Die internationale Entwicklungshilfe ist im Vorjahr massiv eingebrochen. Besonders große Geberländer kürzten drastisch – mit dramatischen Folgen für arme Länder.
Nach vorläufigen Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sank die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) der DAC-Mitgliedstaaten real um 23,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr – der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen. Insgesamt stellten die Geberländer noch 174,3 Milliarden US-Dollar bereit, was lediglich 0,26 Prozent ihres gemeinsamen Bruttonationaleinkommens entspricht. Damit liegt das Niveau wieder auf dem Stand von 2015, dem Jahr der Verabschiedung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Agenda 2030), heißt es in einer Mitteilung der OECD.
Besonders auffällig: Erstmals reduzierten laut OECD die fünf größten Geberländer ihre Entwicklungshilfe gleichzeitig. Die Vereinigten Staaten verzeichneten mit minus 56,9 Prozent den stärksten Einbruch. Bedingt dadurch ist Deutschland trotz eigener Kürzungen mit 29,1 Milliarden US-Dollar aktuell weltweit größtes ODA-Geberland. Insgesamt verantworten die fünf größten Geberländer 95,7 Prozent des weltweiten Rückgangs, heißt es. Während bilaterale Hilfen für klassische Entwicklungsprogramme stark sanken, blieb die Unterstützung für die Ukraine auf hohem Niveau.
Carsten Staur, Vorsitzender des Entwicklungshilfeausschusses der OECD, warnt: „Wir leben in einer Zeit wachsender humanitärer Not. Die Welt braucht mehr ODA, nicht weniger – um extreme Armut zu bekämpfen, Stabilität zu fördern und globale Verantwortung zu übernehmen.“ Für 2026 rechnet die OECD dennoch mit einem weiteren Rückgang der Entwicklungshilfe.
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Es erhebt sich die Frage, wie effizient war diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ seit bestehen, seit ca. 70 bis 80 Jahren.
Es gibt keine Listen von funktionierenden EZA-Projekten.
Wir brauchen eine Effizienzsteigerung der einzelnen Projektarbeit.
Welche EZA-NGO´s möchte sich ehrlich und aufrichtig mit der Verbesserung mit der eigenen Arbeit beschäftigen als immer nur nach mehr Geld zu betteln.
Vielleicht eine Anregung an die Redaktion – suche nach positiven EZA Projekten – nicht nach mehr Geld.
Helfe gerne mit.
Gerhard Karpiniec
Münchendorf/Östereich
“ Wir brauchen eine Effizienzsteigerung der einzelnen Projektarbeit. “
Das Interview im Spiegel spricht dieses Thema erhellend an.
Zu erfolgversprechenden Projekten im Netz gefunden:
– https://www.bingo-umweltstiftung.de/beispielprojekte-entwicklungszusammenarbeit/
– https://www.spiegel.de/ausland/entwicklungsprojekte-fuer-afrika-was-wirklich-helfen-wuerde-a-11767c47-e20d-44cf-b15f-554b5fc7d7a4
Im Naturschutz gibt es sicher auch erfolgreiche Hilfe zur Selbsthilfe – Projekte.
Zitat :
“ Carsten Staur, Vorsitzender des Entwicklungshilfeausschusses der OECD, warnt: „Wir leben in einer Zeit wachsender humanitärer Not. Die Welt braucht mehr ODA, nicht weniger – um extreme Armut zu bekämpfen, Stabilität zu fördern und globale Verantwortung zu übernehmen.“
Armut bekämpfen durch Verantwortung der Geberländer und Hilfe zur Selbsthilfe, um die Eigeninitiative zu unterstützen. Ich finde , dass daran nicht oft genug erinnert werden kann.
Das ist schlimm, aber eine der wesentlichen Ursachen ist die Tatsache das die Hilfen in Korruption versanden. Warum Geld spenden, wenn man weiß dass fast nichts wirklich ankommt?
Das stimmt so nicht. Millionen Menschen werden aktiv durch Hungerhilfen unterstützt.
Gibt es Korruption in den Lieferketten? Bestimmt.
Werden Menschenleben gerettet durch Entwicklungshilfe? Ja. Das reicht mir als Begründung für Entwicklungshilfe.
Das ist tragisch ! Zur Wahrheit gehört aber auch die Vergeudung von Geldern, es gab doch die Meldung Deutschland hat Radwege in Peru finanziert !? Das lass ich mal kommentarlos so stehen.
Wir Christen sind aufgerufen den Armen von unserem Überfluss Hilfe zukommen zu lassen. Das gebietet Gott und unser Gewissen.
Hintergrund zum angeblichen Radwegeskandal:
Wieder falsche Behauptungen über Radwege in Peru | tagesschau.de https://share.google/2HbuHASzuwpO7rQDn