Die 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat fünf Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in den ÖRK-Zentralausschuss gewählt.

Die Delegierten des Weltkirchenrates votierten am Mittwoch im südkoreanischen Busan für die designierte EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber und Landesbischof Martin Hein (Kassel). Gewählt wurden zudem die badische Pfarrerin Anne Heitmann und Schulamit Kriener von der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie Judith Königsdörfer von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

 Als weiterer Deutscher gewählt wurde der mennonitische Theologe Fernando Enns (Hamburg). Der Zentralausschuss hat rund 150 Mitglieder und bildet zwischen den Vollversammlungen das höchste ÖRK-Leitungsgremium. Er führt die von der Vollversammlung angenommenen Richtlinien aus, prüft und überwacht die Programme und beschließt den ÖRK-Haushalt. Die Tagung mit rund 3.000 Teilnehmern in Südkorea geht am Freitag zu Ende.

 Die EKD und ihre Mitgliedskirchen haben insgesamt 16 stimmberechtigte Delegierte in das oberste Leitungsorgan des ÖRK entsandt, das alle sieben Jahre tagt. Darunter sind der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der Oldenburger Bischof Jan Janssen und der bis Ende des Jahres amtierende EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte sowie der Moderator des Reformierten Bundes, Peter Bukowski. Die Vollversammlung wählt aus der Mitte der Delegierten auch die 150 Mitglieder des ÖRK-Zentralausschusses und die bis zu acht Präsidentinnen und Präsidenten des ÖRK, die von Amts wegen Mitglieder des Zentralausschusses sind.

(Quelle: epd)