Ein US-Berufungsgericht hat entschieden, dass Schulen in Texas verpflichtet werden dürfen, die Zehn Gebote in Klassenzimmern aufzuhängen. Kritiker sehen darin einen Verstoß gegen die Trennung von Kirche und Staat.
Ein US-Berufungsgericht in New Orleans hat entschieden, dass der Bundesstaat Texas Schulen verpflichten darf, die Zehn Gebote in Klassenzimmern aufzuhängen. Wie der Spiegel berichtet, hob das Gericht damit ein früheres Urteil auf, das das Gesetz als Verstoß gegen die Religionsfreiheit gewertet hatte.
Zur Begründung erklärten die Richter, das Gesetz schreibe keine religiösen Handlungen vor. Schülerinnen und Schüler würden weder in den Geboten unterrichtet noch zu deren Befolgung gezwungen. Eltern und Kinder könnten weiterhin frei über ihre religiöse Zugehörigkeit entscheiden. Damit liege kein Verstoß gegen den ersten Verfassungszusatz vor.
Schulen bekommen Geld für biblische Inhalte
Die American Civil Liberties Union kritisierte das Urteil scharf und kündigte an, dagegen vor dem Obersten Gerichtshof zu klagen. Der texanische Gouverneur Greg Abbott sprach dagegen in einem Beitrag auf der Plattform X von einem „riesigen Erfolg“ und erklärte: „Die Grundlagen des westlichen Rechts und der westlichen Moral gehören in unsere Klassenzimmer.“
Das Gesetz ist Teil eines breiteren Vorstoßes konservativer Politiker, christliche Inhalte stärker im Schulalltag zu verankern. Ähnliche Regelungen gibt es laut New York Times auch in Louisiana, Arkansas und Alabama. Zusätzlich setzt Texas finanzielle Anreize: Schulen können bis zu 60 Dollar pro Schüler und Jahr erhalten, wenn sie biblisch geprägte Lehrpläne nutzen.
Hintergrund:

da bin ich hin und her gerissen. Ich bejahe die Trennung von Kirche und Staat, glaube aber daran, dass wenn eine Nation Gott fürchtet und seine Regeln befolgt, der Segen fließt !!!