Zum Jubiläum der Evangelischen Kirche in Deutschland würdigt die Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs das Engagement der Mitglieder – und mahnt zur Aufarbeitung und Erneuerung.
Zum 80-jährigen Bestehen der Evangelischen Kirche in Deutschland hat die Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs das vielfältige Engagement in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen gewürdigt. „Ich bin voll Dankbarkeit für all die Menschen, die Tag für Tag evangelische Kirche gestalten“, sagte Fehrs. Ihr Dank galt auch den Landeskirchen, ökumenischen Partnern sowie politischen und gesellschaftlichen Akteuren.
Gleichzeitig erinnerte Fehrs an die dunklen Kapitel der Kirchengeschichte: Das Jubiläum sei auch Anlass zur Erinnerung „an unsere Schuld im Nationalsozialismus und an die Verantwortung im Umgang mit sexualisierter Gewalt.“ Sie lobte jene, die sich der Aufarbeitung widmen und damit den Weg in die Zukunft ebnen. Mit Blick nach vorn betonte Fehrs den Willen zur Erneuerung: Kirche solle „vernetzter, gemeinsamer und näher bei den Menschen“ gestaltet werden. Die eigentliche Feier liege darin, „dass wir gemeinsam unterwegs sind – im Vertrauen auf Christus und im Dienst an den Menschen in unserer Gesellschaft.“
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wurde 1945 gegründet. Sie ist eine Gemeinschaft von 20 lutherischen, unierten und reformierten Kirchen in Deutschland.
