Nachrichten & Themen

„Und wenn es ihn doch gibt…“: Deutschlandweite Gottkennen-Tour von Campus für...

Am Samstag, den 30. Mai, startet in Berlin ein Bus mit der Aufschrift „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“. Begleitet wird er von einem Campus für Christus-Bus mit der Botschaft: „Und wenn es ihn doch gibt?“

Stefan Hippler: Der Krach des unbequemen Aids-Kämpfers mit seiner Kirche

In Südafrika sterben täglich rund 1.000 Menschen an Aids. Stefan Hippler ist das nicht egal. Hauptberuflich predigt der katholische Priester in der deutschsprachigen Gemeinde in Kapstadt - bislang.

„Aktion Lila Stola“: „Wir sind Kirche“ wirbt für Zulassung von Frauen...

Mit einer «Aktion Lila Stola» will die Initiative «Wir sind Kirche» am Samstag am Paderborner Dom für die Ordination von Frauen in der römisch-katholischen Kirche demonstrieren. «Mit dem Tragen der lila Stola treten wir ein für eine gewandelte, glaubwürdige Kirche, in der Frauen entsprechend ihren Begabungen und Fähigkeiten als Diakoninnen und Priesterinnen wirken können», kündigte die Laienbewegung am Donnerstag in Bielefeld an. Eine Öffnung des Zugangs für Frauen zum priesterlichen Dienst in der römisch-katholischen Kirche sei besonders vor dem Hintergrund eines aktuellen Priestermangels «notwendig und überfällig», hieß es. Außerdem solle auf die Probleme des Pflichtzölibats aufmerksam gemacht werden. Weitere Aktionen sind für Samstag in Regensburg und für Montag in Berlin geplant.

„The Ninety-Nine“: Allahs Comic-Stars

Die "X-Men" sind out, "The Ninety-Nine" in – zumindest in der arabischen Welt. Nun will der Schöpfer einer am Koran orientierten Comicserie auch in den Westen expandieren. Große Unternehmen wie "Nestlé" und "Endemol" sind schon an Bord.

Konfrontationskurs: Piusbruderschaft plant Priesterweihen ohne Zustimmung des Vatikans

Die traditionalistische Piusbruderschaft will Ende Juni in Zaitzkofen bei Regensburg je drei Männer zu Priestern und Diakonen weihen.

