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Globale Kirchenbünde fordern faires Steuersystem

Vor dem Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs setzen sich große kirchliche Weltbünde für eine Steuerreform ein.

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Eine solche sei nötig, um den Zugang zu medizinischer Grundversorgung und lebenslanger Einkommenssicherheit vor allem in armen Ländern zu sichern, hieß es in einem am Montag vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf veröffentlichten Brief an die G-20-Vertreter. Der Appell wird unterstützt vom Lutherischen Weltbund (LWB), der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, dem Weltrat methodistischer Kirchen sowie dem Rat für Weltmission, die zusammen mehr als eine halbe Milliarde Christen vertreten.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hätten reiche Länder mehr als 35 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Gesundheitsnotfälle und die Unterstützung der Wirtschaft aufwenden können, hieß es weiter. In armen Ländern hätten dafür nur sechs Prozent zur Verfügung gestanden. Das globale Steuersystem spiele eine zentrale Rolle bei der Finanzierung der Folgen der Krise.

Systemischer Wechsel nötig

Die kirchlichen Weltbünde begrüßten die Anstrengungen der Staatengemeinschaft für eine Steuerreform, nicht zuletzt das G7-Versprechen für einen Mindeststeuersatz von fünf Prozent für alle international tätigen Unternehmen. Zur Beendigung der globalen Armut sei jedoch ein „systemischer Wechsel“ nötig, lautete der Appell weiter: „Die Pandemie zeigt, dass der Lebensunterhalt und sogar das Leben vieler Menschen auf dem Spiel stehen, in einer Zeit wo das Leben auf der Erde insgesamt bedroht ist.“

Der ÖRK repräsentiert rund 350 Kirchen und mehr als 500 Millionen Christen weltweit, der 1947 gegründete LWB ist die Dachorganisation von weltweit mehr als 75 Millionen lutherischen Christen. Zur Weltgemeinschaft reformierter Kirchen (WGRK) gehören nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Christen aus reformierten, presbyterianischen, unierten, waldensischen und anderen Kirchen und Freikirchen. Der Weltrat methodistischer Kirchen („World Methodist Council“) zählt mehr als 50 Millionen Mitglieder, die zu Kirchen methodistischer Tradition sowie mit ihnen verbundenen unierten und vereinigten Kirchen gehören.

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Quelleepd

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2 KOMMENTARE

  1. Nahezu alle armen Länder sind Arm weil die Politiker extrem korrupt sind. Mehr Geld für diese Länder bringt nur etwas für die korrupten Politiker.

  2. Als Bürger des Landes mit einer der höchsten Steuer- und Abgabenlasten auf diesem Planeten kann, kann ich da echt nur müde lächeln.

    Firmen werden sich, egal ob sie 1, 5 oder 25 Prozent Steuern zahlen, dieses Geld letztendlich wieder bei mir abholen.
    D.h. mein eh schon schmales Budget schmilzt noch weiter zusammen aufgrund von Preisteigerungen.

    Aber es ist natürlich für die Versagerstaaten in Afrika oder Lateinamerika einfacher auf „böse“ westliche Firmen uvm. zu zeigen. „Ausbeutung“ zu beklagen, als eigenes Versagen (Korruption, Misswirtschaft, etc.) zu thematisieren

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