Ralf Richter GRZ
Ralf Richter (Foto: Michael Miklas)

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister segnete Ralf Richter am Sonntag in sein Amt als Leiter und Theologischer Vorstand des Geistlichen Rüstzentrums (GRZ) Krelingen ein. Der 56-jährige tritt die Nachfolge von Martin Westerheide (66) an, der das Krelinger Werk elf Jahre leitete und nun in den Ruhestand geht. Meister betonte, die „Vielfalt an Arbeitsbereichen und Angeboten“ in Krelingen. Das GRZ sei ein „Werk Gottes“ und ein geistliches „Leuchtfeuer“. Der Landesbischof dankte Westerheide für seinen engagierten Dienst. Trotz zum Teil unterschiedlicher theologischer Sichtweisen sei es stets ein brüderliches und offenes Miteinander gewesen.

Der neue GRZ-Leiter Richter war zuletzt Pfarrer der evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Peking. In seiner Predigt plädierte Richter für eine „Kultur der Nächstenliebe“. Diese sei keine Selbstverständlichkeit. In China habe er eine darwinistisch geprägte Gesellschaft erlebt, in der das Recht des Stärkeren gelte. Tendenzen zu einer „Ellenbogengesellschaft“ erlebe er auch in Deutschland. Als Christen gehe es aber darum, nicht wegzusehen, sondern die „Sichtweise Jesu“ und dessen Blick für Einzelne und ihre Nöte einzunehmen.

Das GRZ Krelingen wurde 1965 von Pastor Heinrich Kemner gegründet. Auf dem 17 Hektar großen Gelände gibt es ein Reha-Zentrum mit Überbetrieblicher Ausbildung für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchthintergrund, ein theologisches Studienzentrum mit Sprachenschule, ein Freizeit- und Tagungszentrum mit Gäste- und Jugendhäusern, den Bereich Gemeindedienste und Seelsorge sowie mehrere Betriebe. In den verschiedenen Bereichen arbeiten rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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