Martin Luther King
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Vor 50 Jahren hielt der Baptistenpastor und Bürgerrechtler Martin Luther King vor dem Lincoln Memorial in Washington seine berühmteste Rede, die unter dem Titel „I have a dream“ in die Geschichte eingegangen ist. Darin beschrieb er seinen Traum, dass Schwarze und Weiße in den USA eines Tages gleichberechtigt zusammen leben könnten.

Mehr als 250.000 Menschen hatten sich am 28. August 1963 am „Marsch auf Washington“ beteiligt, darunter auch 60.000 Weiße. Die Protestveranstaltung war von sechs Menschenrechtsorganisationen organisiert worden. Der damals 34-jährige King war einer von insgesamt sieben afroamerikanischen Führern der Bürgerrechtsbewegung, die daran teilnahmen.

„Ich habe einen Traum“, rief King der Menge zu. Seine Rede erinnerte von der Aufmachung her an eine Predigt. Der Bürgerrechtler zitierte dabei unter anderem aus der Bibel, der Unabhängigkeitserklärung, der US-Verfassung und, passend zum Ort der Rede, aus zwei Reden des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln.

Als Bürgerrechtler sprach King zwar häufig von zivilem Ungehorsam, aber er trat für Gewaltfreiheit ein: „Nichts, was der Mensch tut, erniedrigt ihn so sehr, wie wenn er derart tief sinkt, dass er einen anderen hasst.“ Dieser Satz wurde für Martin Luther King zum Leitspruch in seinem Kampf gegen Rassendiskriminierung.

Am 19. Juni 1964, ein knappes Jahr nach dem „Marsch auf Washington“, trat in den USA ein neue Bürgerrechtsgesetz in Kraft, das die Rassentrennung formell aufhob.

Anlässlich des Jubiläums der „I have a dream“-Rede wird US-Präsident Barack Obama vor dem Lincoln-Memorial in Washington sprechen. Außerdem sollen die Ex-Präsidenten Bill Clinton und Jimmy Carter sowie die TV-Moderatorin und Schauspielerin Oprah Winfrey auftreten. Noch heute vertreten in den USA 79 Prozent der Schwarzen und 44 Prozent der Weißen die Ansicht, dass die Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht ist.