Insgesamt 15 lokale «Räte der Religionen» aus Deutschland und den Niederlanden haben sich zu einer «Interreligiösen Konferenz» zusammengeschlossen.

 Die Konferenz verstehe sich als Plattform für den Austausch zu kommunalen Themen, sagte der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Jürgen Micksch, am Freitag in Darmstadt dem epd. Zu dem ersten Treffen in Frankfurt am Main hatten der Rat der Religionen der Stadt und der Interkulturelle Rat eingeladen.

 In den vergangenen Jahren hätten sich auf kommunaler Ebene immer mehr «Räte der Religionen» gebildet, zuletzt in dieser Woche in Kassel, erläuterte Micksch. Sie fänden sich zusammen, um örtliche Konflikte etwa beim Bau von Moscheen oder bei Diskriminierungen wegen des Kopftuchs regeln zu helfen. Sie führten überdies Dialoge, veranstalteten Friedensfeste und Gebete und organisierten Begegnungen. «Damit tragen sie wesentlich zum Zusammenleben und zum Frieden in den Städten bei», betonte Micksch.

 Die 26 Teilnehmer des Treffens kamen aus Aachen, Augsburg, Darmstadt, Dreieich, Duisburg-Essen, Frankfurt, Freiburg, Friedrichsdorf, Hannover, Köln, Nimwegen (Niederlande), Osnabrück, Siegen und Stuttgart. Die nächste Runde ist für den 22. Mai nächsten Jahres ebenfalls in Frankfurt vorgesehen.