Markus Dröge (Foto: EKBO)
Das Berliner Neutralitätsgesetz verbietet Lehrern das Tragen christlicher Symbole – allerdings gilt das nicht für den Religionsunterricht. Der evangelische Bischof Markus Dröge will das nun nutzen und allen Religionslehrern ein kleines Kreuz zum Anstecken schenken.
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Dröge kündigte in der Wochenzeitung „Die Kirche“ (Ausgabe vom 27. Mai) an, er habe allen Religionslehrern und -lehrerinnen in der Landeskirche ein solches Kreuz besorgt, so wie er selbst es auch stets trage. Sie sollen es mit einem Anschreiben erhalten.

Er würde sich freuen, so Dröge weiter, „wenn viele von ihnen dieses Kreuz auch in der Schule tragen würden – als Zeichen des Bekenntnisses, als Zeichen für ihren persönlichen christlichen Glauben, der ganz wesentlich zu unserem Land gehört“. Damit lasse sich der Glauben durchaus selbstbewusst in die kulturelle und religiöse Vielfalt einbringen.

Schulverwaltung: „Kein Konflikt mit dem Neutralitätsgesetz“

Die Berliner Schulverwaltung bestätigte gegenüber dem Sender rbb, dass kein Konflikt mit dem Berliner Neutralitätsgesetz bestehe. Das Verbot religiöser Symbole gelte „nicht für die Erteilung von Religions- und Weltanschuungsunterricht“, bestätigte die Sprecherin der Senatsverwaltung, Beate Stoffers.

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Nach statistischen Angaben der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wird derzeit an rund 75 Prozent der Berliner Schulen und an rund 50 Prozent der Brandenburger Schulen Religionsunterricht erteilt.