Eine Geschichte über zwei Frauen. Sie sind getrennt durch ein Jahrhundert, aber vereinigt in der Liebe zum Schreiben:
Die Eine nimmt als Shootingstar der Literaturszene Yorks in New York einen wichtigen Preis für ihren ersten Roman entgegen. Doch der Ruhm setzt Burdie unter Druck, zumal sie die Tochter und Enkelin berühmter Autoren ist. Als ihre Mutter, zu der sie kaum eine Beziehung hat, ihre Hilfe braucht, stellt sich Birdie ihrer Vergangenheit – in der Hoffnung, an einem neuen Ort ihre Schreibblockade zu überwinden.
Die Andere, Teneley, wünscht sich nichts sehnlicher, als von ihrer schriftstellerischen Tätigkeit leben zu können und nicht an die strengen Reglen der New Yorker Oberschicht zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebunden zu sein. Denn das bedeutet, einen Mann heiraten zu müssen, der den Plänen ihrer Eltern entspricht, den sie aber nicht liebt.
Diese beiden Frauenschicksale sind über die Zeit durch einen Schreibtisch verbunden, den Birdie im Haus ihrer Mutter entdeckt und an dem sie ihre Stunden verbringt – leider ohne sichtbaren Erfolg in Form von geschriebenen Manuskriptseiten. Stattdessen lernt sie einen Schreiner kennen, dessen ungezwungene, liebevolle Art sie an ihren bisherigen Lebensplänen zweifeln lässt.
Teneley hingegen muss zusehen, wie der Mann, den sie liebt, eine andere umwirbt, die er aus Geldgründen heiraten soll. Und das Manuskript, das sie mutig bei einem Verlag eingereicht hat, ist auf mysteriöse Weise verschwunden …
In dem flüssig zu lesenden Roman sind diese beiden Handlungsstränge abwechselnd und aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt Die beiden Frauen werden eindringlich beschrieben und besonders die Schilderung der schillernden, aber oberflächlichen und engen New Yorker Gesellschaft, in der sich Birdie bewegt, ist fesselnd.
Von Beate Tumat
