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Der Schauspieler Axel Milberg (56) leidet unter der Vorstellung, sterben zu müssen. «Ich empfinde das als Einmischung ins Privatleben», sagte er dem evangelischen Monatsmagazin «chrismon» (Januar-Ausgabe). Früher habe er nie daran gedacht, aber seit einigen Jahren belästige ihn die Tatsache, dass irgendwann der Tod kommt.

In zehn Jahren bin ich im offiziellen Rentenalter, dabei habe ich doch gerade erst angefangen», schilderte Milberg seine Befindlichkeit.

Vor allem aber sei der Tod eine Mahnung, das Leben zu genießen, ergänzte der Darsteller, der für seine Rolle als Kommissar Klaus Borowski im Kieler «Tatort» bekannt ist. «Lass nichts anbrennen! Liebe! Pack zu! Wähle den anstrengenderen Weg statt den leichten!» Im Leben müsse man ein Risiko eingehen.

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Gott ist für Milberg ein wandelbares Wesen: «Das ist heute ein anderer als gestern oder morgen.» Gott müsse plötzlich da sein, «ohne dass ich mir ihn herbeiwünsche, sonst werde ich misstrauisch». Denn der Wunsch zu glauben sei nicht mit dem Glauben selbst zu verwechseln.

Dass es etwas Göttliches gebe, könne er sich unter anderem dann vorstellen, wenn er sich «diesen unfassbar genauern Bauplan der Natur» vergegenwärtige, fügte der Darsteller hinzu. Je mehr man über die Natur wisse, desto größer sei das Staunen.

(Quelle: epd)