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Theologe Körtner: Kirchen verwechseln Nächstenliebe mit offenen Grenzen

Der evangelische Theologe Ulrich Körtner wirft den beiden großen Kirchen in Deutschland eine unkritische Haltung bei der Flüchtlingspolitik vor. „Man kann nicht aus einem theologischen Universalismus heraus für prinzipiell offene Grenzen plädieren“, sagte der Theologieprofessor aus Wien der Zeitschrift „Publik-Forum“. Die Kirchen verwechselten Nächstenliebe mit offenen Grenzen.
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„Selbst als es schon eine differenzierte Debatte gab, sind der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, bei ihrer Position geblieben“, erklärte Körtner. Den Flüchtlingskurs der Bundesregierung, „bei dem es vorübergehend zu einem Kontrollverlust des Staates kam“, hätten die Kirchen 2015/2016 „massiv“ unterstützt. Dabei hätten sie sich auf die „christliche Nächstenliebe“ berufen.

Nach Ansicht Körtners haben es die Kirchen versäumt, sich einer „kontrollierten Einwanderung“ zu öffnen. „Auch in der Nächstenliebe gibt es unterschiedliche Verpflichtungsgrade, die gegeneinander abgewogen werden müssen“, warnte Körtner. Andernfalls drohten Überforderung und Zusammenbruch, so der Theologe.

Körtner selbst hatte sich auf dem Höhepunkt der sogenannten „Flüchtlingskrise“ in zwei Flüchtlingsquartieren in Wien engagiert.


Wer sich näher für die Positionen der beiden Theologen interessiert: In der Zeitschrift chrismon ist ein Streitgespräch der beiden zum Thema Flüchtlinge erschienen, das auch online verfügbar ist.

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