Nach 13 Jahren hat der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) seinen Generalsekretär Christoph Stiba verabschiedet. Sein Nachfolger will die Einheit der Christen neu sichtbar machen.
Am 1. April wurde Pastor Dr. Maximilian Zimmermann als neuer Generalsekretär eingeführt, berichtet der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in einer Pressemitteilung. Er ist der Nachfolger von Pastor Christoph Stiba, der nach 13 Jahren aus diesem Amt verabschiedet wurde. Zimmermann hob die Bedeutung der Einheit im Glauben hervor, die gerade in Zeiten der Polarisierung wichtig sei.
Dr. Maximilian Zimmermann wurde 1980 in München geboren. Seine theologische Ausbildung absolvierte er am Bibelseminar Bonn, am Theologischen Seminar Elstal (heute Theologische Hochschule Elstal), an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. 2016 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Von 2010 bis 2017 war er Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Ratingen, von 2017 bis 2022 Dozent für Systematische Theologie an der Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest, von 2020 bis 2022 deren Studienleiter. Von 2022 bis zuletzt war Zimmermann Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal.
BEFG will verbinden
In seiner Ansprache stellte Dr. Maximilian Zimmermann die geistliche Grundlage des Gemeindebundes in den Mittelpunkt: „Es ist der eine Herr in der Mitte unserer 767 Ortsgemeinden, der uns zusammenschließt. Und es ist der eine Geist, der uns verbindet – in aller Verschiedenheit.“ Diese Einheit sei nicht in erster Linie organisatorisch hergestellt, sondern geistlich begründet.
Auftrag des BEFG sei es, diese geistliche Verbundenheit immer wieder neu sichtbar zu machen. Diese Perspektive gelte ausdrücklich auch über die eigene Freikirche hinaus: „Wir wollen und können uns unseren Weg gar nicht anders vorstellen als in der Verbindung mit den anderen christlichen Kirchen, Werken, Gemeinden.“
Der bisherige Generalsekretär Christoph Stiba blickte dankbar auf seine Amtszeit zurück: „Ich habe meinen Dienst gerne und mit Freude getan.“ Der BEFG sei für ihn ein Bund, den man „liebhaben“ müsse – trotz aller Herausforderungen, die das Amt des Generalsekretärs mit sich bringe.

„Starkes Zeichen“
Verschiedene Grußworte würdigten das Wirken des bisherigen Generalsekretärs und gaben dem neuen Generalsekretär gute Wünsche mit auf den Weg. Reverend Christopher Easthill und Dr. Verena Hammes, der Vorsitzende und die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), bezeichneten Christoph Stiba laut Pressemitteilung als „Brückenbauer“. Er habe den BEFG fest in die Gemeinschaft der Kirchen eingebunden. Der ACK freue sich auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit mit Dr. Maximilian Zimmermann, der „frische Energie“ in das Amt bringe.
Auch von der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) wurde Zimmermanns Amtsantritt begrüßt, heißt es. Laut Generalsekretär Alan Donaldson sehe die EBF in seiner Berufung „einen wichtigen Schritt … im Dienst der baptistischen Familie in Deutschland“. Für seinen Dienst wünsche man ihm „Weisheit, Kraft und Frieden“. Auch Jochen Geiselhart, Vizepräsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), würdigte den Wechsel als „starkes Zeichen der Kontinuität im Miteinander der Kirchen“.
BEFG-Präsidentin Natalie Georgi hielt die Predigt im Festgottesdienst. Ausgehend von 5. Mose 31 zog sie laut Pressemitteilung eine Linie von der biblischen Staffelübergabe zwischen Mose und Josua zur aktuellen Situation im BEFG: „Personen wechseln, aber die Zusage Gottes bleibt die Konstante. Wir müssen die Zukunft nicht fürchten, denn Gott ist ein Gott, der uns immer schon einen Schritt voraus ist.“ Zugleich betonte sie mit Blick auf das Selbstverständnis des Bundes: „Die Selbstständigkeit der Gemeinde ist unser Schatz, aber die Verbundenheit im Bund ist unsere Stärke.“
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) ist ein Zusammenschluss von autonomen Gemeinden in Deutschland, die überwiegend baptistische oder brüdergemeindliche Wurzeln haben. Er umfasst laut eigenen Angaben rund 767 Gemeinden mit etwa 72.000 getauften Mitgliedern.

Da bin ich aber sehr gespannt, wie der Neue die EINHEIT der CHRISTen angehen wird. Nur, wenn BRUDER Zimmermann vom örtlichen und weltweiten LEIB des CHRISTUS ausgehen wird und alle bisherigen (Konfessions-Spaltungen als total unbiblisch darstellt, wird eine vom HERRN gewollte EINHEIT wahrscheinlich und hoffentlich für Viele einsichtig. Das wird ein schwerer Kampf gegen alles bisher Gewohnte werden. Wenn Er, durch unsren geliebten HERRN darin fest+klar wird und bleibt, wird sich bald zeigen, wer ein echter CHRIST(in) ist und wer nicht ! Wird es durch Trägheit kaum Erfolg geben, muß, wie schon weltweit der Fall, der HERR durch Druck+Verfolgung zeigen, wer zum wahren LEIB des HERRN gehört und wer nicht … !!!
> Konfessions-Spaltungen als total unbiblisch
Ganz so einfach ist es nicht. Die Spaltungen waren ja kein Selbstzweck sondern Ergebnis einer inhaltlichen Spaltung. Vieles in der röm.-kath. Kirche (oder später anderen Kirchen) wurde/wird als unbiblisch angesehen.
Und gerade bei der röm.-kath. Kirche gibt es kaum Möglichkeiten, das innerhalb dieser Kirche zu kritisieren und zu ändern, da sie strikt undemokratisch und hierarchisch organisiert ist. Eine Reformation aus dem Inneren ist da kaum möglich.
Eine zukünftige Einheit liegt daher nicht nur an den abgespalteten Kirchen sondern auch an der Urkirche selbst.
Wobei da noch die Frage zu klären ist, ob die orthodoxe Kirche (und wenn ja, welche) die Urkirche ist oder die r.-katholische.