- Werbung -

Umfrage: Wie Fake News Vertrauen und Urteilsvermögen untergraben

Fake News gehören für die große Mehrheit der Menschen in Deutschland zum Alltag. Eine neue Bitkom-Umfrage zeigt: Viele fühlen sich verunsichert – und teilen dennoch zweifelhafte Inhalte.

Fake News begegnen fast allen Menschen in Deutschland. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom geben 91 Prozent der Befragten an, bereits mit absichtlich falschen oder irreführenden Informationen konfrontiert worden zu sein. 63 Prozent empfinden es grundsätzlich als schwierig, den Wahrheitsgehalt von Nachrichten einzuschätzen.

- Werbung -

Besonders problematisch: Die Unsicherheit hält viele nicht davon ab, Inhalte weiterzuverbreiten. 51 Prozent der Befragten erklärten, schon einmal Informationen geteilt oder weitergeleitet zu haben, obwohl sie sich über deren Richtigkeit nicht sicher waren. Damit wird Desinformation nicht nur konsumiert, sondern aktiv weitergetragen – häufig über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste.

Jugendliche steigen über Social Media in News ein

Soziale Medien spielen dabei eine zentrale Rolle. Vor allem jüngere Menschen kommen laut Umfrage häufig zuerst über Social Media oder Messenger mit Nachrichten in Kontakt. Bei den unter 30‑Jährigen ist dies für fast die Hälfte der erste Berührungspunkt mit aktuellen Informationen. Der bunte Mix aus journalistischen Beiträgen, privaten Weiterleitungen und Screenshots erschwere dabei die Einordnung von Quellen, heißt es.

Deepfakes verschärfen Verunsicherung

Eine neue Dimension der Täuschung stellen sogenannte Deepfakes dar. Deepfakes sind mithilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugte Bild-, Video- oder Audioaufnahmen, die reale Personen täuschend echt imitieren. Zwar haben 75 Prozent der Befragten schon von ihnen gehört, doch nur 34 Prozent trauen sich zu, manipulierte Inhalte zuverlässig zu erkennen. Entsprechend groß ist die Sorge: 89 Prozent halten Deepfakes für gefährlich.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder warnt vor den Folgen für Gesellschaft und Demokratie: „Desinformationen verzerren den öffentlichen Diskurs, beschädigen unsere Demokratie und verunsichern viele Menschen zutiefst“, sagt Rohleder. Mit Blick auf Deepfakes räumt er ein: Er selbst traue sich nicht zu, solche Inhalte immer sicher zu erkennen. Umso wichtiger seien Medienkompetenz, klare Regeln und technische Herkunftsnachweise für digitale Inhalte.

- Werbung -

Befragt wurden 1.006 Personen ab 16 Jahren zwischen dem 3. März und dem 25. April 2026.

>>> Die Ergebnisse der Umfrage (PDF)

Dies könnte Sie auch interessieren:

QuelleBitkom

NEWS & Themen

NEWSLETTER

BLICKPUNKT – unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.
Wir liefern dir die interessantesten NEWS,
Interviews und Geschichten aus der christlichen Welt.
Kompakt, relevant, inspirierend.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?