Reingehört: Kirchentags-Zitate vom Donnerstag

Aussprüche von mehr oder weniger bekannten Rednerinnen und Rednern.

Umzug in den Vatikan: Benedikt XVI. kehrt von päpstlicher Sommerresidenz zurück

Benedikt XVI. ist am Donnerstag von der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo in den Vatikan umgezogen. Nach seiner Ankunft wurde er Vatikanangaben zufolge in seinem künftigen Wohnsitz im ehemaligen Kloster «Mater Ecclesiae» von seinem Nachfolger Papst Franziskus «mit großer brüderlicher Herzlichkeit» empfangen.

„Kämpfen gehen“: Kirchentag in Hamburg eröffnet

Der Kontrast hätte nicht größer sein können: Wo sich noch am Dienstagabend kaum ein Mensch auf dem weiten Hamburger Rathausmarkt gezeigt und wo am nahen Jungfernstieg ein scharfer Wind alle Besucher vertrieben hatte, drängten sich einen Tag später bei strahlendem Sonnenschein 25.000 Menschen, um am Eröffnungsgottesdienst teilzunehmen.

Papst: «Arbeit verleiht Würde»

Papst Franziskus hat am 1. Mai die grundlegende Bedeutung der Arbeit für den Menschen unterstrichen. «Die Arbeit verleiht Würde», sagte er am Mittwoch nach Angaben des Senders Radio Vatikan bei der Morgenmesse in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses Sanctae Marthae. Gesellschaften, die nicht in ausreichendem Maß Gelegenheit zu beruflichen Tätigkeiten für den Lebenserwerb bieten, bezeichnete Franziskus als ungerecht. Arbeitslosigkeit beraube Frauen und Männer ihrer von Gott gegebenen Würde. «Ich möchte die politisch Verantwortlichen ermutigen, alles zu tun, um für mehr Beschäftigung zu sorgen», sagte Franziskus anschließend bei der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz. Unter Bezug auf die zahlreichen Opfer des Einsturzes einer Textilfabrik in Bangladesch beklagte der Papst moderne Sklaverei in aller Welt. «Keinen gerechten Lohn zu zahlen, weil man allein auf den eigenen Profit aus ist, verstößt gegen Gott.» Das Monatsgehalt der Hunderten toten Arbeiter der eingestürzten Textilfabrik in Bangladesch von 38 Euro sei ein Anzeichen für Sklaverei. «Heute entwickelt man Sklaverei aus dem schönsten, das Gott dem Menschen gegeben hat, aus der Fähigkeit, etwas zu erschaffen, zu arbeiten.» Vor dem Hintergrund entwürdigender Arbeitsbedingungen weltweit appellierte Franziskus an alle Menschen guten Willens, sich insbesondere entschieden gegen Menschenhandel als Teil der modernen Sklaverei einzusetzen. In modernen Gesellschaften seien die Menschen weniger wichtig geworden als die Dinge, die Profit sowie politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht garantierten, beklagte der Papst. Dadurch sei das Bewusstsein für den Ursprung der Würde aus der Arbeit verloren gegangen.

„Soviel du brauchst“: Heute startet der Evangelische Kirchentag in Hamburg

115.000 Dauerteilnehmer, 40.000 Tagesgäste, 12.000 Privatquartiere, 5.000 ehrenamtliche Helfer, 2.500 Veranstaltungen, 18,5 Millionen Euro Kosten – der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag, der heute in Hamburg startet, ist als Veranstaltung ein echtes "Schwergewicht".

Niederlande: Fürbitte für neuen König im islamischen Freitagsgebet

In den Niederlanden soll im islamischen Freitagsgebet König Willem-Alexander besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das Kontaktorgan der Muslime rief am Montag laut Medienberichten dazu auf, dass die Imame in den 380 angeschlossenen Moscheen dem neuen Monarchen die besondere Ehre der Fürbitte erweisen sollen.

Allianzkonferenz: Erstmals Dolmetscher für Gebärdensprache

Wenn am 31. Juli die 118. Allianzkonferenz im thüringischen Bad Blankenburg beginnt, wird es erstmals auch Übersetzungen in Gebärdensprache geben. Das teilte die Deutsche Evangelische Allianz mit.

EKD: Ratsvorsitzender Schneider wirbt für differenziertes Islam-Bild

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, wirbt für ein differenziertes Bild des Islam. Mit Blick auf die Ergebnisse des neuen «Religionsmonitors» der Bertelsmann Stiftung sagte Schneider der Tageszeitung «Die Welt» (Montagsausgabe), die Studie nähre den Eindruck, «dass viele Menschen in Deutschland ein verzerrtes Bild vom Islam in unserem Land haben».

Theologieprofessor: Kirchen sollten nicht „fortwährend zu allem Stellung nähmen“

Die Kirchen sollten sich nach Ansicht des Münchner Theologieprofessors Friedrich Wilhelm Graf stärker auf ihre religiösen und geistlichen Aufgaben konzentrieren und nicht "fortwährend zu allem Stellung nehmen", kritisierte Graf in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende "Tageszeitung".

Alois Glück: ZdK-Präsident lehnt strengere Trennung von Staat und Kirche ab

Der Präsident der katholischen Laienbewegung, Alois Glück, lehnt eine striktere Trennung von Staat und Kirchen ab. Zum funktionierenden Staat-Kirche-System in Deutschland sei derzeit keine Alternative erkennbar, die für die Gesellschaft und das Gemeinwohl nützlicher wäre.