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Hilfswerk: In 41 Staaten werden angebliche Hexen und Hexer verfolgt

Vor allem Länder in Afrika, Südostasien und Lateinamerika seien betroffen. Darauf hat das katholische Hilfswerk missio Aachen jetzt hingewiesen.

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Besonders ausgeprägt sei der Glaube an Hexerei in Papua-Neuguinea, Ghana, Kongo, Indien und Südafrika, heißt es auf der Homepage von missio. „Zu lange wurde übersehen und dazu geschwiegen, dass ein menschenfeindlicher Aberglaube benutzt wird, um wehrlose Frauen, Kinder und Männer zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme zu machen“, sagt missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. Frauen, aber auch Männer und Kinder würden als angebliche Hexen verfolgt, gefoltert und getötet.

Die Gründe für die Hexerei-Beschuldigungen seien seien vielfältig. Der Glaube an Hexerei spiele dabei eine Rolle. Aber auch Armut, Not, Epidemien, soziale Krisen und mangelnde Bildung gelten in vielen Fällen aus Auslöser.

Im Vorjahr hat missio deshalb am 10. August den Internationalen Tag gegen Hexenwahn ins Leben gerufen. Das Datum bezieht sich auf einen Fall aus Papua-Neuguinea, wo den Angaben zufolge 2012 eine Frau als angebliche Hexe gefoltert wurde. Sie habe sich befreien können und sei von Ordensfrauen in Sicherheit gebracht worden.

Übrigens: Experten wie der Historiker Wolfgang Behringer schätzen, dass im 20. Jahrhundert mehr Menschen wegen angeblicher Hexerei getötet wurden als im Mittelalter.

Quelleepd

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1 KOMMENTAR

  1. Hexenwahn und der Glaube an Besessenheit und Dämonen sind unchristlich

    Da ich kein Theologe bzw. Berufschrist bin, darf ich meine eigene feste Überzeugung äußern, die aber gleichwohl (fast alle) ausgesprochen und unausgesprochen als studierte Glaubensfachleute teilen: Es gibt keine Berechtigung von Hexen überzeugt zu sein oder an Besessenheit bzw. Dämonen zu glauben. Leider hat das gesamte Thema heute wenig mit Bildung zu tun, sondern eher damit, die Heilige Schrift nicht auszulegen und ihre Wahrheit in das Gefängnis eines wörtlichen Verständnisses zu sperren, an dem an Punkt und Komma nichts geändert werden darf.
    Hier meine Thesen:

    1) HEILUNG UND HEIL:
    Jesus heilte Krankheiten. Ich würde auch soweit gehen und sagen, dass wir dies heute als Menschen (tatsächlich aber sehr selten) durch Gottes Kraft auch tun könnten, also durch Handauflegung und Gebet. Da bin ich ganz urgemeindlich eingestellt. Heute schickt mir Gott aber den Notarzt, für uns alle gibt es Ärzte, Psychotherapeuten und Seelsorger*innen. Oder er sendet Engel und dies sind meist Menschen ohne Flügel, die uns als Partner*innen auf Augenhöhe begleiten bei Krankheit und Behinderung. Dies nennt man Diakonie. Jesus sandte erste Diakone aus. Alles was Jesus und seine Jünger*innen taten entsprach dem Gebot, Gott, den Nächsten und sich selbst zu lieben. Heilung und Heil sind auf keinen Fall das Vertreiben böser Geister oder die Vernichtung/Verdammung von Hexen, sondern die Versöhnungsarbeit Gottes mit uns Menschen.

    2) BESESSENHEIT UND KRANKHEIT
    Krankheiten wurden im Altertum aber als Besessenheit durch einen bösen Geist angesehen. So kann man dies – bildlich gesehen – durchaus als zutreffend verstehen, – etwa in Form einer Krankheit mit ihrer (vielleicht unbeeinflussbaren) Dynamik. Oder bei Suchtkrankheiten, wenn Menschen durch stoffliche und/oder seelische Abhängigkeit regelrecht fremdgesteuert werden. Leider Kinder missbraucht werden durch Menschen, die von einem fehlgesteuerten Trieb, eigentlich brutaler Gewalt, regelrecht okkupiert sind. Bei Kain war es auch sein innerer Abgrund, den wir alle haben und hineinfallen können. Wir alle haben dabei die Möglichkeiten von Kain, oder jene von Abel, bzw. noch besser die des neuen Adam Jesus. Dabei wurde Abel als Opfer totgeschlagen, was bedeutet: Die Guten werden öfters Opfer der Bösen. Jesus als Guter und die Gottes Liebe starb am Kreuz.

