Das Chormusical „Bethlehem“ wird im Dezember in Düsseldorf uraufgeführt. Es knüpft Parallelen zur Gegenwart und wirbt für den Frieden.
Die Weihnachtsgeschichte neu erzählen und ihre Botschaft über religiöse Grenzen hinweg vermitteln: Das mehrmals verschobene Chormusical «Bethlehem» mit mehr als 3.000 Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland wird am 16. Dezember in Düsseldorf uraufgeführt. Veranstalter ist die Stiftung Creative Kirche aus Witten. Komponist Dieter Falk und Autor Michael Kunze versprechen eine Mischung aus Gospel und klassischen Elementen wie Weihnachtsliedern. Angesichts der Kommerzialisierung von Weihnachten sei das Nachdenken über den Sinn dieses Festes notwendig, sagte Falk dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor der ersten gemeinsamen Probe am Sonntag in Essen. Die Musik solle aber auch Emotionen wecken.
Parallelen zu gesellschaftlichen Problemen der Gegenwart
«Das heutige Bethlehem, ein heiliger Ort für Juden, Christen und Muslime, ist Schauplatz von politischem Streit und Gewalt», sagte Falk, der zu den erfolgreichsten Musikproduzenten in Deutschland gehört. «Darüber kann und soll jeder Zuhörer ins Nachdenken kommen.» Die Bezüge der biblischen Weihnachtserzählung zur Gegenwart liegen nach seinen Worten auf der Hand: «Flüchtlingselend, brutale Gewalt eines menschenverachtenden Herrschers wie Herodes und manches mehr.»
Librettist Kunze habe die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus in einem Lied wunderbar in Worte gefasst, sagte Falk. Diese Botschaft könne auch Nichtchristen ansprechen: «Der Gedanke, Jesus verhält sich auch menschlich, ist grandios, auch wenn jemand nicht fromm ist.»
Die Botschaft: Frieden
Eine der Botschaften von «Bethlehem» ist nach Falks Worten «der Schrei nach Frieden»: «Alle, die willens sind, Friede auf Erden zu leben, sollen Mut und Hoffnung bekommen.» Er sehe es als seine Aufgabe als Künstler an, «das, was nicht da ist, anzumahnen», erklärte der 63-jährige Düsseldorfer Komponist und Pianist.
Nach dem Musicals «Die Zehn Gebote» (2010) und «Luther» (2016) kommt mit «Bethlehem» wieder ein großes Chormusical von Falk und Kunze auf die Bühne. Außerdem ist Kunze seit Anfang der 1990er Jahre als Autor der Musicals Mozart! (1999), Rebecca (2006) und Marie Antoinette (2006) bekannt. «Unser neues Stück ist auch ein Hoffnungszeichen, dass die Chorszene lebt», sagte Falk. «Wir wissen, dass sich manche Chöre durch Corona halbiert hatten. Wir freuen uns, dass wir jetzt, anders als befürchtet, nicht weniger Sängerinnen und Sänger als vorher haben, sondern mehr.»
Weitere Informationen finden Sie auf der Musical-Homepage.

Gestern habe ich die Aufführung in München gesehen – es war schon beeindruckend (nachdem ich vor zwei Jahren selber mal in einem Massenchor der „Creative Kirche“ mitgesungen habe). Tolle Effekte mit überlebensgroßen Engelfiguren, Leuchtbuchstaben als Requisiten und dergleichen; nur wurde das „Leben aus dem Einkaufskorb“ zwar symbolisch eingeführt, aber dann doch nicht wirklich weiter entwickelt – bleibt also irgendwie ein Gag, nicht viel mehr.
Musikalisch sehr schön die Anklänge an altbekannte Weihnachtsgesänge, Gospel und klassische Kirchenmusik. Der Einsatz der „Reprise“ Technik scheint mir etwas übertrieben.
Die Geschichte bedient sich aus dem Material *beider* neutestamentlicher Geburtserzählungen, bei Lukas und bei Matthäus, wie das ja viele Krippenspiele landauf landab immer wieder versuchen. Dem Bibelpuristen (wie mir) mag so eine „Vermischung der Narrative“ ein Gräuel sein („entweder man erzählt die eine Geschichte – oder die andere; nicht beide gleichzeitig!“), es stört aber nicht allzu sehr (und wird dem „Normalverbraucher“ auch kaum auffallen). Fast zwangsläufig landet dadurch aber ein Erzählstrang auf dem Abstellgleis (hier die lukanischen „Hirten auf dem Felde“…)
Alles in allem eine ansprechende und inspirierende Inszenierung für den Frieden. Gut gemacht!
Gottes Wort ist „Klasse“
Viele Jahrhunderte vor Jesu Geburg, lesen wir bei Jesaja: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“ (Jes. 9,5)
„Ein Schrei nach Frieden“ – Only Jesus – dieser Schrei kann in keinem anderen erfüllt werden, als in dem lebendigen Gott – der seinen Sohn aus Liebe zur Rettung aller Menschen (Juden & Heiden), in die Welt gesandt hat. Danke Jesus!
Friedensbotschaft Jesu
Die Chormusical Bethlehem ist ein „Ein Schrei nach Frieden“, sagt die Creative Kirche. Angesicht der Kommerzialisierung von Weihnachten, nicht erst seit gestern. Daher ist die Aufführung, die auch religionsübergreifend für die Werte von Menschlichkeit und Christentum wirbt, ein Wert an sich. Man darf den 3000 Mitwirkenden am 16 Dezember in Düsseldorf nur viel Erfolg wünschen und dass die Nachricht bei vielen Menschen ankommen möge.