Verfassungsschutz: Berliner Innensenator für Dialog mit Islamisten

Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat sich unter bestimmten Bedingungen für einen Dialog mit Islamistenausgesprochen. «Wir halten es für wichtig, mit denen zu reden, die Gewalt ablehnen», sagte er am Mittwoch in Berlin. Eine mit den Grundwerten des demokratischen Rechtsstaats teilweise unvereinbare Ideologie dürfe hierfür kein Hinderungsgrund sein, fügte er bei der Vorstellung des Berliner Verfassungsschutzberichtes 2008 hinzu. Ziel müsse es, eine weitere Radikalisierung des islamistischen Spektrums zu verhindern. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 habe sich das Bild sehr gewandelt. «Die Spinne im Netz gibt es nicht, stattdessen ein selbstwachsendes Netz, das nicht durch Führungsfiguren, sondern durch Ideologie angestiftet wird», sagte Körting. In der Betrachtungsweise des islamistischen Spektrums bedürfe es daher «einer viel stärkeren Differenzierung». Laut Verfassungsschutzbericht ist die Zahl der gewaltbereiten Islamisten in der Bundeshauptstadt im vergangenen Jahr um etwa ein Drittel auf 430 Personen angestiegen. Besondere Sorge bereite zudem den Sicherheitsbehörden der sogenannte Salafismus, berichtete Verfassungsschutzchefin Claudia Schmid. Dies sei die «am schnellsten anwachsende islamistische Bewegung». Hinzu kämen Gruppierungen, die dem «legalistischen Islamismus» angehören wie die Vereinigung Milli Görüs mit 2.900 Anhängern in Berlin oder die Muslimbruderschaft mit rund 100 Mitgliedern. Von ihnen werde Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ziele abgelehnt. Forderungen von reformorientierten Kräften innerhalb von Milli Görüs, die Organisation weniger dogmatisch neu auszurichten, hätten sich jedoch noch nicht wahrnehmbar niedergeschlagen, sagte Schmid. Auch bei Rechts- und Linksextremisten gebe es weiterhin eine deutliche Gewaltbereitschaft, äußerte Innensenator Körting besorgt und machte dafür auch eine «Popularisierung von Gewalt in den Medien» verantwortlich. Im rechtsextremen Milieu spiele zudem ein verstärkter Ausländerhass eine Rolle. Zahlenmäßig ist das rechtsextremistische Personenpotenzial in der Bundeshauptstadt den Angaben zufolge um rund zehn Prozent auf 1.780 Personen zurückgegangen. Dabei habe die NPD trotz ihrer tiefen Krise ihre Mitgliederzahl von 290 auf 330 Personen steigern können. Freie Kameradschaften seien nicht mehr aktiv gewesen. Auch habe es aufgrund des «hohen Verfolgungsdrucks» weder rechtsextreme Konzerte noch eine nennenswerte Produktion einschlägiger CDs gegeben, sagte Schmid weiter. Das linksextreme Potenzial ist laut Verfassungsschutzbericht mit rund 2.200 Personen nahezu gleichgeblieben. Zentrale Streitfrage unter ihren Anhängern sei nach den Protesten gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm der Einsatz von Gewalt. Erstmals seit Jahren taucht im Berliner Verfassungsschutzbericht auch wieder die «Scientology Organisation» auf. Allerdings habe sich die Hoffnung der Gruppierung bislang nicht erfüllt, durch zahlreiche Werbemaßnahmen mit erhöhten Besucher- oder Mitgliederzahlen einen messbaren Erfolg zu erreichen. Entgegen bisheriger Medienberichte handele es sich bei der Anfang 2007 unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit eröffneten Berliner Niederlassung auch nicht um eine «Deutschland- oder Europazentrale». Sie sei vielmehr den übrigen Niederlassungen in Deutschland gleichgestellt.

Amtswechsel: Bayerischer Bischof leitet künftig Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibel-Gesellschaft (Stuttgart) wird künftig vom Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Johannes Friedrich (München), geleitet.

Bremer Senat: „Kirchentag war großartig“

Der Bremer Senat hat eine positive Bilanz des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages gezogen, der am Sonntag in der Hansestadt zu Ende ging.

Kirchen: Großzügigere Aufnahme von Flüchtlingen

Die Kirchen in Deutschland fordern eine großzügigere Flüchtlingspolitik. In einem am Dienstag in Hannover und Bonn veröffentlichten Gemeinsamen Wort zur «Woche der ausländischen Mitbürger/Interkulturelle Woche 2009» rufen die evangelische, die katholische und die griechisch-orthodoxe Kirche die Bürger zudem auf, «sich einzumischen, Partei zu ergreifen und Solidarität zu üben». Die Interkulturelle Woche steht in diesem Jahr unter dem Motto «Misch mit!» und findet bundesweit vom 18. September bis 3. Oktober statt. Unterzeichner des Gemeinsamen Wortes sind der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der griechisch-orthodoxe Metropolit von Deutschland, Augoustinos. Kooperation und Integration müssten von beiden Seiten, Zuwanderern wie Einheimischen, gewollt und angestrebt werden, schreiben Huber, Zollitsch und Augoustinos. Die Kirchen befürworteten eine Bleiberechtsregelung, die das Problem der Kettenduldungen, also der stets befristeten Verlängerung von Aufenthaltsrechten, löst. Sie solle auch «alte, kranke und traumatisierte Menschen einschließen, die keinen Zugang zum Arbeitsmarkt finden». Beim Ehegattennachzug solle der Nachweis von Deutschkenntnissen nach der Einreise und nicht schon im Herkunftsland verlangt werden, schreiben die Kirchenvertreter. Sie fordern außerdem die Aufnahme weiterer irakischer Flüchtlinge in Deutschland und der EU. Die Interkulturelle Woche wurde 1975 von den Kirchen ins Leben gerufen. Sie wird unterstützt von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten und -beauftragten sowie deutsch-ausländischen Initiativgruppen.

Prozess: Droht Scientology in Frankreich das Aus?

"Organisierter Bandenbetrug" lautet der Vorwurf, wegen dem sich Scientology derzeit in Frankreich vor Gericht verantworten muss.