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Lothar Kosse: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“

Wie der Song „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ entstand und welche Rolle das Buch Hiob dabei spielte – erzählt vom Musiker selbst.

Von Lothar Kosse

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Ich habe das Lied „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ in einer Zeit geschrieben, in der ich einen schwer an Krebs erkrankten Freund begleitet habe. Wir hatten in dieser Zeit öfter gemeinsame Zeiten der Anbetung mit Musik und angesichts seiner herausfordernden Situation fielen uns irgendwann keine passenden Songs mehr ein.

Ich habe dann noch mal im Buch Hiob im Alten Testament gelesen und eine wunderbare Aussage in dieser Erzählung voller Leid gefunden. „Doch ich weiß: Mein Erlöser lebt; und als der Letzte wird er über dem Staub stehen. Und nachdem man meine Haut so zerschunden hat, werde ich doch aus meinem Fleisch Gott schauen“ (Hiob, Kapitel 19, Verse 25 bis 27). Daraufhin habe ich mich hingesetzt und ungeachtet des großen Werkes von Händel ein neues Lied mit diesem Text geschrieben.

Der Weg im Schmerz hin zu Gott

Dieser Songtext ist eigentlich also gar nicht von mir. Ich habe ihn nur aufgeschrieben und in den Versen etwas lyrisch beschreibend erweitert. Die Figur Hiob ist für mich eine Quelle ständiger Inspiration und ein großes Vorbild in Sachen Anbetung Gottes. Wie kommt jemand in einer Zeit der großen Qual zu dieser Aussage? Hiob kannte das größere Bild nicht, das zu seinem Leid führte, und hat es auch nie erfahren. Es gab keinen Hinweis, keine Erklärung und auch keinen Anlass zur Hoffnung, dass sich diese Situation jemals wieder ändern würde.

Und doch hat Hiob nie aufgehört, mit Gott im Dialog zu bleiben. Ihm war klar, dass es für ihn in seinem Schmerz nur einen Weg gab. Den Weg hin zu seinem Gott. Mich begeistert das. Hiob wusste: Wenn es einen Grund zur Hoffnung gibt, dann nur bei diesem Gott. Bei dem Ursprung und Wiederhersteller allen Lebens.

Hiob kommt zu dieser wunderbaren Aussage inmitten einer völlig ausweglosen Situation. Es scheint, als ob für einen kurzen Moment die finsteren Wolken zur Seite weichen und er etwas sieht, was er vorher nicht sehen konnte. Ein Wort der Wahrheit, ihm direkt zugesprochen aus einer größeren Wirklichkeit, zu der er keinen Zugang hat. Im gesamten schweren Buch Hiob ist das die hellste Stelle. Hier werden die Dinge in einer übernatürlichen Klarheit so gezeigt, wie sie wirklich sind. Es gibt einen Erlöser. Nicht irgendeinen. Irgendwo anonym im Weltall. Nein, es ist mein Erlöser. Es ist mein Gott, der sich in all seiner Liebe um mich sorgt und dem mein Schicksal niemals egal ist.

Die gute Nachricht des Himmels

Dieser Erlöser steht „über dem Staub“. Warum? Weil er aus dem Staub alles Leben und auch uns Menschen erschaffen kann. Er ist in der Lage, alle Elemente ins Leben zu rufen und ihnen das Leben einzuhauchen. Und er will das, was er geschaffen hat, nicht dem Verfall preisgeben, sondern aus der Vergänglichkeit befreien. Das beschreibt der Theologe Paulus im Brief an die Römer im Alten Testament. „Dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit frei gemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.“

Weil das so ist, gibt es Hoffnung. Das ist die gute Nachricht des Himmels an uns. Weil das so ist, kann Hiob sagen: „Ich werde aus meinem Fleisch Gott schauen.“ Nicht irgendwann in der Ewigkeit. Nein. Aus meinem Fleisch. Das heißt: Hier und jetzt. Unverzüglich. Das ist kein nett gemeinter Pseudotrostspruch. Das ist die Wirklichkeit des Lebens mit Gott. Gott lebt in uns und wir in ihm. Und genau so ist das unendliche Leben Gottes in uns. Wir haben einen Erlöser. Und dieser Erlöser lebt. Und wir mit ihm.

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Diesen Beitrag hat Lothar Kosse für das Magazin lebenslust geschrieben. lebenslust ist wie Jesus.de ein Angebot des SCM Bundes-Verlags.

>>> Hier geht es zur Homepage von Lothar Kosse.

