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Taizé-Gebete selbst durchführen

Das Taizé-Gebet ist ein Gottesdienst ohne Predigt. Das Tolle: Der Ablauf ist so einfach, dass es jeder Laie vorbereiten und durchführen kann.

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Taizé liegt im Trend. Tausende Menschen aller Altersgruppen, aber vor allem junge Erwachsene, zieht es jedes Jahr zu diesem ökumenischen Männerorden in Frankreich. Manche bleiben eine Woche, andere ein ganzes Jahr. Von dort aus tragen sie das Taizé-Gebet in alle Welt.

Ein Taizé-Gebet ist kein ausformuliertes Gebet wie das „Vater unser“, sondern eine Gottesdienstform – besinnlich, predigtlos und kurz. Im Durchschnitt dauert es eine halbe Stunde.

Ein klassischer Ablauf sieht wie folgt aus:

  1. Ein oder zwei Gesänge
  2. Psalm
  3. Schriftlesung
  4. Gesang
  5. Stille
  6. Fürbitten jeweils mit Kyrie-Ruf oder Lobpreislitanei
  7. Vater unser
  8. Gesang
  9. Segensgebet
  10. Gesänge

Ziel: meditative Stimmung

Die gleichbleibende Struktur erleichtert es Laien, das Gebet durchzuführen und gibt den Teilnehmenden Orientierung sowie Sicherheit. Neue Lieder werden immer zu Beginn des Gottesdienstes eingeübt. Denn: Ziel des Taizé-Gebets ist eine meditative Stimmung.

Allen Gottesdienstbesuchern werden zu Beginn Ablauf und Texte ausgeteilt. Dadurch werden Regieanweisungen während des Gebets vermieden. Das Eingangslied wird so lange gesungen, bis alle ruhig geworden sind. Die Lieder während des Gottesdienstes werden mehrmals gesungen, leiser werdend, gesummt und in die Stille führend.

Dieses Video der Kommunität Taizé erklärt, wie man ein Taizé-Gebet vorbereitet:

Gesänge und Fürbitten finden sich im Evangelischen Gesangbuch, im Reformierten Gesangbuch oder im Buch „Gesänge aus Taizé 2020-2021“. Gebete können aus dem Buch „Gemeinsame Gebete für das ganze Jahr“ verwendet werden. Psalmen und Bibelstellen kann jeder selbst aus der Bibel aussuchen oder die Herrnhuter Losungen nutzen.

Wer weitere Inspiration sucht, wird auf der Webseite der Kommunität Taizé fündig. Dort finden sich tägliche Gebete inklusive Psalmen, Schriftlesung und Fürbitten. Jeden Samstag wird das Abendgebet um 20.30 Uhr über YouTube als Video aus Taizé übertragen.

Der reformierte Schweizer Roger Schutz gründete 1944 eine kleine Kommunität im französischen Dorf Taizé. 1969 wurde es die erste ökumenische Brüdergemeinschaft der Kirchengeschichte, nachdem ein junger katholischer belgischer Arzt sein Gelübde abgelegt hatte. Die Brüder legen Wert auf klösterliche Tradition, Meditation, soziale Verantwortung, ökumenische Zusammenarbeit und das Prinzip der Einfachheit.


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