- Werbung -

BEFG verabschiedet Resolution für Menschenrechte und Frieden

Der Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) hat mit großer Mehrheit eine Strukturreform beschlossen – dazu eine Resolution gegen Ausgrenzung und für Menschenrechte und Frieden.

Der Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) hat auf seiner Tagung vom 13. bis 16. Mai in Kassel Änderungen an der Verfassung sowie an der Geschäfts- und Wahlordnung beschlossen. Grundlage war die neue Struktur „Unser Bund – Segen bewegt“ (UB25), die bereits im Vorjahr inhaltlich verabschiedet worden war (Jesus.de berichtete). „Das gibt uns Rückenwind für die Umsetzung unserer neuen Struktur“, sagte BEFG-Präsidentin Natalie Georgi. Ziel sei es, Gemeinden in ihrem missionarischen Engagement und in der Arbeit mit jungen Menschen gezielt zu stärken.

- Werbung -

Kern der Reform ist die Einteilung des Bundes in 25 Regionen, die zum 1. Januar 2027 die bisherigen zwölf Landesverbände ablösen. In diesen Regionen sollen Teams aus Haupt- und Ehrenamtlichen Gemeinden vor Ort begleiten. Neue Regionalreferentinnen und -referenten sowie Regionalteams sollen die missionarische Gemeindeentwicklung und die Arbeit mit jungen Menschen fördern. BEFG-Generalsekretär Maximilian Zimmermann sieht darin die Chance, die Bundesgemeinschaft zu stärken: „Wir wollen als Gemeinden, die durch Jesus Christus und durch den Geist verbunden sind, Ressourcen teilen und uns gegenseitig unterstützen.“

Gleichzeitig hat der BEFG auch seine Leitungsstruktur angepasst: Ab 2027 gehören dem Präsidium zehn statt bisher zwölf gewählte Mitglieder an, ergänzt um je ein berufenes Mitglied aus dem ChristusForum Deutschland und künftig auch aus dem Gemeindejugendwerk.

Resolution für Menschenrechte und Frieden

Neben den Strukturentscheidungen verabschiedete der Bundesrat auch eine Resolution zu den globalen Krisen der Gegenwart. Darin benennt das Kirchenparlament unter anderem den Klimawandel, das Artensterben, Kriege, Rassismus und die ungerechte Verteilung von Gütern als zentrale Herausforderungen. Zugleich bekennt sich der Bund ausdrücklich zu den unveräußerlichen Menschenrechten, zum Schutz der Lebensgrundlagen kommender Generationen und zur Bewahrung der Schöpfung. Als Christinnen und Christen sehe man sich in der Verantwortung, sich „aus ganzem Herzen und mit aller Kraft“ für das Gemeinwohl und die Würde aller Menschen einzusetzen.

In der Resolution wendet sich der Bundesrat gegen eine Politik der Aufrüstung und gegen antidemokratischen Extremismus. Er distanziert sich von jeder Form der Ausgrenzung, etwa gegenüber Menschen mit Migrationsgeschichte, Jüdinnen und Juden, religiösen und ethnischen Minderheiten, queeren Menschen oder Menschen mit Behinderungen. Zugleich ruft der Bundesrat Gemeinden und Einzelne dazu auf, wachsam zu sein, hinzuschauen und sich mit anderen zu vernetzen, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Bundesregierung wird aufgefordert, den Rechtsstaat zu schützen, das Völkerrecht zu achten und die Bewahrung der Schöpfung zur obersten Priorität politischen Handelns zu machen.

- Werbung -

Die Bundesratstagung ist als Kirchenparlament das höchste Entscheidungsgremium des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), zu dem nach eigenen Angaben über 750 Baptistengemeinden und ChristusForum-Gemeinden mit mehr als 70.000 Mitgliedern gehören.

Mehr zum Thema:

QuelleBEFG

NEWS & Themen

NEWSLETTER

BLICKPUNKT – unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.
Wir liefern dir die interessantesten NEWS,
Interviews und Geschichten aus der christlichen Welt.
Kompakt, relevant, inspirierend.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?