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5 Kommentare

  1. Was ich noch vergessen habe der Redaktion und Chey zu schreiben: In der Vergangenheit hatte jesus.de anstelle auch von Kommentaren einige eigene Texte von mir veröffentlicht. Offensichtlich ist dies nicht mehr erwünscht. Ich scheine hier für fast alle ein rotes Tuch zu sein, denn alle Reaktionen auf fast alles was ich schreibe, wenn sie erfolgen, sind nur negativ. Ein Grund mehr hier nicht mehr zu schreiben. Ich wünsche mir selbst, dies auch durchzuhalten. Jedenfalls habe ich dies vor. Es muss aber niemand wundern, dass jemand wie ich, der nur negative Reaktionen erhält, einmal völlig endgültig die Nase voll hat. Irgend etwas liebevolles nehme ich hier fast nie wahr. Auch wenn dies immer eine subjektive Wahrnehmung ist, bleibt dies für mich nur traurig. So stromlinienförmig wie dies von mir erwartet wird, wobei theologische Meinungen sehr unerwünscht sind, kann ich leider nicht sein. Ade. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Vielleicht ist die Redaktion froh, dass hier jemand weniger ist der Sand ins Getriebe streut.

    • Lieber Herr Hehner, nach Ihrem letzten Text, muss ich als stille Nutznießerin doch mal was schreiben. Ich kann verstehen, daß Sie verletzt sind. Aber es ist trotzdem schade, wenn Sie nichts mehr kommentieren wollen. Ich fand die meisten Ihrer Kommentare und Texte gut und könnte oft innerlich zustimmen. Nur eines ist mühsam, wenn die Texte ziemlich lang sind. Dann enthalten sie auch mehr Stellen, die mißverstanden und falsch interpretiert werden können. Aber natürlich ist es auch so, wenn man etwas über- oder falsch lesen will, ist die Textlänge egal.
      Könnten Sie sich das mit dem „Ade“ nochmal überlegen?
      In jedem Fall wünsche ich Ihnen Gottes Segen in allem.

  2. Ade

    Aber das ist doch so und ich habe hier nicht behauptet, dass dies vielen anderen Menschen nicht passiert ist, oder hier hätte auch passieren können. Was mich entsetzt, Chey, dass du dich jetzt erstens als Sprachpolizei betätigst. Dies trifft mich stark, besonders wie man mit meinen moderaten Kommentaren hier angegangen wird. Dies wiederum betrübt mich zweitens und ich komme mehr zu dem Ergebnis, dass irgend ein toleranter Umgang mit anderen Meinungen und Haltungen nicht genehm ist. Auch deine Äußerung ist absurd wegen meinem angeblich Nichtverhältnis zum Judentum. Das Gegenteil ist aber wahr. Betrachte dies als meinen endgültigen Abschied hier bei jesus.de. Ich bin den meisten hier schreibenden Menschen entweder zu fromm, falsch fromm, zu unfromm, vertrete angeblich falsche Lehren usw. usw. usw. Ade. Ich kann ja hier leider vermuten,
    dass die von der Redaktion gestrichene Bemerkung alles unangenehme erwarten lässt. Dazu ist mir meine seelische Gesundheit
    im Endeffekt doch zu wertvoll.

  3. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt

    Wir alle sind die Geschöpfe eines unendlichen und immer unbegreifbaren Gottes, der völlige Liebe ist und kräftig in dieses Leben kam. Er wurde in Jesus Christus in einer Notunterkunft geboren, starb unter einer Römischen Todesstrafe brutal an einem Kreuz und seine Zuwendung zu uns kann nie sterben. Mit den Ankunft des Menschensohn Jesus kam Gott hier in unsere tiefsten Tiefe vollster Verlorenheit. Aber durch die Auferweckung sowie Auferstehung von Jesus Christus wurde in diesem Leben das riesige Geschenk unserer Versöhnung mit Gott Wirklichkeit. So kann mich nichts mehr scheiden von der Liebe Gottes. Hiobs Buch hatte diese Erfahrung, biblisch in der sehr sinnbildlichen Geschichte erzählt: Als ihm alles genommen wird, selbst am Ende auch noch die Gesundheit, zeigt Hiob Gott nicht die kalte Schulter. Der Teufel verliert die große Wette mit Gott, dass Hiob ihm abschwört

    Aber dann wird am Ende aber alles wirklich gut. Doch jüdische Menschen haben im Grauen der Konzentrationslager leider so ihr Vertrauen in einen himmlischen Vater völlig begraben. Mein eigener Vater verlor seinen Glauben an Gott für immer nach nur drei Tagen der sehr grauenhaften Erlebnisse von Stalingrad. Aber Jesus behält vollkommen recht: Er kommt hier niemals als Richter, sondern Retter und Erlöser aller Menschen. Am Ende wird alles gut. Es ist keine Kindergeschichte, niemals ein Ammenmärchen, Jesus erlöst und hat immer Schlüssel zur Hölle und des Todes, um aufzuschließen jenen, die es hier verabsäumt hatten. Gott so auch Gott sein zu lassen, die ihn zuvor nicht kannten, nie von ihm hörten und wie jener Schächer am Kreuz doch für den Himmel reif ist. Jesus ist niemals auf die Erde gekommen, um sie mit Zuckerguss zu übergießen, er kam nie zu Gerechten, aber Sündern.

