Verlag: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-374-04865-6

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Andreas Malessa: Als Christ die AfD unterstützen? Ein Plädoyer für …

Der Autor ist Theologe und Christ mit großer journalistischer Erfahrung. Malessa pirscht sich vorsichtig an dieses brisante Thema heran und versucht dabei so wenig „Stimmung“ wie möglich zu machen. Er packt keine Moralkeule aus, aber bereits im Klappentext macht er seine eigene Meinung deutlich. Immerhin gibt es in der AfD nicht wenige Mitglieder, die Christen sind und diverse Ämter in der Kirche bekleiden.

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Der Autor bringt seine gesamte journalistische Erfahrung ein, um aufzuklären. Auf diesem Weg nutzt er ein Beispiel, das mich sehr beeindruckt hat (Zitat, leicht gekürzt):

„Stellen Sie sich vor, Sie bestellen in einem Online-Shop ein Parfüm. 25ml, kaum größer als ein Lippenstift. Sie erhalten aber ein Paket so groß wie ein Kühlschrank und schwerer als 50 Bücher. Sie reißen, schneiden und wühlen sich durch Berge von Pappe, Plastik , Styropor und giftigem Sondermüll. Was also kauft man alles mit, wenn man die AfD unterstützt?“

An einigen wenigen Stellen im Buch ist Andreas Malessa dann aber das Temperament durchgegangen – in Form von Fachjargon. „Kein par ordre du Mufti“! Wikipedia sei Dank, dort konnte ich mir das übersetzen lassen! Dafürschreibt der Autor in anderen Punkten sehr leicht verständlich: „Das Gefährliche an Halbwahrheiten ist, das immer die falsche Hälfte geglaubt wird.“

Es liegt Malessa sichtlich etwas daran, nicht für oder gegen etwas Partei zu ergreifen, sondern Fakten zusammenzutragen. Dieses Buch ist eine reiche Sammlung an Informationen auf nur 110 Seiten. Der Autor nutzt viele Zitate aus der Presse und mischt sie mit anschaulichen Beispielen. Auf fast jeder Seite gibt es dazu passende Fußnoten. Wer will, kann die Thematik dann auch leicht weiter verfolgen und selbst recherchieren.

Von Cornelia Christophersen

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Dieses Buch ist nicht nur für Christen geschrieben, sondern es ist eine Informationslektüre und Orientierungshilfe für alle, die sich für Politik interessieren.

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3 Kommentare

  1. Meine Thesen dazu:

    1) Es gibt keine guten oder boesen Parteien, es gibt boesartige oder hochgradig inkompetente Menschen in Parteien (in allen).
    2) Parteien sind keine Konstanten sondern veraendern sich (die Mehrheit der AfD-Politiker waren davor in der CDU?!).
    4) Wir brauchen als Gesellschaft alle Mitspieler (links, gruen, wertetreu, rechts), weil nur so blinde Flecken und Balken im Auge der Regierenden aufgedeckt werden koennen.
    5) Die Frage sollte nicht sein „Als Christ die AfD unterstützen?“ (das ist Ablenkung, platter Dualismus, Undifferenziertheit). Sondern: „Wer macht Politik FUER die Bevoelkerung“. Wer gegen den Mehrheitswillen der Buerger regiert wird, abgewaehlt – oder es wird ein Umbau in ein totalitaeres System verfolgt.
    6) Z.B.: Durch die Gruenen wurde mehr Umweltbewusstsein erreicht. Durch Linke Parteien mehr Sozialtransfers. Durch die AfD werden Sackgassen wie ungehinderte Einwanderung (Asyl), eine falsche Energiewende (Atomkraft-Bann), das gesellschaftliche Verlangen nach mehr Mitbestimmung (Basisdemokratie) aufgezeigt und gefoerdert.
    7) Was waere besser? In Koalitionen mit der AfD deren Kanten, Ecken und Stilblueten zu glaetten, oder sie weiter zu benachteiligen, zu canceln, auszuschliessen, damit sie bei kommenden Wahlen iwann die absolute Mehrheit erlangt?
    8) Kritik kommt v.a. von Links und von Leuten, die kaum wirtschaftliche Kompetenz haben und denken Geld fuer Umweltprojekte, Sozialtransfers, Asylindustrie, kann man einfach so drucken…
    9) Wir sind halt mitlerweile „von der Realitaet“ umzingelt und die normative Kraft des Faktischen wird dazu fuehren, dass wir mit oder ohne AfD in der Regierung wieder eine vernuenftigere Politik bekommen werden.
    10) Wer Teenagern das Rauchen-Probieren verteufelnd verbietet, erreicht oft das Gegenteil. So koennte es auch mit dem Aufruf in dem Buch passieren?

    LG Joerg
    (These 3 habe ich gestrichen)

  2. Bei Frontal wurde ganz kurz „Andreas Malessa“ eingeblendet im Zusammenhang mit Evangelikalen, die die AfD unterstützen.
    Das hat mich dann doch interessiert, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass er so etwas unterstützt.
    Zum Glück tut er’s anscheinend nicht, was mich wirklich erschüttert hätte, denn ich kenne ihn vom Funk und von „Arno und Andreas“.
    Sein Buch ist vermutlich lesenswert.

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