verstärken bewirken positive Erfahrungen das Gegenteil.

      Die meisten Menschen mit arabischen oder muslimischen Hintergrund sind friedlich und Menschen wie Du und ich.

      Wer aber nur in seiner Internetblase sich mit Horrormeldungen zuschütten lässt, der wird starke Vorurteile entwickeln.

      Dem meisten Ausländerhass gibt es doch dort, wo die wenigsten Ausländer leben.

      Das ist übrigens bei Polizisten auch nicht anders: Wer diese nur in Kampfmontur bei Demos auf der anderen Seite sieht, wird auch hier Vorurteile entwickeln. Wer Polizisten im normalen Alltag kennen lernt und eben auch als Helfer, wird ein positives Bild haben.

      >Denn: wir haben in Deutschland in den letzten 10 Jahren 2,5 Millionen Menschen aufgenommen und das zeigt dass wir nicht rassistisch sind. Im Gegenteil!

      Die Studien zeigt, dass dem nicht so ist.

      • Wir sind und bleiben immer mitverantwortlich

        Chey schreibt: „Die meisten Menschen mit arabischen oder muslimischen Hintergrund sind friedlich und Menschen wie Du und ich“! Dem kann ich voll zustimmen. Nicht jede subjektive Erfahrung darf verallgemeinert werden. Dies ist dann negativ „Generalisierung“, es schafft Vorurteile und im übrigen sieht jede/r die Welt durch seine spezielle Brille. Wenn ich aber im Mitmenschen auch meine eigenen Fehler erkenne, ist dies schon eine durchaus sinnhafte Erfahrung und gut dazu nützlich, toleranter und entspannter miteinander umzugehen. In einer Informationsgesellschaft stürzt aber hier im ungünstigsten Fall immer eine ganze Welt auf uns herab. Manche werden da hypersensibel, oder im Gegenteil meiden sie, vieles einfach nicht mehr wahrzunehmen. Der Abstand zwischen (Welt-)Verantwortung und Selbstschutz ist winzig.
        Mein Rezept ist, einfach mal eine kurze Zeit auszusteigen und sich mit einer einigermaßen die Intelligenz nicht sehr verletzende Seifenopern ein wenig heile Welt in die Seele zu holen, wohl wissend, dass es keine blanko Realität ist. Aber ernsthaft ist mir alles wichtig, was mich unbedingt angeht und mit Dauer auf Distanz zu gehen halte ich da für fatal. Es ist eine zu kurz gegriffene Analyse, antisemitistische oder rassistische Sichtweisen wie leichte seelische Infekte zu sehen und zu entschuldigen. Oder die immense Abwanderung nicht mehr erreichbarer Menschen zur AfD sehr vereinfacht zu erklären, sie wären von der Politik lediglich nur enttäuscht. Leider bleibt doch ein nicht ganz geringer Rest an unguter Rechtsradikalität auch im Wähler hängen, oder gar im Aktivisten. Denn es ist kein übertriebenes Moralisieren, darin eine allgemeine Gefahr zu sehen. Die Rechtsaußen der Politik scheinen überall im Europa aktiv zu sein und im ständigem Dauerangriffsmodus und dies ist problematisch. Wenn wir den Klimawandel verschlimmern lassen und uns Kriege und damit auch verbundene Flüchtlingsströme sodann mehr in den Radikalismus des Denkens treiben, wird es hier leider ungemütlich. Ich denke schon, dass selbst Existenzialisten die Eigenverantwortlichkeit von Menschen in der Regel nie infrage stellen, zumal wenn wir Christen, Juden oder andersweitig religiös ticken. Im Idealfall hat jeder von uns durchaus
        Hausaufgaben zu machen. Aber sie dürfen uns nicht die Lebensfreude und die guten Seiten der Existenz vermiesen. Christen kann Gebet helfen und früher hat meiner Seele gemeinsame Meditation sehr gut getan. Ich war innerlich wie runderneuert

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