    Er kommt als Vater des Verlorenen Sohnes, der wieder nachhause geht aus eigener Schuld-Erkenntnis. Aber sein Vater kommt ihm entgegen und umarmt ihn. Es ist aber da jenes arme Schaf, dass noch nicht einmal wirklich um Hilfe ruft, sich unter Dornen völligster Verlorenheit vielleicht längst selbst aufgab. Dann macht sich der Gottessohn auf, verlässt die 99 angeblich Gerechten, sucht und findet jenes Wesen, lädt es wortlos und sehr liebevoll auf seine Schultern und trägt es nur nachhause. So macht es ein unendlicher Gott, der von den Israeliten niemals durchgängige Treue erhielt, hier von Menschen verraten, verachtet, an ein Kreuz genagelt wurde und über den die Philosophen der Griechen Spott und Hohn ausgossen. Weil der Christengott sich auch wehrlos menschlicher Strafe ergab. Die Liebe Gottes siegt und daher hatte der Teufel Null Chance, dass Hiob seinem Erlöser seine kalte Schulter zeigte. Aber so kann mich nichts von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus ist. Keine Macht dieses Universum ist stärker als jene Liebe (Gottes). Also wird hier die Geschichte Abrahams, dem Gott sein Vertrauen als Gerechtigkeit zurechnete, völlig neu zugespitzt erzählt. Abraham wird als Methusalem noch Vater eines großen Volkes. Nicht Alter, drohendert Tod und auch nie bisweilige Untreue, vermag Menschen von der Liebe Gottes zu trennen, die immer unverdient bleibt. Denn die Liebe ist kein Geschäft auf Gegenseitigkeit, nie nach eigenen Wohltaten himmlische Pluspunkten, sondern nur unverdienbares Geschenk Deshalb hofft Jesus sogar auf unsere große menschliche Dankbarkeit, wenn wir 70mal sieben mal auch Mitmenschen vergeben, also utopisch sogar bereit sind, niemals unseren Stab über Mitmenschen für alle Zeiten zu brechen. Sonst hätte der Himmel so längst seine große Gnade sofort beendet. Denn im fast unendlichen Universum ist unser Blauer Planet – rein räumlich und auch wegen seiner Winzigkeit – nur Staubkorn in der Wüste. „Sterben im Weltall braucht es nur Supernova oder Gammastrahlenblitz“!
    Am Ende kehren wir heim in unser altes Paradies, in den Neuen Himmel und Neue Erde Gottes und sicherlich müssen wir uns dann in der Ewigkeit noch kräftig gegenseitig unsere Bringschulden vergeben, so wie es Gott jeden Tag in größter Geduld tut. Was uns gefühlsmäßig guttun wird: Am Ende stößt aber ein himmlischer Vater (und Mutter) auch alle bösartigen Tyrannen der Menschen vom Thron, die ihre Völker gewaltsam missbrauchen. Die Hölle auf Erden wird enden und Insolvenz anmelden. Auch die ständige Apokalypse seit den Tagen des Turmbaues zu Babel. Wir als Gotteskinder werden alle Schwerter zu Pflugscharen machen und Waffen, Atombomben und Kriege ächten. Das Reich Gottes wird vorgeschattet, dann aber in der Ewigkeit Realität.
    Allerdings: Wenn wir im Licht Gottes stehen, wird hinter mir mein Schatten größer. Er ist immerzu Anlass zur Buße und Umkehr. Karfreitag lässt grüßen, er erzählt die unmögliche skandalöse Geschichte eines Gottes, den die Römische Justiz sinnlos ermordet

    • > Doch jüdische Menschen haben im Grauen der Konzentrationslager leider so ihr Vertrauen in einen himmlischen Vater völlig begraben

      Das du so einen Satz, der daneben auch sehr stark vereinfachend ist (die Reaktionen im Judentum auf die Shoah sind sehr unterschiedlich) mit einem missionarische Text mit Jesus setzt, macht mich ( mal wieder) fassungslos über Dein Verhältnis oder Nichtververhältnis zum Judentum.

      [gestrichen – Mfg, die Jesus.de-Redaktion]

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