Beginn der Familiensynode: Papst fordert Offenheit gegenüber allen Formen der Familie
Wie hält es die katholische Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen und mit Homosexuellen? Unter anderem darüber berät seit Sonntag eine Synode im Vatikan. Vor Beginn sorgte das Coming-out eines Priesters für Aufsehen.
Flüchtlingspolitik: Bedford-Strohm und Marx loben Merkels Kurs trotz Kritik an Asylrechtsverschärfungen
Die Spitzenvertreter von katholischer und evangelischer Kirche in Deutschland loben trotz Kritik an geplanten Verschärfungen des Asylrechts die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
EKD-Chef: VW soll Buße tun und jetzt ökologisch klotzen
Auch die beiden großen Kirchen haben mit Erschütterung auf den Dieselskandal des Volkswagen-Konzerns reagiert. "VW soll Buße tun und jetzt ökologisch klotzen", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, am Freitag in Berlin. Der Konzern könne Vertrauen zurückgewinnen, wenn er nun ernst mache und die umwelttechnisch fortschrittlichsten Fahrzeuge entwickle.
Auf Abstand: Papst distanziert sich von amerikanischer Standesbeamtin
Papst Franziskus hat sich von der amerikanischen Standesbeamtin distanziert, die er in der vergangenen Woche in Washington empfangen hatte. "Seine Begegnung mit ihr sollte nicht als Form der Unterstützung für ihre Positionen betrachtet werden", erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag.
Umfrage: Mehrheit wünscht sich Kirchenvertreter in Talkshows
Die Stimme der Kirchen sollte laut Mehrheitsmeinung einen festen Platz in öffentlichen Debatten haben. Wie aus einer repräsentativen Umfrage des evangelischen Monatsmagazins "chrismon" (Oktober-Ausgabe) hervorgeht, hängt es jedoch mit dem konkreten Thema zusammen, ob Vertreter von Kirchen als Talkshow-Gäste im Fernsehen erwartet werden.
Theologe Berthold: Mission und interreligiöser Dialog sind keine Gegensätze
Mission und interreligiöser Dialog stehen nicht im Widerspruch zueinander. Darin waren sich Referenten eines Studientages der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) einig. Er stand unter dem Thema „Missionsverständnis im Gespräch. Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt“. Nach Worten des Vorsitzenden des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen, Prof. Johannes Berthold, darf Mission nur so geschehen, dass das Gegenüber frei ist, eine Überzeugung anzunehmen oder abzulehnen.
Vor der Familiensynode: Kasper beklagt Radikalisierung der Debatte
Wenige Tage vor der Familiensynode in Rom spitzt sich der Streit über einen neuen Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen zu. Der emeritierte Präsident des päpstlichen Einheitsrats, Kardinal Walter Kasper, beklagte am Donnerstag eine Radikalisierung in der Debatte.
Stiftung Deutsche Bibel Liga: Gründer Reinhard Kannenberg im Ruhestand
Reinhard Kannenberg, Gründer und langjähriger Leiter der "Bibel Liga", ist seit heute im Ruhestand. Der 64-jährige ehemalige Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche hatte 1996 mit dem Aufbau des deutschen Zweigs der Internationalen Bibel Liga begonnen.
Orientalische Christen: „Flüchtlinge nach Religionen getrennt unterbringen“
Der "Zentralrat Orientalischer Christen" hält es für sinnvoll, die Flüchtlinge in Deutschland nach Religionszugehörigkeit getrennt in verschiedenen Unterkünften unterzubringen, um das Konfliktpotenzial zu reduzieren. Mittelfristig müssten aber alle Asylsuchenden den "westlichen Wertekanon annehmen".
Altbischof Noack: Kirchen leiden bis heute unter Folgen der DDR-Ideologie
Die Auswirkungen der kirchenfeindlichen Ideologie in der DDR sind nach Ansicht des Magdeburger Altbischofs Axel Noack auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung in Ostdeutschland deutlich spürbar. Die Kirchen in der DDR hätten massenhaft Mitglieder vor allem durch deren Weggang in Richtung Westen verloren, so Noack. Zudem seien Kinder in der DDR nicht mehr getauft und zur Christenlehre geschickt worden, "weil die Eltern Nachteile befürchteten". Dies wirke bis heute fort.
