Mehr Offenheit, mehr Einheit: Die Nordkirche verabschiedet neue Grundlinien für zentrale Lebensereignisse – und will ein Zeichen für Gemeinschaft setzen.
Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat neue „Grundlinien kirchlichen Handelns“ beschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ab dem 1. Januar 2026 gelten damit einheitliche Regelungen für Taufe, Abendmahl, Konfirmation und Bestattung. Der Beschluss beendet den bisherigen Erprobungsstatus und schafft verbindliches Kirchenrecht für alle Gemeinden.
Die neuen Grundlinien bringen wichtige Änderungen: Beim Abendmahl wird die Gleichwertigkeit von Wein und Traubensaft ausdrücklich anerkannt. Bei der Taufe wird das ökumenische Verständnis gestärkt, nicht-evangelische Paten können stärker einbezogen werden. Auch für Konfirmationen gibt es Klarstellungen, etwa im Blick auf die Teilnahme an Jugendweihen. Die Nordkirche wolle sich durch die neuen Grundlinien stärker für moderne Gottesdienstformate und vielfältige Lebenswege öffnen.
Fülle des Lebens in Wort und Zeichen
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt betonte bei ihrem Einführungsvotum zum Thema: „In Taufe, Abendmahl und Kasualien erfahren Menschen die Fülle des Lebens, die Gott für uns bereithält. Zugleich sind sie kostbare Gelegenheiten, um mit Menschen an bedeutenden Punkten ihres Lebens in Kontakt zu kommen.“ Sie böten Raum dafür, über das eigene Leben und die Bedeutung des christlichen Glaubens ins Gespräch zu kommen. „Und sie sind nicht zuletzt kostbare Gelegenheiten, um selbst zu erkunden und zu lernen, wie das Evangelium heute für Menschen in ihrem Lebensalltag bei festlichen Höhepunkten ebenso wie in tiefen Krisen erfahrbar werden kann“, so die Landesbischöfin weiter.
Bei aller individuellen Gestaltung brauche es gemeinsame Verabredungen, um sichtbar und erkennbar gemeinsam in unserer Nordkirche Menschen auf ihrem Weg durch das Leben zeitgemäß begleiten könnten, so die Vorsitzende der Kirchenleitung.
Die Nordkirche hat in ihren drei Sprengeln mit 13 Kirchenkreisen rund 1,7 Millionen Mitglieder. Neben 1.450 Pastorinnen und Pastoren sind nach Angaben der Kirche etwa 66.000 Ehrenamtliche aktiv.

Wir brauchen nicht neue Regeln, sondern endlich EINHEIT und gelebte, ungeheuchelte Liebe untereinander … intern und extern, pro Wohnort und im ganzen Land. Dazu brauchen wir nur unsrer dummen Gemeinde- und Kirchen-Bezeichnungen entfernen und erkennen, dass Konfessions-denken, das Ggt. von EINHEIT ist. Unser geliebter HERR wartet darauf, dass wir endlich erkennen, daß Jeder der von Herzen IHM vertraut und allein auf SEINE feine Stimme (in unsrem Herzen) hören will zu SEINEM kostbaren LEIB CHRISTI gehört !!! Alle andere Kriterien sind eine Schande ! Deshalb nehmen alle Nicht-Christen schon lange die äußeren GOTTesdienste nicht ernst. Echte CHRISTEN erkennt man nur im Alltag und nicht an äußerem Eindruck oder „gut gemeinten“ Regeln …
Es könnten sich doch alle Christen der Urkirche, also der r. kath. Kirche wieder anschließen.
Du auch.
Ich vermute, dass du das bei allem Einheitsgefordere aber nicht möchtest, oder?
Denn Einheit soll es natürlich nur nach den eigenen Vorstellungen geben. Und deshalb gibt es keine.