    3) WARUM GIBT ES DAS BÖSE
    Warum gibt es überhaupt Krankheit, schlimme Unfälle, furchtbare Naturkatastrophen, Kriege, Mord, Totschlag usw. ? Antwort: Wir sind nicht mehr im Paradies und haben auf Erden kein Ewiges Leben. Die Schöpfungsgeschichte nennt als Grund für das Leiden an der Welt den Sündenfall und damit den Verlust des Paradieses. Allerdings ist die Geschichte von der Erschaffung der Welt, Adam und Eva, und den Paradieshinauswurf ein antikes Glaubensbekenntnis und darüber hinaus ein Schöpfungshymnus. Es ist nicht Zufall, dass man sagen könnte, die Welt (unsere Erde) sei wirklich in 6 Tagen=6 Zeitabschnitten entstanden. Die Heilige Schrift ist von Gott gewollt und auch die Geschichte über den Sündenfall, muss aber zugleich in den Zeiten aller Weltbilder einen verstehbaren Inhalt haben. Wir dürfen und müssen die Bibel auslegen.

    4) DIE RÜCKKEHR INS PARADIES
    Es gibt keine Hexen und böse Dämonen mit der Nebenwirkung einer Besessenheit, die auch keine bösen Geister aus der Hölle sind. Die Schlange im Paradies und das Sündenfallereignis ist m.E. ein kosmisches Ereignis, weil der Schöpfer aller Dinge ein sehr großes oder unendliches Universum schuf, aber durch diese riesige Schöpfung geht jetzt ein Riss oder sie ist gar wie eine Fensterscheibe zerbrochen. Alle Menschen (oder intelligente Mitgeschöpfe im Weltall), sogar die Tiere rebellieren gegen Gott und die Liebe. Auf Erden gibt es Fressen und Gefressenwerden, unsere Erde war und ist zunehmend wie ein Haifischbecken. Das Sündenfallereignis ist ein „Geheimnis des Glaubens“. Wenn Gott einen Neuen Himmel und eine Neue Erde erschafft, stellt er alles was existiert wieder auf Anfang. In Gottes neuer Welt, dem Neuen Universum, gibt es keine/andere Naturgesetze.

    5) SÜNDE IST TRENNUNG VON GOTT
    Es ist wie bei Licht und Schatten, der Schatten ist dabei die Abwesenheit von Licht. Wir können im Licht Gottes, seiner Liebe legen. Oder in Gottes Abwesenheit im Schatten. Die Abwesenheit von Gott in meinem Leben ist Sünde. Wir neigen dazu in unsere inneren Abgründe zu fallen. Es gibt etwas in uns, was gegen Gott rebelliert. Dabei ist der Teufel (Satan) nicht der böse Gegengott, der gegen den guten himmlischen Gott kämpft. Er ist eher wie eine Instanz in allem in der alten Schöpfung. Hexen gibt es nicht, es sei denn wir sind solche, auch in unserer männlichen Form. Für die Urchristen war der Römische Kaiser auch der Antichrist, denn sein Staatssystem hatte nichts gemein mit Jesus als dem Friedefürst dieser Welt.

    6) HEXEN SIND MITTELALTERLICHER VERSCHWÖRUNGSWAHN
    Ich erinnere mich noch an Menschen, die an den bösen Blick glaubten. Oder dass die bei einer angeblichen Hexe gekauften Hühnereier nur schnell sterbendes Federvieh erzeugte. Früher war das viel schlimmer. Sonderbare oder einfach nur Menschen mit einem Wissen über Heilpflanzen wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

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