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Käßmann: Frau an EKD-Spitze ändert nichts am Verhältnis zu Katholiken

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Die neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, erwartet im Verhältnis zwischen evangelischer und katholischer Kirche keine Veränderung durch die Wahl einer Frau an die EKD-Spitze.

Offiziell würden die Ämter der evangelischen Kirche seitens des Vatikan auch bei Männern nicht anerkannt, sagte die hannoversche Landesbischöfin am Mittwoch nach ihrer Wahl in Ulm in einem epd-Gespräch. «Ob wir dann Männer oder Frauen sind, ist zweitrangig.» Vielmehr gehe es ihr um gegenseitigen Respekt. Jeder Katholik sei ihr nahe, weil er denselben christlichen Glauben habe.

 Mit Blick auf das 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 hält Käßmann einen Papstbesuch für denkbar. «Es geht ja nicht nur um unsere Kirchengeschichte, es ist eine gemeinsame Kirchengeschichte», sagte die neue EKD-Ratsvorsitzende. Die evangelische Kirche sei nicht erst im 16. Jahrhundert entstanden, sondern habe mit der katholischen eine gemeinsame Geschichte. «Danach sind wir verschiedene, aber nicht völlig getrennte Wege gegangen.»

 Käßmann unterstrich die Bedeutung der klassischen Ortsgemeinden für die evangelische Kirche. «Meiner Erfahrung nach beheimaten sich Menschen im christlichen Glauben gerade in der Ortsgemeinde, dort wo sie getauft und konfirmiert werden», sagte die Bischöfin der hannoverschen Landeskirche. Diese Bindekraft wolle sie stärken. Zugleich warb sie dafür, die neuen Medien zu nutzen und zum Beispiel Gottesdienste im Internet live zu übertragen. «Wir haben beispielsweise die Chat-Seelsorge möglich gemacht», erklärte Käßmann. Die Kirche müsse sich auf die Kommunikationsformen junger Menschen einstellen. «Das geht seriös, ohne sich anzubiedern.»

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 Von der Politik fordert Käßmann einen stärkeren Kampf gegen Kinderarmut. «Eigentlich hat der Staat dafür Sorge zu tragen, dass jedes Kind eine warme Mahlzeit am Tag erhält.» Kinder müssten frühzeitig gefördert werden: «Es ist ein fataler Irrtum zu sagen, mit der Schule fängt der Ernst des Lebens an», sagte die Theologin und Mutter von vier Töchtern.

 Auch in der Frage der Pflege kündigte Käßmann politische Initiativen der evangelischen Kirche an. «Wenn wir über eine würdige Pflege sprechen, müssen wir auch über eine würdige Entlohnung sprechen», sagte die Ratsvorsitzende. Dieses Thema brenne ihr unter den Nägeln. 

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(Quelle: epd)

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