Verlag: SCM Hänssler
Seitenzahl: 192
ISBN: 9783775160872
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Hans-Jürgen Louven: Unerwünscht im Orient

Der Autor Hans-Jürgen Louven zog vor fast 30 Jahren mit seiner Familie in die Türkei. Dort wollten sie ein neues Leben in einer fremden Kultur beginnen. Damit folgten sie dem Ruf Gottes, den er und seine Frau für dieses Land verspürten.  

Die Familie zog mitten in ein Dorf und mischte sich unter die Einheimischen, um die Kultur besser kennenzulernen und sich zu integrieren. Der Autor erlebte hautnah die Unterschiede der verschiedenen Kulturen. Er berichtet von kleineren und größeren Fettnäpfchen, in die er oder seine Frau aus Unkenntnis hier und da getreten seien. Seine Schilderungen über das doch andere Denken, Handeln und Leben der Menschen in der Türkei hat für mich einiges verständlicher werden lassen. Besonders half es mir, die Herausforderungen der Flüchtlinge, die in unser Land kamen und kommen, besser einzuordnen. 

Die Familie Louven lebte sich immer mehr in dieses für sie neue Lebensumfeld in der Türkei ein und baute dort eine Existenz auf. Für ihre kleine Tochter wurde die Türkei zur Heimat und der Umzug zurück nach Europa fiel ihr schwer. Doch die Familie entschloss sich für einige Jahre nach Deutschland zurückzukehren, damit die Tochter ihre Schulausbildung in Europa beenden konnte. Freudig kehrte die Familie später wieder in ihre geliebte Wahlheimat zurück. Schnell gewöhnte sie sich wieder im alten Umfeld ein und lebte ihren christlichen Glauben mit anderen Glaubensgeschwistern.

Es gab keine Probleme, bis die Türkei 2018 einen amerikanischen Pastor inhaftierte und später mehr als 70 Christen des Landes verwies. Damit spitzte sich plötzlich auch die Lage für die Familie Louven zu. Es veränderte sich alles. Im Vertrauen auf Gott kämpfte der Autor darum im geliebten Lebensumfeld bleiben zu können und setzte verschiedene Hebel in Bewegung. Drama ist garantiert. Alleine beim Lesen der einzelnen Situationen fiebert man mit der Familie mit.

Dieses Buch ist hochaktuell. Die vielen Meldungen über verschärfte Ein- und Ausreisebestimmungen und Repressalien für bestimmte Gruppen zeigen dies. Insbesondere christliche Missionare haben darunter zu leiden.

Von Christa Keip

Leseprobe (PDF)

ZUSAMMENFASSUNG

Mir hat dieses Buch sehr eindrücklich vor Augen geführt, wie wichtig uneingeschränkte Menschen- und Freiheitsrechte sind und wie unantastbar diese sein sollten. Es lohnt sich, dafür zu kämpfen!  Die Erlebnisse des Autors machen aber auch Mut, Gott zu vertrauen. Er ist in allen Situationen bei uns und sein Friede ist höher als alles, was in der Welt ist!