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Syrien: Neue Gewalt gegen christliche Gemeinden

In verschiedenen Regionen Syriens gab es laut „Kirche in Not“ erneut gewalttätige Angriffe auf christliche Gemeinden. Ein Bombenanschlag konnte vereitelt werden.

Unbekannte Täter haben im Süden Syriens eine Kirche sowie Wohnhäuser von christlichen Familien angegriffen und in Brand gesteckt. Dies berichtet das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) unter Berufung auf lokale Quellen. Ansprechpartner des Hilfswerks hätten gemeldet, dass es einen Brandanschlag auf die melkitische griechisch-katholische Kirche St. Michael im Dorf al-Sura in der Region Suweida gegeben habe. Das volle Ausmaß des Schadens sei noch nicht bekannt, da der Zugang zum Gebiet aufgrund der anhaltenden Spannungen rund um die Stadt Suweida derzeit nicht möglich ist. Bilder in den sozialen Netzwerken bestätigen jedoch den Angriff auf die Kirche.

Außerdem gibt es laut Kirche in Not Berichte, dass 38 Häuser christlicher Familien bei gewalttätigen Angriffen durch Brandschatzung zerstört wurden, wodurch zahlreiche Familien obdachlos geworden sind. Rund 70 Menschen hätten in einem Saal der Kirche in der Stadt Schahba Zuflucht gefunden, wo sie derzeit unter prekären Bedingungen lebten. „Diese Gemeinde hat alles verloren“, sagte eine der Quellen gegenüber „Kirche in Not“. „Sie hatten von Anfang an wenig und gehörten zu den Ärmsten der Region. Jetzt haben sie nichts mehr.“

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Angriffe auch auf drusische Religionsgemeinschaften

Diese Angriffe stehen wohl im Kontext einer Gewalteskalation gegen Minderheiten rund um die Stadt Suweida. Dort wurden laut örtlichen Quellen in den vergangenen Tagen auch Angehörige der drusischen Religionsgemeinschaft getötet.

Auch in anderen Teilen Syriens bleibt die Sicherheitslage prekär. Nahe der Hafenstadt Tartus, etwa 250 Kilometer nordwestlich von Damaskus, konnten Sicherheitskräfte einen Bombenanschlag auf eine maronitische Kirche vereiteln. Am Sonntag, 13. Juli, wurde gegen Mitternacht in der Nähe der Kirche ein Wagen entdeckt, der mit großen Mengen Sprengstoff, Waffen und Brandsätzen beladen war. Dank des koordinierten Vorgehens von Sicherheitskräften und Anwohnern konnte ein Anschlag verhindert werden: Die mutmaßlichen Terroristen wurden in einem Hinterhalt gefasst.

Diese Vorfälle ereigneten sich nur wenige Wochen nach einem Selbstmordanschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche bei Damaskus, durch den während des Sonntagsgottesdienstes mindestens 30 Menschen starben und 54 verletzt wurden. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der syrischen Einwohner Christen sind.

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2 Kommentare

  1. Sehr schlimm diese Angriffe auf Christen und andere Minderheiten. Dabei schien der Weg zum Frieden in Syrien doch möglich…

    • Naja da mischen weiterhin viele andere Mächte mit, die nicht immer Frieden im Land im Sinn haben sondern ihre eigenen Interessen:Türkei, Israel, Iran, Russland, …

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