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Trauung in 20 Minuten: Landeskirche lädt Paare zum spontanen Heiraten ein

Die „Segen. Servicestelle“ der bayerischen Landeskirche lädt Ende April wieder Paare zur Aktion „Einfach heiraten“ ein. Willkommen sind alle – unabhängig von der Kirchenzugehörigkeit oder sexuellen Orientierung.

Am 24. April ist es so weit: Wer sich trauen oder segnen lassen will, kann spontan bei den teilnehmenden Kirchen vorbeikommen, schreibt die „Segen. Servicestelle“ auf ihrer Webseite. Bei der Aktion „Einfach heiraten“ hatten vor einem Jahr bereits mehr als 230 Paare bayernweit „Ja“ zueinander gesagt. „Das ist ein toller Erfolg gewesen“, sagt Oliver Schürrle von der Servicestelle Nordbayern in Nürnberg. Insgesamt 46 Orte beteiligen sich an der Aktion, nachdem es 2023 noch zwölf gewesen seien.

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Alle teilnehmenden Kirchen sind auf der Webseite der „Segen. Servicestelle“ zu finden. Der Timeslot pro Paar betrage etwa 20 Minuten. Vorher finde ein persönliches Gespräch statt. An vielen Orten könne ein Wunschtermin im Pfarramt oder online reserviert werden. 

Alle sind willkommen

In den Räumlichkeiten der Christuskirche in München etwa erwarten die Heiratswilligen von 12 bis 22 Uhr ein festlicher Rahmen mit Musik, Festschmuck und ein Empfang im Gemeindehaus, teilte die Kirchengemeinde mit. Willkommen seien alle, gleich ob kirchenzugehörig, unverheiratet, langjährig verbunden oder queere Paare. Allein der Ausweis und, falls vorhanden, eine standesamtliche Trau-Urkunde sollten mitgebracht werden. Die Aktion „war im letzten Jahr eine strahlende und zugleich berührende Initiative, die vielen Menschen wichtig war, bei der sie etwas Verpasstes nachholen konnten oder einfach die Gelegenheit ergriffen haben, sich das Ja-Wort zu geben“, findet Stefanie Wist, Gemeindepfarrerin der Christuskirche.

In der Erlöserkirche Amberg stehen die Türen von 15 bis 20 Uhr offen. Ein Team von Pfarrerinnen und Pfarrern freue sich auf viele Paare, die sich in dieser einfachen Form trauen lassen, schreibt die Kirchengemeinde. In Nürnberg wird in St. Lorenz von 15 bis 21 Uhr getraut und gesegnet.

Link: Einfach heiraten

Quelleepd

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4 Kommentare

  1. „Wie viele nichtquere Paare, die in weiß heiraten wollen, besuchen anschließend einen Gottesdienst?“ Liebe Chey, damit haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen.

  2. „auch queere Paare“ die Kirche macht sich zum beliebigen Handlanger des Zeitgeist.
    Die Bibel, Gottes Wort, spielt keine Rolle mehr.
    Wieviele von diesen Paaren werden einen Gottesdienst besuchen? Keins, denn sie wollen nur das Event.
    Einfach nur traurig.

    • Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert oder Mittelalter

      Liebe Bea, was haben Sie gegen quere Paare??? Dass Menschen mit einer anderen Sexuellen Orientierung existieren, die sie nicht aus Freude an einem Experimentieren angenommen haben können, weil man sie auf die Welt kommt – und es also keine Sünde ist – dürfte sich doch schon lange herumgesprochen haben. Auch wenn dies früher immer als falsch angesehen wurde. Aber niemand käme auf die Idee, Abraham zu kritisieren, wenn er eine Hauptfrau hatte und 5 oder sechs Nebenfrauen. Ich glaube, Salomon hatte angeblich 1000 Frauen, auch wenn die Überlieferer da eventuell übertreiben. Oder dass Haggar als Magd Abraham sogar einen angeblich erforderlichen Sohn schenkte, weil das damals so üblich war, wenn der Erbe fehlte. Oder Frauen im Mittelalter allen Ernstes – wenigstens in der Theorie – abgesprochen wurde sie hätten keine Seele. Diese legalistischen Vorstellungen haben sich aus guten Gründen geändert: Denn sie entsprechen weder dem 1. Artikel unserer Verfassung, noch inhaltlich unserem christlichen Glauben, denn alle Menschen sind von Gott geschaffen und jeder ist ein Original. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren die noch verschiedenen Formen einer abweichenden Sexualität, oft auch in biologischer Form, weitgehend nicht bekannt und/oder man betrachtete dies als krankhaft oder völlig unrichtig. Der olle Martin Luther bereits betrachtete die Ehe nicht als ein Sakrament, sondern ein -in heutiger Sprache – eine weltliche Angelegenheit. Wer heiratet, mit denen feiern evangelische Christinnen und Christen dies mit einem Gottesdienst. Homosexuelle Menschen führen keine schlechtere Paargemeinschaft oder Ehe wie Nichtchristen oder wie Christen, die heterosexuell sind – aber auch keine bessere Beziehung. Alles andere wäre ein Vorurteil, oder man müsste eine Studie vorweisen. Es geht immer darum, wie ich eine Partnerschaft lebe, wie Beziehung aussieht und ob in ihr Liebe auch in christlicher Hinsicht stattfindet. Ich halte Homophobie eher noch für den Uralt-Zeitgeist. Wer entsprechende Menschen mit anderer Sexualität persönlich kennenlernt ist manchmal absolut erstaunt, dass dies ganz normale Menschen sind, die nicht besser und schlechter als andere sind, Ich verweise nochmals auf die Tatsache, dass biblische Verse und Texte, die Homosoxualität tabuisieren. sich von der Erfahrung leiten lassen, auch unausgesprochen, dass es sich um Orgien handelt oder die damalige Tempelproistution. Niemand führte damals eine solche Beziehung, oder hätte es gedurft, weil sie verfemt war. Die Bibel weiss auch nichts über Wehrdienstverweigerer, künstliche Befruchtung, Schwangerschaftsabbrüche, Reanimation oder Organtransplantation. Dies alles sind ethische Fragen, die sich eher beantworten lassen daran, was wohl Jesus heute dazu gesagt hätte. Die Bibel ist kein Rezeoptbuch für alle Wechselfälle des Lebens, sondern berichtet Glaubenserfahrung aus 3000 Jahren, die von Menschen überliefert wurde und auch menschliche Meinung und/oder Vorurteile enthält. Sie wie manche Predigten, was aber auch menschlich ist. Jedenfalls kann man nicht seinen Nächsten lieben wie sich selbst, und auch Gott nicht lieben, wenn wir Menschen unter uns ihre Würde aberkennen. Davon kann man ganz schnell psychisch krank werden, oder sich in eine Schmuddelecke zurückziehen – wie eine sich selbsterfüllende Prophetie. Ich bin übrigens ein ganz normaler Hetero und durchaus auch ein sehr frommer Mensch – aber mir ich wichtig, dass Frömmigkeit und Menschlichkeit sich nicht widersprechen und auch aus dem Herzen kommen. Auch wenn ich Sie nicht umstimmen kann, ich denke doch es ist immer wichtig seine Meinung zu sagen. Wenn Menschen in der Kirche generell keine Heimat finden, weil sie direkt oder indirekt abgelehnt werden, wäre dies schlimm. Es lässt sich leider aber nicht gut nachprüfen und von Einzelfälle auf alle schließen. Es ist sehr gut, dass sogar die eher sehr komservative Katholische Kirche da in einem großen Umdenkungsprozess ist, aber leider können kirchliche Mühlen nur langsam mahlen. Ich wünsche einen schönen Sonntag.

    • Wie viele nichtquere Paare, die in weiß heiraten wollen, besuchen anschließend einen Gottesdienst?

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