50.700 nicht-evangelische Schülerinnen und Schüler haben im vergangenen Schuljahr den evangelischen Religionsunterricht in Bayern besucht. Das teilt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern mit. „Wenn die Eltern einen Antrag stellen, können auch nicht-getaufte Kinder oder Kinder aus anderen Religionen am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen“, sagt Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, der zuständige Abteilungsleiter für den evangelischen Religionsunterricht im Münchner Landeskirchenamt. Insgesamt hätten knapp 331.000 Kinder den evangelischen Religionsunterricht besucht, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch Abmeldungen hatte die evangelische Kirche in Bayern zu verzeichnen: Von 80.000 evangelischen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten meldeten sich 5.000 vom Religionsunterricht ab. In den Berufsschulen waren es im vergangenen Jahr sogar 17.000 von 50.200 Lernenden. Das schmerze ihn, sagte Bierbaum, „denn jede Abmeldung ist eine verpasste Chance, in der Schule über die wirklich wichtigen Themen im Leben zu sprechen: „Warum gibt es mich? Wofür bin ich da? Wer ist Gott?“ Deswegen soll es jetzt einen dreijährigen Schulversuch in den Berufsschulen in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und dem Kultusministerium geben. Im Rahmen dessen werden Modelle erarbeitet, die möglichst vielen Schülerinnen und Schülern eine Teilnahme am Religionsunterricht ermöglichen sollen.

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