Mit Festgottesdiensten starteten am Sonntag die beiden größten kirchlichen Spendenaktionen: Adveniat macht auf indigene Völker im Amazonas aufmerksam, Brot für die Welt auf die Wasser- und Klimakrise.
Die kirchlichen Hilfswerke Adveniat und Brot für die Welt feierten gestern die Eröffnungsgottesdienste ihrer großen Spendenaktionen. Mit der Weihnachtsaktion „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“ unterstützen das Bistum Mainz und die Katholische Kirche in Deutschland die indigenen Völker, die den Amazonas-Regenwald schützen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Auftrag, die eine Welt zu schützen, die gute Schöpfung Gottes zu bewahren, dürfe keine Eintagsfliege sein, sagte der Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf beim Eröffnungsgottesdienst in Mainz. Menschen, die für die Bewahrung des Amazonas einstehen, täten dies oft unter Einsatz des eigenen Lebens. Bischof Kohlgraf rief dazu auf, sich an ihre Seite zu stellen.
Schwester Elis dos Santos, die dem indigenen Volk der Mura angehört, berichtete von ihrer eigenen Erfahrung: „Wir indigenen Völker werden vertrieben, zum Schweigen gebracht und unsichtbar gemacht durch ein Entwicklungsmodell, das Profit über Leben stellt.“ Auf der offiziellen Weltklimakonferenz in Belém sei die Stimme der Indigenen nicht gehört worden. „Es gibt keinen Ausweg aus der Klimakrise, ohne den Völkern zuzuhören, die unsere Lebensräume pflegen und schützen.“
„Kraft zum Leben schöpfen“
Auch die Spendenaktion „Kraft zum Leben schöpfen“ von Brot für die Welt startete gestern mit einem Festgottesdienst in Karlsruhe. Die Aktion rückt die Themen Wasser, Ernährungssicherung und Klimagerechtigkeit in den Mittelpunkt, heißt es in einer Pressemitteilung.
Gerechtigkeit bleibe heute für viele Menschen unerfüllt, sagte Pfarrerin Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt. „Über zwei Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser, obwohl dieser Zugang als grundlegendes Menschenrecht anerkannt ist. Und die Folgen des Klimawandels sind ungerecht verteilt – diejenigen, die ihn nicht verursacht haben, leiden am meisten darunter.“
Die Spenden kommen Projekten von Partnerorganisationen von Brot für die Welt weltweit zugute. „Die Gemeinschaften vor Ort haben Lösungen, die manchmal nachhaltiger sind als unsere Ideen von Entwicklung. Diese Handlungs- und Widerstandsfähigkeit sollten wir wertschätzen“, sagt Vani D. Catanasiga, Geschäftsführerin des Fiji Council of Social Services, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt.
Links:
- Spendenaktion „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“ (Adveniat)
- Spendenaktion „Kraft zum Leben schöpfen“ (Brot für die Welt)
