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Katholische Laien: Es geht nicht um Abschaffung des Zölibats

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Bei den Reformbemühungen der katholischen Kirche in Deutschland geht es nach den Worten des Generalsekretärs des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stefan Vesper, nicht um eine generelle Abschaffung des Zölibats.

 Auch das Zentralkomitee habe die Bedeutung des Zölibats immer wieder betont, sagte Vesper am Samstag im Deutschlandradio Kultur. «Es ist sehr wichtig, dass es Priester gibt, die ehelos sind und sich in einer ganz besonders spezifischen Weise mit ihrem ganzen Leben in diesen Dienst einbringen.»

 Es gehe stattdessen darum, bereits verheirateten Männern den Weg ins Priesteramt zu öffnen, sagte Vesper. In einigen Gemeinden gebe es mittlerweile «bedrückende» Zustände: «Wenn die vierte und die fünfte und die sechste Gemeinde dazukommen zu einer Großgemeinde – die Professorinnen und Professoren sprechen von XXL-Gemeinden – wo der einzelne Pfarrer herumreist und gar nicht mehr wirklich präsent sein kann, und eine wirkliche Not in der Gemeinde besteht, da muss man Lösungen finden.»

 Vesper unterstrich ebenfalls, dass es in den Diskussionen nicht um die Zulassung von Frauen zum Priesteramt gehe. Stattdessen gehe es um Frauen «im kirchlichen Amt». Als Beispiel nannte er das Diakonat. In dieser Frage bewege sich derzeit allerdings nichts. Vesper forderte, «dass man den Frauen in unserer katholischen Kirche den Ort gibt, der ihnen zukommt.»

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 In einem am Freitag veröffentlichten Memorandum hatten knapp 150 Theologieprofessoren an deutschsprachigen Universitäten zu weitgehenden Reformen in der katholischen Kirche aufgerufen. «2011 muss ein Jahr des Aufbruchs in der Kirche werden», heißt es in dem Papier. Darin werben die Theologen für einen «offenen Dialog ohne Tabus» über Macht- und Kommunikationsstrukturen, das kirchliche Amt, die Beteiligung der Gläubigen sowie über Moral und Sexualität. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz reagierte zückhaltend auf den Appell.

(Quelle: epd)

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