Frauen aus Simbabwe gestalten die Liturgie für den diesjährigen Weltgebetstag. Aktuell plagt das Land eine extreme Dürre.
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Jedes Jahr steht beim Weltgebetstag der Frauen ein anderes Land im Fokus. In diesem Jahr soll es Simbabwe sein. Die dortigen Frauen liefern die Gottesdienst-Liturgie für den 6. März 2020. Aktuell steht das Land jedoch vor einer Hungersnot. Die Arbeiten der Partnerorganisationen des Weltgebetstages liefen trotzdem weiter, heißt es vonseiten der Organisatorinnen und Organisatoren. Aber man habe auch im Blick, dass die Dürrekrise die Frauen vor zusätzliche Herausforderungen stelle und sie großen Stress ausgesetzt seien.

Gerade jetzt könnten Gebet und die Spenden des Weltgebetstags also wichtiger denn je sein. Mädchen versäumen beispielsweise den Schulbesuch, weil sie sich bei der Essensausgabe von Hilfsorganisationen anstellen. Die Benachteiligung von Mädchen und Frauen ist durch den Klimawandel also zusätzlich verschärft. Das Land hat zudem mit den Folgen von jahrelanger Misswirtschaft und Korruption zu kämpfen. Hinzu komme die aktuell massive Währungskrise, heißt es auf der Seite des Weltgebetstags.

Unterschriftenaktion gegen Schulden

Die Frauen im krisengeplagten Land lassen sich jedoch nicht unterkriegen. Sie legen in ihrem Gottesdienst den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken aus: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ Hoffnung und Aufbruch sehen die Simbabwerinnen darin. Der Weltgebetstag möchte der Bevölkerung in dem afrikanischen Land vor allem mit einer Unterschriftenaktion helfen. Mit der soll die deutsche Bundesregierung aufgefordert werden, auf einen Teil der 730 Millionen Euro an Schulden zu verzichten. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, beispielsweise zur Bekämpfung von Aids. Mit den Einnahmen aus den Kollekten des Weltgebetstags werden 86 Partnerorganisationen in 29 Ländern unterstützt, die sich für Mädchen und Frauen einsetzen. Im vergangenen Jahr kamen 2,56 Millionen Euro zusammen.

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In Deutschland gibt es zahlreiche Möglichkeiten, beim Weltgebetstag der Frauen am ersten Freitag im März teilzunehmen. Eine Übersichtskarte über die Gottesdienste findet sich auf der Projektseite. Außerdem gibt es einen Online-Gottesdienst, der über www.weltgebetstag.de mitgefeiert werden kann. Ab 18.15 Uhr wird ein Gottesdienst aus der Erlöserkirche in Bayreuth ausgestrahlt. Eine Social Wall soll Beiträge von Instagram und Twitter auflisten. Außerdem gibt es einen Livechat auf YouTube und Untertitel für Gehörlose. (nate)

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