Verwaltungsgericht: Religiös Verfolgte sind als Flüchtlinge anzuerkennen

Religiöse Verfolgung ist nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes hinreichender Grund zur Anerkennung als Flüchtling. Ein Ausländer sei als Flüchtling anzuerkennen, wenn die Furcht begründet ist, dass er in seinem Herkunftsland wegen der öffentlichen oder privaten Ausübung seiner Religion verfolgt wird, urteilten die Bundesrichter am Mittwoch in Leipzig.

China: Christenverfolgung meist ethnisch motiviert

Die Verfolgung von Christen in China nimmt stetig zu. Das geht aus einem Bericht der christlichen Menschenrechtsorganisation „China Aid“ hervor. Ein politisches Programm der Regierung in Peking, bestehend aus drei Phasen, soll innerhalb von zehn Jahren alle nicht gemeldeten Hauskirchen in China abschaffen. Christliche Hilfsorganisationen relativieren den alarmierenden Bericht jedoch.

Rhein-zeitung.de: Gymnasium kämpft um Lehrerin – Katholische Pädagogin darf nach Wiederheirat nicht...

Gisela Hütten ist seit mehr als 30 Jahren als Lehrerin für Erdkunde und katholische Religion am Westerwald-Gymnasium in Altenkirchen tätig. Es störte die Kirche nicht, dass die engagierte Lehrerin vor fast 20 Jahren geschieden wurde, auch nicht, dass sie seit gut zehn Jahren in "wilder Ehe" mit ihrem neuen Partner zusammenlebt.

Mittelbayerische.de: Umfrage – 88 Prozent der Deutschen für Priesterheirat

Die Deutschen wünschen sich Reformen in der katholischen Kirche. 88 Prozent sprechen sich nach einem am Dienstag veröffentlichen ZDF-Politbarometer-Extra dafür aus, dass der Zölibat abgeschafft wird, 83 Prozent sind für Frauen im Priesteramt.

Adoptionsrecht für Homo-Paare: EKD begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte von Homosexuellen bei Adoptionen gestärkt. Die Vorschrift im Lebenspartnerschaftsgesetz, nach dem Homosexuelle das leibliche Kind ihres Lebenspartners adoptieren können, nicht aber ein von diesem adoptiertes Kind, ist verfassungswidrig, entschieden die Karlsruher Richter am Dienstag.

Islamisten in Tansania: „Ostern wird es eine Katastrophe geben“

Die tansanische Gruppe "Muslimische Erneuerung" hat christlichen Bischöfen und Priestern per SMS den Tod angedroht. In ihrer Kurzmitteilung bekannten sie sich zudem zu dem Mord an einem katholischen Geistlichen am vergangenen Sonntag.

Käßmann: „Es wird keinen Kult um Luther geben“

Die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat Sorgen um eine Überhöhung des 500. Reformationsjubiläums im Jahr 2017 zerstreut. Es werde keinen Kult um Luther geben, versicherte sie am Montagabend in Berlin.

Indonesien: Angriffe auf Christen nehmen zu

In Indonesien sind Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten zunehmend Drohungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt. Im vergangenen Jahr seien landesweit 75 Fälle von Gewalt gegen Kirchen zu beklagen gewesen, davon 31 im Großraum der Hauptstadt Jakarta, erklärte Theophilus Bella, Chef des «Jakarta Christian Communications Forum» in der Tageszeitung «Jakarta Post» (Montagsausgabe).

Historiker: Es gibt kein christliches Deutschland mehr

Eine staatliche Bevorzugung der Kirchen ist nach Meinung des Münsteraner Historiker Thomas Großbölting nicht mehr zeitgemäß. «Ein christliches Deutschland gibt es nicht mehr, die Zahl der religionspolitischen Konflikte wächst», erklärte der Forscher des Exzellenzclusters «Religion und Politik» in einer am Montag von der Universität Münster vorgesellten Studie.

Personalwechsel: Drei Theologen wollen Bischof in Baden werden

In der badischen evangelischen Landeskirche steht ein Führungswechsel an. Der amtierende Bischof Ulrich Fischer wird im Juni 2014 in den Ruhestand gehen. Wie die Kirche am Montag in Karlsruhe mitteilte, bewerben sich zwei Männer und eine Frau für die Nachfolge.