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Bilanz des Helfens: Deutsche spenden trotz Krise weiter

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Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ungebrochen.

So sei das Spendenaufkommen 2008 sogar um 82 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 2,16 Milliarden Euro gestiegen, sagte Roland Adler vom Marktforschungsunternehmen GfK Panel Service Deutschland am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung der neuen «Bilanz des Helfens». Im Auftrag des Deutschen Spendenrates erstellt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jährlich die Spendenanalyse.

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 Allein im vergangenen Dezember – und damit bereits mitten in der Krise – wurden laut Adler 70 Millionen Euro mehr gespendet als im Dezember 2007. Als Hauptgrund für diese überraschende Entwicklung sehen die Marktforscher die relative Krisenresistenz der meisten Spender. Mehr als die Hälfte (55,3 Prozent) von ihnen seien 60 Jahre und älter und damit von Einschnitten wie Lohnkürzungen, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit kaum oder gar nicht betroffen. «Die über 60-jährigen Spender sind trotz Krise barmherzig geblieben oder sie sind gerade wegen der Krise noch barmherziger geworden», sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrates, Daniela Felser.

 Auch im ersten Halbjahr 2009 blieb die Spendenbereitschaft der Deutschen laut GfK weitgehend ungebrochen. Bis Ende Juni gingen 847 Millionen Euro bei den Hilfsorganisationen ein, 56 Millionen Euro (minus 6,3 Prozent) weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Den Rückgang führen die Marktforscher vor allem auf die Flutkatastrophe im Frühjahr 2008 in Asien zurück, die im Mai und Juni desselben Jahres zu einem außergewöhnlich hohen Spendenaufkommen geführt hatte.

 «Eine weitere Ursache ist die durch die Krise bedingte Zurückhaltung der Organisationen bei der Verschickung adressierter Spendenbriefe», sagte Adler. Das habe ein dickes Minus in der Spendenbilanz provoziert. Der adressierte Spendenaufruf sei laut Untersuchung besonders in der relevanten Zielgruppe der über 60-Jährigen der größte Auslöser für eine Spende.

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 Eine besondere Rolle auf dem Spendenmarkt nehmen nach wie vor die Kirchen ein. So wird die Kollekte von den Menschen hinter den persönlichen Briefen (35 Prozent) als zweithäufigster Auslöser für eine Spende genannt (13 Prozent). Im ersten Halbjahr 2009 kamen knapp 35 Prozent der Spenden kirchlichen und religiösen Themen zugute, 27 Prozent Kindern, rund 17 Prozent der Not- und Katastrophenhilfe und 11,2 Prozent Hilfen für Krankheit und Behinderung.

 Die meisten Spenden fließen in die humanitäre Hilfe (75 Prozent), gefolgt von Kultur- und Denkmalpflege (10,5 Prozent) sowie «Sonstiges» (5,4 Prozent). Dahinter verberge sich die Unterstützung des örtlichen Gesangvereins, Spenden für eine neues Kirchendach oder die Unterstützung für die Kindertagesstätte von nebenan, sagte Spendenrats-Geschäftsführerin Felser. Grundsätzlich gebe es eine Tendenz, verstärkt mehr für Projekte «vor der Haustür» zu spenden.

 Für die seit 2004 jährlich erstellte Spendenanalyse werden monatlich 10.000 Deutsche über zehn Jahre von den Marktforschern befragt. Erbschaften und Unternehmensspenden sind in der Statistik nicht enthalten. Der Deutsche Spendenrat ist die Interessenvertretung von 64 spendensammelnden, gemeinnützigen Organisationen aus den Bereichen soziale und humanitäre Hilfe sowie Umwelt- und Tierschutz. 

(Quelle: epd)

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